Kollegienkirche © Werner Kmetitsch

Klänge selbst werden zum Abenteuer. Rezensionen aus Salzburg

Die Konzertreihe Zeit mit Dusapin bei den diesjährigen Salzburger Festspielen bot zwei Konzertabende mit dem Klangforum Wien: Eine Begegnung mit der Musik Iannis Xenakis, dem Lehrer des französischen Komponisten Pascal Dusapin und ein  Abend an dem Werke von Dusapin und Anton Webern einander abwechselten.

 

Pressestimmen zu „Zeit mit Dusapin I“

Iannis Xenakis‘ Ballettmusik „Kraanerg“, 1968 komponiert, mit den Spezialisten vom Klangforum Wien und verfremdeten Zuspielungen vom Vierspurtonband, ist nach wie vor ein Extrem-Erlebnis. 75 Minuten Rätselraten, Staunen, Wundern. (Joachim Mischke, Hamburger Abendblatt [€], 30. Juli 2019)

Vergnügen bereiten sie trotzdem, diese 75 prall gefüllten Minuten Musik, die durch 22 Generalpausen von zwei bis 28 Sekunden Dauer zerteilt werden. (...) Nichts ist thematisch, die Klänge selbst werden zum Abenteuer - und das Klangforum Wien stürzte sich unter Leitung von Sylvain Cambreling mit der größten Lust kopfüber hinein. (Walter Weidringer, Die Presse [€], 31. Juli 2019)


© Marco Borrelli

 

Die Blechbläser des Klangforum Wien prallten mit ihrer dröhnenden Fanfare zu Beginn auf ein gedämpftes Echo aus den Lautsprechern. (...) Die Streicher waren oftmals in hohen Lagen tätig oder nutzten den Steg mit ihren Bögen als Perkussionsinstrument. (Florian Oberhummer, Salzburger Nachrichten, Printausgabe, 31. Juli 2019)

Mit Zurücklehnen und Genießen ist da nichts. Und ja, der vortrefflich organisierte Lärm kann auf die Länge nerven, sogar foltern. Wendet man den Blick allerdings in Richtung Kirchenkuppel, wirkt das Orchester, diesfalls das auf diesem Terrain nicht schlagbare Klangforum Wien, wie eine Gruppe von Leuten, die einem Ritual nachgehen, befeuert von Oberpriester Sylvain Cambreling am Dirigentenpult. (Gottfried Franz Kasparek, Drehpunkt Kultur, 30. Juli 2019)


Pressestimmen zu „Zeit mit Dusapin II“

© Marco Borrelli


Emilio Pomàrico führte das Klangforum Wien so sensibel durch die sechs Sätze, dass ihre romantische Schönheit bei aller gerafften Struktur das gesamte Auditorium spürbar in ihren Bann zog.
(Erhard Petzel, Drehpunkt Kultur, 7. August 2019)

"Coda" für 13 Instrumente deutete das in allen Besetzungen fulminante Klangforum Wien mit dem impulsiven Emilio Pomàrico am Pult als wahrlich übersprudelndes Ensemblestück: lässig knatternd, mit tänzerischem Schwung und einem lustvoll kreischenden Schluss. (Walter Weidringer, Die Presse [€], 8. August 2019)


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