Releases

Since its inception/foundation, Klangforum Wien has released more than 60 CD albums, which can be ordered via the various labels. In addition, many recordings can also be digitally downloaded from iTunes; in the list they are marked accordingly.


Klangforum Wien/ Sylvain Cambreling

Peter Ablinger — Der Regen, das Glas, das Lachen/ Ohne Titel/ Quadraturen IV

01 Der Regen, das Glas, das Lachen (1992) 22:14
02 Ohne Titel (1992) 12:26 
03 Quadraturen IV (1995-98) 16:45


Wenn wir am Wasserfall stehen, nehmen wir unsere Gedanken wahr, aber nicht den Wasserfall selbst; Und wenn es uns gelingt, die Gedanken ruhen zu lassen, hören wir eine Melodie im Getöse. Ein jeder seine Eigene. (Peter Ablinger)


Klangforum Wien/ Donatienne Michel-Dansac/ Uli Fussenegger/ Emilio Pomàrico/ Sylvain Cambreling

Georges Aperghis — Contretemps/ SEESAW/ Parlando/ Teeter-totter

 

01 Contretemps for soprano and ensemble (2005/2006) 21:08
02 SEESAW for ensemble (2008) 11:29
03 Parlando for double bass solo (2007) 17:05
04 Teeter-totter for ensemble (2008) 13:55


Unter Musikliebhabern in Frankreich und der ganzen Welt ist Georges Aperghis vor allem als Mann des Musiktheaters bekannt. Seine „reine Instrumentalmusik“, ohne szenische Ingredienzien, tritt gegenüber den oft spektakulären Theaterarbeiten in der öffentlichen Wahrnehmung zurück, obwohl der in Paris lebende Komponist dieses Genre nicht vernachlässigte. Beständig hat er auch ariose Szenen für Stimme und Ensemble oder kammermusikalische Werke geschrieben. In den vergangenen Jahren ist dieser Zweig seines Schaffens erneut in den Blickpunkt getreten und diese CD vereint drei gewichtige Ensemble-Werke aus den vergangenen zehn Jahren. Ein hochvirtuoses Solostück für Kontrabass kreist um ein Motiv, von dem das Schaffen Aperghis’ schlechthin geprägt ist: von sprechender Musik.

In Contremtemps für Sopran und Ensemble sind Selbstgespräche von der Solistin zu vernehmen, von denen man nur ahnen kann, wovon sie handeln. Georges Aperghis komponiert nicht nur Musik als Sprache, er komponiert auch Sprache als Musik. Ausgehend von Worten oder Sätzen fragmentiert er diese. „Es sind Variationen über Themen, die ich nach und nach zerstöre, bis man sie nicht mehr wieder erkennt.“ Der reine Laut tritt an den Hörer heran und öffnet die Pforten zum Unbewussten der Sprache.

Zwischen dem Wippen, dem Hin-und-Her der Ensemblestücke SEESAW und Teeter-Totter, so kann man es deuten, liegt eine „Verschlimmerung“. Auffällig an SEESAW ist die Ensemblezusammensetzung in Paaren, die „Spiegelspiele“ innerhalb einer Klangfarbe, innerhalb einer Stimme erlauben. Wie ein Tinnitus reiben die hohen Töne der Violinen aneinander, die beiden Klaviere meißeln auf einem Ton herum, die übrigen Streicher murmeln Unverständliches vor sich hin, als hätten sie eine Socke im Mund, die Bläser sind ausfallend wie je.

