Palindrome WE ME by artist Glenn Ligon
Chris Swithinbank © Glenn Ligon, Give us a Poem (Palindrome #2), courtesy the Studio Museum in Harlem


Chris Swithinbank — this line comes from the past

Irgendwie, indem ich Musik komponiere, probiere ich zu verstehen was Menschen machen können. Vielleicht hört sich das ein bisschen unklar an, aber ich bin daran interessiert, Musik zu schreiben, die uns etwas darüber sagt, was es bedeutet, wenn eine bestimmte Gruppe von Menschen auf der Bühne steht. Was können sie machen? Was müssen sie machen? Warum wollen sie das machen? Was bedeutet es, dass sie es zusammen machen? Warum möchte man ihnen zuschauen?

Die Komponistin Carolyn Chen verwendet manchmal den Begriff „Musik für Menschen“ um ihre Arbeit, die z.B. nicht „Musik für Klavier“ oder „Musik für Streichquartett“ ist, zu beschreiben. Komponistin und Mrudangam-Spielerin Rajna Swaminathan beschreibt Klangkunst als „ein Darbringung von Resonanz oder Vibration, im Rahmen einer Gemeinschaft, die vielleicht etwas Vertrautes, ästhetisch Wertvolles, oder sozial Verbindendes findet, in den dargebotenen Gesten und Klängen.‟ Wir könnten versucht sein, Musik als eine Art universelle Schwingung zu betrachten, die wir alle durchdringen können, aber stattdessen beruht Musik auf einer Gemeinschaft, den Menschen, für die sie bestimmt ist.

Gemeinschaft klingt wie ein freundliches Wort, warm, einladend — Tee und Kuchen. Aber natürlich werden Menschen nicht Teil jeder Gemeinschaft. Eine Gemeinschaft kann auch eine Mauer oder eine verschlossene Tür sein. Oder ein Raum, der nie dafür gemacht war bequem zu sein. Musik kann sich darauf verlassen, eine Tür zu verriegeln.

Können wir etwas tun, um eine Tür zu öffnen? Ich weiß es nicht. Was tun wir? Sind wir eine Maschine? Sind wir ein Team? Ändern wir den Raum? Sind wir ein Bataillon? Sind wir ein Orchester? Sind wir nett? Kümmert es uns? Können wir hören, was auf der anderen Seite der Wand ist? Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich das kann.
—Chris Swithinbank, 2018

 in Werke
13 Februar 2019
18.00 Uhr
Wien, Diehlgasse 51 impuls Academy and Festival Diskussion: Komposition und Interpretation
Freier Eintritt

Im Rahmen von "impuls" öffnet das Klangforum Wien seine Pforten für eine öffentliche Probe. Im Anschluss, diskutieren der Dirigent Ilan Volkov, die MusikerInnen des Klangforum Wien, sowie die - mit impuls Kompositionsaufträgen betrauten - KomponistInnen Nuno Costa, Timothy McCormack, Jungeun Park, Chris Swithinbank und Hakan Ulus darüber, welche Synergien, aber auch welche Schwierigkeiten sich im Austausch zwischen KomponistInnen und InterpretInnen ergeben können. Es moderiert Doris Weberberger.

Diskussion in englischer Sprache!


Chris Swithinbank — this line comes from the past (öffentliche Probe)
Fragerunde mit den MusikerInnen
Diskussion mit Ilan Volkov, den KomponistInnen und den MusikerInnen des Klangforum Wien

Dirigent: Ilan Volkov

Eine Veranstaltung von impuls in Kooperation mit mica - music austria und dem Klangforum Wien.

15 Februar 2019
19.30 Uhr
Graz, Helmut List Halle impuls Academy and Festival Preisträgerkonzert 5 UA

Das Konzert präsentiert die Uraufführungen der PreisträgerInnen des impuls. Internationaler Kompositionswettbewerb und findet im Rahmen der impuls. 11. Internationale Ensemble- und Komponistenakademie für zeitgenössische Musik statt.

Nuno Costa — Lillar-D UA
Timothy McCormack — Sediment UA
Jungeun Park — Stained-echo UA
Chris Swithinbank — this line comes from the past UA
Hakan Ulus — TāHā UA

Dirigent: Ilan Volkov

Vor dem Konzert:
Composers´ Talk
mit Nuno Costa, Timothy McCormack, Jung-Eun Park, Chris Swithinbank und Hakan Ulus, 18.30 Uhr


Die KomponistInnen über ihre neuen Werke:
Nuno Costa — Lillar-D
Timothy McCormack — Sediment
Jungeun Park — Stained-echo
Chris Swithinbank — this line comes from the past
Hakan Ulus — Tā Hā


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