SCAN


Die experimentelle Projektreihe SCAN des Klangforum Wien im Rahmen seiner Professur an der Universität  für Musik und darstellende Kunst Graz (KUG) stellt jeweils Werke eines Komponisten in den Focus, die „durchleuchtet“ und „re-komponiert“ werden. Es handelt sich um ein interaktives Kompositions- und Improvisationsprojekt, das MusikerInnen in eine andere Form des musikalischen Gestaltens und Interagierens einbindet und ihnen die Möglichkeit gibt, ihre Rolle als InterpretInnen neu zu definieren.

Die Scan-Projekte suchen auf spezielle Weise Wege, um komponierte Musik mit den Mitteln von Re-Instrumentation, Improvisation, Elektronik, Zerstückelung und Neuzusammensetzung in ein neues Licht zu rücken – eine zeitgemäße Art der Durchdringung musikalischen Materials als unkalkulierbare Reise ins Innere der Klänge.

28 März 2019
19.30 Uhr
Graz, MUMUTH Klangforum PLUS/ PPCM SCAN UA

Im Mittelpunkt des diesjährigen Programms steht das Ensemblestück Revue instrumentale et électronique – eine Raumkomposition für Instrumentalensemble und Zuspielungen von Gerd Kühr. Die elektronischen Zuspielungen dieser Komposition bilden einen bewegten Raumklang, der aus den Aufnahmen von komponierten instrumentalen Partikeln hergestellt wurde. Diese musikalischen Partikel bilden wiederum die Basis für das SCAN V-Projekt. Sie werden als Ausgangsmaterial dienen, um musikalische Verbindungsbrücken zwischen den sechs Sätzen der originalen Komposition zu bauen.

Als weitere Zwischenspiele werden – revueartig – kurze Kompositionen von Anton Webern, György Kurtág, Pierre Schaeffer und Christof Ressi auftauchen.
—Dimitrios Polisoidis


Gerd Kühr — Revue instrumentale et électronique
Gerd Kühr/ Klangforum Wien — SCAN V
Christof Ressi — Neues Werk UA
sowie Werke von Anton Webern, György Kurtág und Pierre Schaeffer


Studierende der PPCM Klasse des Klangforum Wien
MusikerInnen des Klangforum Wien
Computermusikstudierende des IEM Graz

Konzept, Dramaturgie: Sophie Schafleitner,
      Dimitrios Polisoidis, Gerd Kühr
Technische Konzeption, Realisation: IEM Graz, Winfried Ritsch
Dirigent: Gerd Kühr

Die experimentelle Projektreihe SCAN des Klangforum Wien im Rahmen seiner Professur an der KUG stellt jeweils Werke eines Komponisten in den Focus, die „durchleuchtet“ und „re-komponiert“ werden. Es handelt sich um ein interaktives Kompositions- und Improvisationsprojekt, das MusikerInnen in eine andere Form des musikalischen Gestaltens und Interagierens einbindet und ihnen die Möglichkeit gibt, ihre Rolle als InterpretInnen neu zu definieren.

Die SCAN-Projekte suchen auf spezielle Weise Wege, um komponierte Musik mit den Mitteln von Re-Instrumentation, Improvisation, Elektronik, Zerstückelung und Neuzusammensetzung in ein neues Licht zu rücken – eine zeitgemäße Art der Durchdringung musikalischen Materials als unkalkulierbare Reise ins Innere der Klänge.

20 Juni 2018
19.30 Uhr
Graz, MUMUTH Klangforum PLUS/ PPCM SCAN ΙV

Im Focus der vierten Ausgabe der SCAN Konzertreihe steht die Musik von Georg Friedrich Haas.

HYENA, im ersten Teil des Konzertprogramms, ist die autobiografische Erzählung der Schauspielerin Mollena Lee Williams-Haas über den harten Weg aus der Alkoholsucht. Die von Georg Friedrich Haas komponierte Musik zu Mollenas kraftvollem Text bildet einen abstrakten und emotionalen Rahmen, in dem die intensive Erzählung der Autorin und Performerin immer den Vorrang hat.