Im Solo Stück Parlando sieht man verdeutlicht wie sehr Georges Aperghis die Extreme jedes einzelnen Instruments auszukosten vermag und mit den spezifischen Möglichkeiten seine Art des musikalischen Erzählens entwickelt: Einen Diskurs voll Wiederholungen, von Neuanfängen und Unterbrechungen, der auf der Stelle tritt – oder im minimal-intervallischen Abstand um eine „Stelle“ herumläuft – eine Sprache der polternden Unsicherheit, der nervösen Interaktion oder des Flehens. (Bis hin zum Winseln.) (Patrick Hahn)


Klangforum Wien/ Ensemble intercontemporain/ Kammerensemble Neue Musik Berlin

Mark Barden — Monoliths

Ensemble intercontemporain conducted by Cornelius Meister (01)
Mark Barden, Stefan Maier, Max Murray (02)
Klangforum Wien conducted by Andreas Eberle (03, 04)
Nicolas Hodges (05)
Kammerensemble Neue Musik Berlin (06-10)

01 a tearing of vision 10:55
02 Chamber 11:20
03 Alam [Pain] 11:35
04 flesh|veil  12:55
05 die Haut Anderer 11:41
06-10 Monoliths I-V

TT: 68:58


Musik an den Grenzen des Scheitern

Mark Bardens Werk inszeniert das Scheitern, das sich unmittelbar an oder jenseits der Grenzen dessen einstellt, was wir hören und physisch umsetzen können, und das als Scheitern selbst stets spürbar ist. Die Klänge seiner Musik sind abwechselnd dicht, körperlich spürbar, fieberhaft; und wie sie dem Interpreten in der Aufführung entgleiten, überträgt sich auf das Hörerlebnis. In solchen Momenten gespiegelter Verletzbarkeit mag sich beim Hörer für Augenblicke ein Empfinden einstellen, sich selbst zu verlieren. (Martin Iddon)


Klangforum Wien/ Stefan Litwin/ Sylvain Cambreling/ Peter Rundel/ Jürg Wyttenbach

Jean Barraqué — OEuvres complètes/ Concerto/ Le temps restitué … au delà du hasard/ Chant après chant/ Etude/ Séquence/ Sonate pour piano


Klangforum Wien/ Johannes Kalitzke

Pierluigi Billone — Mani.Long


Klangforum Wien/ Sylvain Cambreling

Philippe Boesmans — Yvonne, Princesse de Bourgogne

Sylvain CAMBRELING conductor
Klangforum Wien
„Les Jeunes Solistes” vocal ensemble
Rachid Safir Choir master
Mireille DELUNSCH The Queen
Paul GAY The King
Victor von Halem Chamberlain
Yann BEURON The Prince
Dörte Lyssewski Yvonne
Hannah Esther MINUTILLO Isabelle
Jason BRIDGES Cyrille
Jean-Luc BALLESTRA Cyprien
Guillaume ANTOINE Innocent
Marc COSSU-LEONIAN Valentin

Yvonne, ugly and apathetic, is criticized all day, everyday by her aunt that a such hopeless creature will never find a husband. Extraordinarily and inexplicably, one candidate appears and is none other that the son of the King and Queen, Prince Philippe. The union creates great consternation in the royal household but fortunately a solution to the problem is found when the Royal Court assassinates her with a fish. Yvonne is the final chapter of a quartet of contemporary operas, the fruit of the long term collaboration between Belgian composer Philippe Boesmans and Swiss dramaturg and director Luc Bondy. Having based the preceding chapters on the theatre of Shakespeare for Wintermärchen, Schnitzler for Reigen and Strindberg for Julie, this final chapter leans on the brilliant anti-conformist theatre of Gombrowicz, whose work- perhaps better than any other- marries with the vital and varigated nature of Boesmans? inspiration.


Klangforum Wien/ Sylvain Cambreling/ WDR Sinfonieorchester Köln/ Peter Rundel/ Zebra Trio

Friedrich Cerha — Bruchstück, geträumt/ Neun Bagatellen/ Instants

01 Bruchstück, geträumt for ensemble 18:41
02-10 Neun Bagatellen 14:16
02 adirato, marcato 0:42
03 Malinconia I 2:34
04 senza titolo 0:58
05 senza titolo 1:11
06 capriccioso 1:02
07 Malinconia II 3:01
08 molto leggiero 1:18
09 molto calmo 1:55
10 con ostinatezza 1:35
11-12 Instants for orchestra 33:50
11 Teil I 15:32
12 Teil II 18:18


"Bruchstück, geträumt" mit dem Klangforum Wien unter der Leitung von Sylvain Cambreling war einer der Höhepunkte beim 25jährigen Jubiläum des Ensembles.

