© Luigi Caputo

Eine Botschaft ohne Umschweife. Rezensionen aus Salzburg

Bei den diesjährigen Salzburger Festspielen hat das Klangforum Wien in sechs Konzerten „Zeit mit Ustolwskaja“ und „Zeit mit Furrer“ verbracht.

Von echter, Festspielen würdiger und solche eigentlich erst rechtfertigender Dramaturgie, in der man ungeahnten inhaltlichen Fäden nachspüren kann, spricht etwa Reinhard Kriechbaum (Drehpunkt Kultur). Weitere Pressestimmen zu den Konzerten des Klangforum Wien bei den diesjährigen Salzburger Festspielen:


Pressestimmen zu „Zeit mit Ustwolskaja“

Musik aus dem Schwarzen Loch


Als Musik aus dem schwarzen Loch hat Galina Ustwolskaja ihre Kompositionen beschrieben. (…) vielstimmiger Kanon der Isoliertheiten (…) luzide vorgetragen von Solisten des Klangforums Wien. (Judith Belfkih, Wiener Zeitung, 23. Juli 2018)

Ihre Musik ist von händeringender Intensität. (Walter Weidringer, Die Presse, 23. Juli 2018)

Hart ist das Werk, unerbittlich, eine Botschaft ohne Umschweife. (Derek Weber, Salzburger Nachrichten, 23. Juli 2018)

Klangforum, Patricia Kopatchinskaja und Markus Hinterhäuser entfesselten die überwältigenden dunklen Kräfte in der Musik der russischen Komponistin. (Walter Weidringer, Die Presse, 24. Juli 18)

(…) ließen die Musiker einen insistierenden und intensiven Klangkosmos entstehen. (Judith Belfkih, Wiener Zeitung, 24. Juli 2018)

Die Geigerin Annette Bik, der Klarinettist Bernhard Zachhuber und der Pianist Florian Müller spielten das traurig-schaurige Stück mit merkbarer Empathie und untadeliger Technik. Das Klangforum Wien unter der Leitung von Ilan Volkov exekutierte die folgenden Werke auf Punkt und Komma, aber auch mit gebündelter Emotionalität. (Gottfried Franz Kasparek, Drehpunkt Kultur, 25. Juli 2018)

Seelenweh und zerschnittene Ohren – Das Klangforum Wien bot zum Abschluss noch mehr widersetzliche, unerbittliche Musik. (Walter Weidringer, Die Presse, 26. Juli 2018)

Das Klangforum Wien mit dem energiegeladenen Marino Formenti am Klavier und dem Dirigenten Ilan Volkov übersetzte die musikalischen Intentionen eindrucksvoll und emotional einprägend. (Brigitte Janoschka, Berchtesgadener Anzeiger, 2. August 2018)


Pressestimmen zu „Zeit mit Furrer“

Musik, zu der man die Steine reden hören kann


In dieser Aufführung wurde das [unbekannte Terrain] unter der Leitung des Komponisten als lebhaftes Relief durchgeformt und ausgekundschaftet vom Klangforum Wien. (…) Der große Atem ist es, der Beat Furrers „Begehren“ auszeichnet und der hier beispielhaft umgesetzt wurde.
(Drehpunkt Kultur, 31. Juli 2018)

Atemberaubend nutzte er den Raum für die Entfaltung seines Klangtheaters. Akkurat tarierte er die Kraft der Töne aus und evozierte mit den ingeniösen Musikern ein fulminantes Klangszenario… (Susanne Zobl, Kurier, 1. August 2018)

Musik, zu der man auch die Steine reden hören kann: Begeisterung für Beat Furrers Musiktheater „Begehren“ … geht das Klangforum Wien in alldem ungefähr so auf wie die Wiener Philharmoniker in ihrer „Salome“: (…) hier schaffen die Mitglieder eine echte Interpretation mit Herz… (Walter Weidringer, Die Presse, 1. August 2018)

…das Klangforum Wien, dem man längst den Status der Wiener Philharmoniker der Neuen Musik zubilligen darf. (…) die großartigen Musikerinnen und Musiker [haben] solche Musik in den Genen wie die Philharmoniker ihre genuine, unverwechselbare Klangkultur. (Karl Harb, Salzburger Nachrichten, 1. August 2018)

Die Sopranistin Katrien Baerts und die Flötistin Eva Furrer machen das … zu einem faszinierenden Seelengemälde. (…) Konziser und ausdrucksstärker als die Geigerinnen Gunde Jäch-Micko und Sophie Schafleitner, der Bratscher Dimitrios Polisoidis, der Cellist Benedikt Leitner und der Klarinettist Bernhard Zachhuber kann man das nicht spielen. (Gottfried Franz Kasparek, Drehpunkt Kultur, 1. August 2018)

Wie diese Aufführung das kristallin konzentrierte Klangforum Wien, der Cantando Admont in der Leitung von Furrer realisiert haben, das war eine tief bewegende, komplex berührende Erfahrung in der Gegenwart der Existenz. Unserer. (Hans Langwallner, Kronen Zeitung Salzburg, 2. August 2018)

Furrer steht selbst am Pult des hinreißend sensibel agierenden Neue-Musik-Ensembles Klangforum Wien. (Alexander Dick, Badische Zeitung, 2. August 2018)

Das Finale im Zyklus „Zeit mit Furrer“ bot kein Moment zum Zurücklehnen, sondern rüttelte immer wieder an den Nerven oder bannte die Aufmerksamkeit. (…) In letzterer Manier hatte der Abend mit „Ira – Arca“ begonnen (…) ein fesselndes Stück, von Eva Furrer und Uli Fussenegger zur Ausdrucksexplosivität eines Actionfilms gesteigert. (Walter Weidringer, Die Presse, 7. August 2018)

In einem Vokalsatz von überwältigender Intensität (…) machte Furrer das Flirrende geradezu physisch spürbar. Ein überwältigender Abend. (Heidemarie Klabacher, Der Standard, 8. August 2018)

Eine sehr, sehr rhythmische, sehr temporeiche, energiereiche Musik. (…) so dass man tatsächlich in 80 Minuten eine neue Art des Musiktheaters im Konzertsaal erlebt mit ganz, ganz tollen Klängen. (Jörn Florian Fuchs, Deutschlandfunk, 8. August 2018)

B
innen weniger Augenblicke ist der Hörer mittendrin in der gleißenden Hitze der Wüste. Schneidend grelle Streicher-Unisoni stecken die Grenzen des Hörbaren ab. (…) Die Wucht des archaischen Chorgesangs mündet zuletzt in ein instrumentales Endstück, das von einer Körperlichkeit ist, als ob sich ein Tier zum Sterben hinlege. (Florian Oberhummer, Salzburger Nachrichten, 8. August 2018)

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