Das  3. StreichquartettIn iij Noct – von Georg Friedrich Haas muss in absoluter Dunkelheit gespielt werden. Die im Raum verteilten MusikerInnen können nur durch akustische „Einladungen" zum gemeinsamen Spiel kommunizieren. Ein gutes Gehör, aber gleichzeitig ein fundiertes musiktheoretische Grundwissen sind dabei erforderlich. Das hat uns für unser SCAN IV dazu inspiriert, die Partitur des 3. Streichquartettes für ein großes Ensemble zu adaptieren und gemeinsam mit unseren Studierenden zu durchleuchten und zu re-komponieren. (Andreas Lindenbaum / Dimitrios Polisoidis)

Georg Friedrich Haas — HYENA
Klangforum Wien — SCAN ΙV
über das Streichquartett Nr. 3 von Georg Friedrich Haas

Mollena Lee Williams-Haas, Stimme
Studierende in Performance Practice of Contemporary Music
Einstudierung: Dimitrios Polisoidis, Andreas Lindenbaum
MusikerInnen des Klangforum Wien
Dirigent: Bas Wiegers

Mit SCAN, seinem jungen, im Grenzbereich von Interpretation und Improvisation angesiedelten Konzertprojekt, geht das Klangforum neue Wege mit dem Ziel, komponierte Musik mit den Mitteln von Reinstrumentation, Improvisation, Elektronik, Zerstückelung und veränderter Zusammensetzung der Teile in einem anderen, unbekannten Licht erscheinen zu lassen. Ausgehend von einer auf Partiturseiten fixierten Komposition schafft das Ensemble durch extrem freien Umgang mit den festgelegten Vorgaben ein neues Werk, ein Stück über ein Stück, das vor den Ohren des Publikums live im Konzertsaal entsteht.

Das interaktive Kompositionsprojekt SCAN ist Teil des Studienganges Performance Practice in Contemporary Music (PPCM) an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Graz. Das jährliche Konzert der DozentInnen des Klangforum Wien gemeinsam mit den PPCM-StudentInnen im MUMUTH stellt den Höhepunkt des PPCM-Studienprogramms dar.

MUMUTH Lounge, 18.45 Uhr

20 April 2017
19.30 Uhr
Wien, Wiener Konzerthaus, Mozart-Saal science? fiction! Déjà-vu EA UA

Es gibt ein Wissen, das weder erlernt werden muss, noch überhaupt erlernt werden kann. Den Axiomen des naturwissenschaftlichen Denkens verwandt, bedarf es keines Beweises und ist einem solchen auch gar nicht zugänglich. Déjà-vu.

Dieter Ammann — Le réseau des reprises EA
Ondrěj Adámek — Ça tourne ça bloque
Bernhard Lang/ Klangforum Wien — SCAN über Monadologie VII und XII UA

Konzeption SCAN: Uli Fussenegger, Dimitrios Polisoidis
Peter Böhm, Florian Bogner, Klangregie

Dirigent: Bas Wiegers

Vor dem Konzert:
Fremde Ohren oder: Wie Musiker das hören, 18.30 Uhr

Konzertzyklus 2016/17
science? fiction!

SCAN
SCAN ist ein interaktives Kompositions- und Improvisationsprojekt, das integrativ MusikerInnen in einen neuen Modus des musikalischen Gestaltens und Interagierens einbindet und sie ihre Rolle des Performers/der Performerin neu interpretieren lässt. Ausgehend von zwei Werken Bernhard Langs, die im Verlauf der Performance auch in ihrer originalen Gestalt erklingen, werden horizontale und vertikale Schichten der beiden Werke isoliert, uminstrumentiert, musikalisch neu gedeutet. Aus und mit diesem neu gewonnenen Material wird rekomponiert, improvisiert, elektronisch sowie akustisch. – Eine Rekontextualisierung musikalischer Prozesse, die in der Erarbeitungsphase teilweise determiniert, teilweise bewusst offen gelassen wird, womit ein Komplexitätsgrad an „Durchleuchtung des Materials“ erreicht werden kann, der mit traditionellen Herangehensweisen undenkbar wäre. (Uli Fussenegger)

6 April 2017
19.30 Uhr
Graz, MUMUTH Klangforum PLUS/ PPCM SCAN III — Beat Furrer

Das interaktive Kompositionsprogjekt SCAN ist Teil des Studienganges Performance Practice in Contemporary Music (PPCM) an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Graz, das integrativ MusikerInnen in einen neuen Modus des musikalischen Gestaltens und Interagierens einbindet und sie ihre Rolle des Performers/der Performerin neu interpretieren lässt. Es stellt jeweils Werke eines Komponisten in den Fokus, die „durchleuchtet“ und „re-komponiert“ werden. Mittels Reinstrumentation, Improvisation, Elektronik, Zerstückelung und Neuzsammensetzung erfolgt eine zeitgemässe Art der Durchdringung musikalischen Materials.
Das jährliche Konzert der DozentInnen des Klangforum Wien gemeinsam mit den PPCM-StudentInnen im MUMUTH stellt den Höhepunkt des PPCM-Studienprogramms dar.
SCAN III findet in Kooperation mit dem Institut für Chormusik statt.