Cerhas "Bagatellen" für Streichtrio gehören zu einem schwierigen Repertoire, dem allenfalls Beethoven, op.45 von Schönberg oder Ikhoor, 1978, von Iannis Xenakis auf Augenhöhe begegnen.


Sein Orchesterwerk "Instants", 2010 in Köln uraufgeführt und vom WDR beauftragt, zählt heute schon zu den kraftvollsten orchestralen Emanationen im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts. 
(Peter Oswald)


Streichquartett des Klangforum Wien

Roland Dahinden — flying white

String Quartet No. 2 „mind rock” (2000) (14:06)
for Richard Long

String Quartet No. 4 „flying white” (2003) (12:02)
for Brice Marden
BINAURAL RECORDING

String Quartet No. 5 „poids de l'ombre” (2004) (24:56)
for Stéphane Brunner

String Quartet No. 3 „mond see” (2001) (14:23)
for Inge Dick
BINAURAL RECORDING

Klangforum Wien String Quartet
Annette Bik and Sophie Schaffleitner, violins
Dimitrios Polisoidis, viola
Andreas Lindenbaum, violoncello


For his third CD on Mode, composer, trombonist, improvisor Roland Dahinden explores the string quartet medium. Each work is dedicated to and influenced by a major visual artist.

Dahinden's four works refer to images by artists, but at the same time avoids illustrating it in a literal way.

The sounds move through space thanks to a dynamic binaural system recording. Listening with stereo loud speakers, you find yourself towards the periphery of the space, listening with head phones, you are in the centre of the space.

Dahinden was born in Switzerland in 1962.He studied trombone and composition at Musikhochschule Graz (Erich Kleinschuster, Georg F. Haas), Scuola di Musica di Fiesole Florenz (Vinko Globokar), Wesleyan University Connecticut (Anthony Braxton, Alvin Lucier, M.A.) and Birmingham University of England (Vic Hoyland, PhD). As an interpreter and improvisor he performs extensively throughout Europe, America and Asia. He has recorded for MODE and for Black Saint, Braxton House, HAT HUT, Klangschnitte, Lovely Music, and World Edition. He has premiered works written for him by Ablinger, de Alvear, Braxton, John Cage, Lang, Lucier, Newman, Oliveros, and Wolff.

Performed by the string quartet of the outstanding ensemble Klangforum Wein.


Klangforum Wien/ Arditti Quartet/ Enno Poppe

Bernd Richard Deutsch — Mad Dog/ 2. Streichquartett/ Dr. Futurity

01-03 Mad Dog (2011) 25:41 
04-06 2. Streichquartett (2012) 16:06
07-09 Dr. Futurity (2012-2013) 23:47

Bernd Richard Deutsch über seine Stücke

Mad Dog
"La nature ne laisse à notre disposition, pour établir des distinctions entre les espèces, que des particularités minutieuses, et en quelque sorte puériles." (Die Natur stellt uns zur Bestimmung der Unterschiede zwischen den Arten nur minutiöse und gewissermaßen alberne Einzelheiten zu Verfügung.) – Jean-Baptiste Lamarck, 1817

Ein Stück Musik, wie aus dem Leben gegriffen... Ich stelle mir vor, die 3 Sätze umfassten einen 24-Stunden-Zyklus, beginnend mit der Mittagszeit und dem Nachmittag (er drängt, zerrt, läuft, springt, schnüffelt, hechelt, bellt, jault, knurrt, kläfft, trinkt) über den Abend und die Nacht (die Zeit der [Alp]träume und des scheinbar Irrationalen, aber auch der Stille) bis zum Morgen bzw. dem Vormittag (Zorn, Konflikt, doch nur vorübergehend, eine fixe Idee [Chaconne] – Ende = Anfang?). 

