© Marco Borggreve
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Bas Wiegers — Erster Gastdirigent ab 1. September 2018

Mit Beginn der Konzertsaison 2018/2019 übernimmt Bas Wiegers die Position des ersten Gastdirigenten des Klangforum Wien von Sylvain Cambreling.

In dieser Funktion wird Bas Wiegers zur musikalischen Leitung mehrerer unterschiedlicher Projekte pro Konzertsaison – wie Zykluskonzerte, szenische Produktionen, Aufnahmen oder Klangforum PLUS Aktivitäten – eingeladen. Darüber hinaus trägt der Erste Gastdirigent in Zusammenarbeit mit der Dramaturgie zur Programmierung der von ihm geleiteten Projekte, sowie an der Erarbeitung innovativer Entwürfe für die Zukunft des Ensembles bei.

Das Klangforum Wien arbeitete bereits in den letzten Jahren regelmäßig mit dem niederländischen Dirigenten zusammen. So dirigierte Bas Wiegers in der vergangenen Konzertsaision ein Zykluskonzert, brachte Hyena von Georg Friedrich Haas und dessen Frau Mollena Lee Williams-Haas im Rahmen von Wien Modern 2017 zur Uraufführung und erarbeitete mit dem Ensemble das Musiktheater-Projekt Third Space von Stefan Prins und Daniel Linehans Dance Company Hiatus, uraufgeführt bei der Münchener Biennale 2018.

Als erster Gastdirigent des Klangforum Wien folgt Bas Wiegers Sylvain Cambreling nach, welcher von 1997 bis 2018 diese Funktion innehatte. Sylvain Cambreling bleibt dem Ensemble weiterhin als Gastdirigent emeritus und Ehrenmitglied verbunden.


Biografie Bas Wiegers

Mit Esprit und undogmatischer Offenheit empfiehlt sich Bas Wiegers am Pult renommierter europäischer Orchester und Solistenensembles. Für seine detailgenaue Arbeit schöpft der Dirigent aus seiner langjährigen Erfahrung als Geiger und seiner fundierten Repertoirekenntnis vom Barock bis zur Musik von heute.

In seiner niederländischen Heimat arbeitete Bas Wiegers unter anderem mit dem Residentie Orkest, Nederlands Philharmonisch Orkest, Rotterdam Philharmonic und an der Seite von Peter Eötvös mit dem Royal Concertgebouw Orchestra. Darüber hinaus gastierte er beim WDR Sinfonieorchester, dem Estonian National Symphony Orchestra, dem Athens State Orchestra, der Britten Sinfonia, dem Ensemble Modern, der Musikfabrik Köln, den Neuen Vokalsolisten Stuttgart und auf Festivals wie Wien Modern, Holland Festival, November Music, Huddersfield Contemporary Music Festival, London Almeida Festival, Aldeburgh Music Festival und Acht Brücken in Köln.

Als Operndirigent leitete Bas Wiegers Mozarts Così fan tutte, Brittens Noahs Sintflut, Kyriakides’ An Ocean of Rain sowie Poulencs Les Mamelles de Tirésias und La Voix Humaine. 2017 hob er an der Oper Köln Helmut Oehrings KUNST MUSS (zu weit gehen) oder DER ENGEL SCHWIEG aus der Taufe.

Die Saison 2018/19 startet klassisch mit einem Gastspiel der Philharmonie Zuidnederland bei den Robeco Sommerkonzerten am Concertgebouw Amsterdam, bevor er die revidierte Fassung von Georg-Friedrich-Haas‘ erfolgreicher Oper Koma am Stadttheater Klagenfurt zur Uraufführung bringt. Des Weiteren kehrt er zum WDR Sinfonieorchester Köln, zum Estonian National Symphony Orchestra und zum Ensemble Modern zurück.

Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem Klangforum Wien, mit dem er im Juni 2018 ein neues Musiktheaterwerk von Stefan Prins bei der Münchner Biennale aus der Taufe hebt und im Laufe der Saison beim Holland Festival, im Bozar Brüssel und in Hamburg auf Kampnagel gastiert. Bas Wiegers ist zudem ein geschätzter Partner für Komponisten wie Louis Andriessen, George Benjamin, Georg Friedrich Haas, Oliver Knussen, Pierluigi Billone, Helmut Lachenmann und Rebecca Saunders.

Im Anschluss an seine musikalische Ausbildung in Amsterdam und Freiburg widmete sich Bas Wiegers zunächst seiner erfolgreichen Karriere als Geiger mit Schwerpunkt in der historischen Aufführungspraxis. 2009 wurde er mit dem Dirigentenstipendium der Kersjes Foundation ausgezeichnet. Es folgten Assistenzen von Mariss Jansons und Susanna Mälkki beim Royal Concertgebouw Orchestra, die ihn darin bestärkten, sich gänzlich auf das Dirigieren zu konzentrieren.
—Karsten Witt Musik Management, 2018

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