SCAN über Beat Furrer — FAMA-Szenen II und V
    — Xenos-Szenen Nr. II, VIII und XI

Studierende Performance Practice of Contemporary Music / Vokalensemble der KUG / MusikerInnen des Klangforum Wien
Konzeption und Einstudierung SCAN: Uli Fussenegger und Dimitrios Polisoidis

Einstudierung Chor: Franz Jochum
Dirigent: Beat Furrer

MUMUTH Lounge, 18.45 Uhr
Über Momentaufnahmen, Perspektiven, Transformationen. Philosophieren mit Beat Furrer

24 Juni 2016
19.30 Uhr
Graz, Mumuth Klangforum PLUS/ PPCM PPCM/ scan

Das gemeinsame Abschlusskonzert von StudentInnen und DozentInnen im Grazer MUMUTH ist der jährliche Höhepunkt der Unterrichtstätigkeit des Klangforum Wien an der Kunstuniversität Graz (KUG).

In einer experimentellen Projektreihe scan werden spartenübergreifende Synergien zwischen den Instituten der KUG hergestellt und Neuformulierungen an Werken von KomponistInnen vorgenommen. Heuer wurden in Workshops Stücke von Klaus Lang sowie Alte Musik aus dem 17. Jahrhundert bearbeitet.

Klaus Lang — the book of serenity. (I-V)
Improvisation I

Diego Ortiz — Recercada II "La Spagna"
Ascanio Mayone — Recercare sopra il Canto Fermo di Costantio Festa (La Spagna)
Improvisation II
Klaus Lang
 — der dünne wal.

Improvisation III
Romanus Weichlein — Encaenia musices, Sonata 1
Klaus Lang — Weisse Schatten
Improvisation IIII
Klaus Lang — Origami

Giovanni Pierluigi da Palestrina — Lamentatio Jeremiae prophetae
Klaus Lang — Praeludium 1+2
Klaus Lang — the book of serenity. (VI-VII)


Einstudierung Alte Musik: Andreas Böhlen
Projektkonzeption, Musikalische Dramaturgie, Einstudierung "Scan II":  Klaus Lang, Dimitrios Polisoidis
Markus Deuter: Oboe, Dirigent (Klaus Lang the book of serenity, der dünne wal)

1 April 2015
19.30 Uhr
Graz, MUMUTH Klangforum PLUS/ PPCM PPCM/ scan

Bernhard Lang — Monadologie VII (1. Satz)
scan I
scan II
Bernhard Lang — Monadologie XII (3. Satz)

Klangforum Wien gemeinsam mit Studierenden der
Richtungen PPCM und Jazz der Kunst Universität Graz
IEM Graz, Klangregie und Live-Elektronik

Dirigent: Bas Wiegers

Scan ist ein interaktives Kompositions – und Improvisations-Projekt, das integrativ MusikerInnen aus der Neuen Musik, dem Jazz und der Elektronischen Musik in einen neuen Modus des Interagierens und musikalischen Gestaltens einbinden will. Ausgehend von zwei Fragmenten aus Bernhard Langs Monadologie-Zyklus (VII.1 und XII.3) wird eine transformative und progressive Komposition gemeinsam erarbeitet, wobei stets auf Materialien aus den Ausgangszellen referenziert wird.

Diese beiden Fragmente wird das Klangforum Wien am Anfang und Ende des Konzerts in der Orginalgestalt interpretieren. Fest notierte, improvisierte, gesampelte und elektronisch mit zellulären Automaten prozessierte Schichten wechseln einander in zwölf Abschnitten ab, realisiert in stets wechselnden Besetzungen, mit wechselnden Improvisatoren und wechselnden Strategien.

Unter der Leitung und Einstudierung von Uli Fussenegger finden hier Studierende der KUG – des Klangforum Wien (Leitung, Dimitros Polisoidis), des Jazzinstituts und des Institut für Elektronische Musik und Akustik IEM (Entwicklung und Leitung Winfried Ritsch) – zu einem neuartigen performativen Experiment zusammen, welches das Wechselspiel und Spannungsfeld zeitgenössischer Komponier- und Improvisations-Praktiken in größter Breite beleuchten soll, stets koordiniert durch einen strengen Bezug zum Bezugstext.
(Bernhard Lang)

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