Happiness Machine — Rezensionen


Das Klangforum Wien kam dieses Jahr zum ECLAT Festival für Neue Musik mit der Uraufführung von „Happiness Machine“, eine live Performance in der Filmwerke und Kompositionen, MusikerInnen und MitarbeiterInnen in persönlichen Testimonials Raum für das Nachdenken schafften und die öffentliche Diskussion über eine (menschen)gerechtere Wirtschaftsordnung anregten. Die Österreichische Erstaufführung füllte im März den Großen Saal des Wiener Konzerthauses.

10 musikalische Kurzfilme – eigenwillig, spielerisch, politisch. Das Ziel ist klar: eine gerechtere Gesellschaft. Miteinander statt Gegeneinander. (SWR)

Mit dem Klangforum auf der Suche nach dem guten Leben: "Happiness Machine", ein gelungener bunter musikalischer Abend. (Die Presse)

© ORF.at


Pressestimmen vom ECLAT Festival


Die prominenteste Position (...) nahm das Projekt „Happiness Machine“ ein, mit dem das Klangforum Wien Christian Felbers Modell der Gemeinwohl-Ökonomie skizziert – eine Theorie, die, kurz zusammengefasst, der kapitalistischen Konkurrenz die Forderung nach Kooperation entgegenstellt. Außerdem porträtiert das Ensemble sich in „Happiness Machine“ selbst. Und, unglaublich: Beides gelingt. (...) Wundervoll spielerische Film-Musik-Kooperationen aus dem Spannungsfeld von Einzelwesen und Gemeinschaft sind hier zu bestaunen, die spürbar aus einem Miteinander der beteiligten Künstlerinnen heraus entstanden. (Susanne Benda, Stuttgarter Zeitung, 11. Februar 2019)

(...) die kurzen Selbstdarstellungen der Mitglieder über ihren Alltag und ihr Denken: skurril, witzig, philosophisch.(...) Film, Musik und Selbstreflexion ergänzen sich immer besser, der Abend groovt sich ein – zwischen Skepsis und Aufbruch, Realität und Utopie. Alles kreist um die Frage: Wie wollen wir leben? (Otto Paul Burkhardt, Südwest Presse, 12. Februar 2019)

Filmstill © Ana Nedeljković — The Happiness Machine


Die vergleichsweise kurzen Stücke von „Happiness Machine“ verhandeln die Themen Gemeinwohl und Gemeinschaft einmal konkret, wenn etwa in der Anonymität öder Großstädte die Menschen verschwinden; dann wieder abstrakt, wenn aus menschlichen Gesten ein organisches Netzwerk entsteht.
(Ines Stricker, Deutschlandfunk, 11. Februar 2019)

 

Zehn überaus abwechslungsreiche und ästhetisch sehr unterschiedliche Kurzfilme. (...) Mit (selbst-)kritischen und nachdenklichen Stellungnahmen traten Intendant, Musiker, Techniker und Marketing-Beauftragte zwischen den Kurzfilmen vors Publikum. (...) die große Authentizität machte es zu einem zentralen Ereignis im diesjährigen Eclat-Festival. (Elisabeth Schwind, Südkurier, 11. Februar 2019)

Filmstill © Andrea Schneider — Generator / Operator


(….) das Klangforum Wien bietet keine esoterischen Glücksformeln, sondern verhandelt die Realität. Wie leben wir und wie wollen wir leben?
(Sabine Willkop, Kunscht!, SWR, 7. Februar 2019)


Die Idee, Filmemacherinnen und Komponistinnen gemeinsam einzuladen, sorgt für zehn stimmige Werke (...) Gleichzeitig ist die Musik sehr zugänglich, was auch am Klangforum Wien (musikalische Leitung: Konstantia Gourzi) liegt, das hier auf hohem Niveau musiziert.
(Henrik Oerding, Süddeutsche Zeitung, 12. Februar 2019)

Filmstill © Elizabeth Hobbs — Die Flunder


Pressestimmen
zur Österreichischen Erstaufführung


In dem von Tricky Women, dem Klangforum Wien, Musik der Jahrhunderte und Amour Fou organisierten Projekt wird in zehn sehr unterschiedlichen Musikfilmen die visionäre Kraft beschworen, die aus einer Haltung der Kooperation und nicht Konkurrenz - zwischen Menschen entsteht.
(Günter Pscheider, Ray Filmmagazin, 03/19)


Fantastisch! Überhaupt kommt man kaum aus dem Staunen, welch neues Sehen die Künstlerinnen aus Kunst, Film und Digitalisierung eröffnen und wie die neuen Trickfilme mit der neuen Musik - fast alle Werke tragen die Jahreszahl 2019 - zum lukullischen ästhetischen Erlebnis werden. (...) Und Schauen, Hören, Spüren, Schmunzeln und Weiterdenken werden aufs Feinste angeregt. (Hedwig Kainberger, Salzburger Nachrichten, 6. März 2019)


Filmstill © Rebecca Blöcher — Lickalike


Es wurde ein opernhaft bunter Abend im naturgemäß kinodunklen Saal, das musikalisch-theatralisch durchdrungene Dokument eines sympathischen Strebens nach dem guten, richtigen, nicht egoistischen Leben in, mit und neben dem Klangforum. (...) Grandios jedenfalls die Statements, deren Schlagkraft Jacqueline Kornmüller als behutsame Regisseurin garantierte.
(Walter Weidringer, Die Presse, 6. März 2019)

...schon wildert die Neue-Musik-Formation noch weiter außerhalb ihres Reviers: So erklärte sie Christian Felbers „Gemeinwohlökonomie“ zum gesellschaftlich relevanten Konzept und als solches zum Zuständigkeitsbereich zeitgenössischer Musik. (Lena Dražić, Wiener Zeitung, 6. März 2019)


Filmstill © Susi Jirkuff — Vermessung der Distanz


Die stärkste Wirkung hatte der Beitrag „Vermessung der Distanz“, der sich der städtischen Peripherie und ihrer Einwohnerschaft widmete. Die ästhetischen Schwarz-Weiß-Welten von Susi Jirkuff und die stimmungsstarken Sounds von Joanna Bailie fesselten. (...) Als Herzstück des von Jacqueline Kornmüller inszenierten Abends stellten sich jedoch die persönlichen Erzählungen verschiedener Mitglieder des Klangforums heraus. Da wurde offen über die innerbetriebliche Orchesterökonomie geredet, Skepsis gegenüber der Menschheit im Allgemeinen geäußert oder einfach die Wirkungskraft der Stille gelobt.
(Stefan Ender, Der Standard, 5. März 2019)

Die von Jacqueline Kornmüller inszenierte „cineastische Performance aus Animationsfilmen, Kompositionen und Testimonials“ bewies eindrucksvoll, dass weltanschauliches Engagement und künstlerische Exzellenz Hand in Hand gehen können. (APA / Tiroler Tageszeitung, 5. März 2019)




Happiness Machine ist ein Projekt von Klangforum Wien, Musik der Jahrhunderte und Amour Fou Vienna in Kooperation mit Tricky Women.
Gefördert von Kulturabteilung der Stadt Wien und Bundeskanzleramt Österreich mit besonderer Förderung aus Mitteln der Kulturstiftung des Bundes, von Interfaces / Creative Europe Programme of the European Union.
Die Kompositionsaufträge an Iris ter Schiphorst, Malin Bång, Eva Reiter, Carola Bauckholt und Marianthi Papalexandri-Alexandri werden finanziert von der Ernst von Siemens Musikstiftung.

Die Videoprojektionen wurden mit der von Mark Coniglio programmierten Software Isadora realisiert.

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