© Rebecca Saunders
© Rebecca Saunders

Rebecca Saunders — Scar

In diesem Werk arbeite ich hauptsächlich mit extremen Gegensätze. Aus dem Grund ist das Ensemble für mich, zumindest in dieser primären Phase des Komponierens, in drei Gruppen aufgeteilt:

Bläser (Bkl, Horn, Tpt, Pos.), Streicher (1,1,1,1) und Percussion & Resonance (2 Schlgzg, 2 Klav., Akk, E-Git.).

Eine Traum Besetzung. Vor allem die dritte Gruppe - 2 Schlgzg, 2 Klav., Akk, E-Git., - untersucht die links/rechts Bewegung des Klanges.

Viele Klangmaterialien werden für getrennte Instrumentengruppen ausgearbeitet und während des Kompositionsprozesses überlagert.

Solistische Klangpaletten werden mit wechselnde kammermusikalischen Instrumentengruppen ebenfalls nach und nach ausgearbeitet. Erste Kerngedanken, so eng mit meiner Muttersprache verbunden und deshalb irgendwie nicht übersetzbar sind folgende:

1.
Two. Nor. Neither.
Neither one, no one of the two, none, not any one, no thing.
And not. Not yet.
Absence of, absence of relation.
Irrelation - without reference, without regard to.
In the abstract; a se.
Neither here nor there.
Neither nor, signifying nothing.
Without, nowhere, nowther.
In silence, vacuous. Void.
Oasis, Pariah. Non est inventus.
Except unless save barring beside without.
Absent, equal, true.
And naught beside. Unified.

2.
Rupture.
Of sound and fury.
"the unshakeable infinity of remorse
delving deeper in it´s bite.
having to hear having to say
the faintest murmur so many lies
so many times lyingly denied.
the screaming silence
No´s knife in yes´s wound one day.
where there are no days.
no place the impossible voice
the unmakable
the gleam of light
the silent empty void
dark as now..." (aus 13th Text for Nothing, S. Beckett)
—Rebecca Saunders, 2018

 in Werke
10 Mai 2019
19.30 Uhr
Wien, Wiener Konzerthaus, Mozart-Saal AugenSchein Gruppenbild EA EA

Mit einer generationenübergreifenden Gruppenaufnahme beschließt das Klangforum seinen hörenden Blick auf die Gegenwart.

Friedrich Cerha — Kurzzeit
Rebecca Saunders — Scar*
EA
Ying Wang — Schmutz EA
Georges Aperghis — Contretemp

Donatienne Michel-Dansac, Sopran
Dirigent: Julien Leroy



*Commissioned by Festival Acht Brücken | Musik für Köln with financial support from the Ernst von Siemens Music Foundation, Birmingham Contemporary Music Group & individual contributors to their 'Sound Investment Scheme', Huddersfield Contemporary Music Festival, Casa da Música Porto & Festival d'Automne à Paris.

Die Komponistinnen über ihre neuen Werke:
Rebecca Saunders — Scar
Ying Wang — Schmutz

Vor dem Konzert:
Fremde Ohren oder: Wie Musiker das hören,
18.30 Uhr

2 Mai 2019
20.00 Uhr
Köln, Trinitatiskirche Acht Brücken Festival Teeter-Totter UA UA UA

Rebecca Saunders verbindet Sound und Fury, Klang mit Wut. Und auch die Chinesin Ying Wang, die zeitweilig bei Saunders studierte, lässt in ihrer neuen Komposition keine Gefälligkeiten erwarten. »Lärm im Ohr, Gift im Essen, Gestank in der Luft, Angst in den Gedanken…. Meine Musik erzählt von dieser Qual.« Mit Georges Aperghis ließe sich ergänzen: »Es geht immer darum, eine Emotion zu zünden, …eine Struktur ins Wanken zu bringen.« So lassen »Seesaw« und »Teeter-Totter« keineswegs an Kinderwippen und Spielplatzfreuden denken, wie die Titel glauben machen, vielmehr findet sich das Orchester zu dramatischen Kontroversen aufgeschaukelt. Es steht einiges auf der Kippe beim Konzert des Klangforum Wien. (Acht Brücken Festival)

Georges Aperghis — SEESAW
      — Teeter-totter

Rebecca Saunders — Scar* UA
Georg Friedrich Haas — equinox UA
Ying Wang — Schmutz UA

Sophie Schafleitner, Violine
Dirigent: Julien Leroy

Die Komponistinnen über ihre neuen Werke:
Rebecca Saunders — Scar
Ying Wang — Schmutz


*Commissioned by Festival Acht Brücken | Musik für Köln with financial support from the Ernst von Siemens Music Foundation, Birmingham Contemporary Music Group & individual contributors to their 'Sound Investment Scheme', Huddersfield Contemporary Music Festival, Casa da Música Porto & Festival d'Automne à Paris.


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