Ein zoomorphisches Spiel: Der Mensch vermenschlicht den Hund gern. Oder ist es doch vielmehr der Hund, der den Menschen verhundlicht? mehr


Klangforum Wien/ Peter Eötvös

Peter Eötvös — Chinese Opera/ Shadows/ Steine

 

01 Chinese Opera 26:20
Erste Szene in E und Gis 11:02
Zweite Szene in F und G 8:26
Dritte Szene in Fis und C 6:47
02 Shadows 14:18
1.Satz 2:47
2.Satz 3:28
3.Satz 7:50


Der ungarische Dirigent und Komponist Peter Eötvös hat mit seiner "Chinese Opera" eines der faszinierendsten Werke der 80er Jahre geschrieben. Das Doppelkonzert "Shadows" führt des Komponisten Idee der "Schattenspiele" fort: Klänge bewegen sich wie Objekte im Raum, werfen verschiedene Schatten in anderen, leise nachklingenden Klangfarben.


UMZE Chamber Ensemble/ Klangforum Wien/ Peter Eötvös

Peter Eötvös — Intervalles-Intérieurs/ Windsequenzen

01 Intervalles-Intérieurs 30:05
02 Windsequenzen - Windless 1 2:52
03 Windsequenzen - Three sequences of the mountain wind 5:16
04 Windsequenzen - Seven sequences of the whirlwind 2:34
05 Windsequenzen - Sequence of the morning breeze 4:38
06 Windsequenzen - Four sequences of the sea wind - North wind 1:51
07 Windsequenzen - Four sequences of the sea wind - South wind 1:42
08 Windsequenzen - Four sequences of the sea wind - East-west wind 3:07
09 Windsequenzen - Windless 2 5:38


Dror Feiler/ Thommy Björk/ Sören Runolf/ Klangforum Wien/ Sylvain Cambreling

Dror Feiler — Point Blank

01 Point Blank 21:33
02 Sham Mayim 15:25
03 Music For Dead Europeans 29:22
04 Ki 5:06


Klangforum Wien/ Sylvain Cambreling

Morton Feldman — For Samuel Beckett

01 For Samuel Beckett für 23 Spieler (1987) 54:38


For Samuel Beckett ist Morton Feldmans letzte Komposition, im Jahre 1987 innerhalb eines längeren Zeitraums geschrieben. Sie hätte auch "For Franz Schubert" lauten können. Weil ein Komponist noch einmal mit den letzten Lebenskräften hingebungsvoll sich seiner eigenen Mittel bedient und das Ergebnis einem bewunderten Menschen zuneigt, bleibt das Werk im Sinne einer Mutmaßung über den Namensträger der Komposition eine Nebensache.


Klangforum Wien/ ORF Radio-Symphonieorchester Wien/ Anna Maria Pammer/ Sylvain Cambreling/ Beat Furrer/ Johannes Kalitzke

Reinhard Fuchs — Mania

01 mania (2014) 15:21
02 blue poles (2003) 23:01 
03 Wo Angst auf Umhülle prallt (2001) 18:51
04 Descrittivi di stati d'animo di Didone (2014) 11:40

TT 68:53


Diese Aufnahme enthält vier bedeutende Stücke des jungen Komponisten Reinhard Fuchs. In ihrer Ästhtetik, beeinflusst von Guiseppe Ungaretti, David Lynch und Jackson Pollock und der strukturellen Idee des Palimpset, haben alle Stücke ihren eigenen Charakter und stehen dennoch mit den anderen in Zusammenhang. Das Klangforum Wien spielt den Opener mania (inspiriert von Dynch's Blue Velvet) mit eindringlicher Intensität.


Klangforum Wien/ Beat Furrer

Beat Furrer — Die Blinden


Isabelle Menke/ Eva Furrer/ Bernhard Zachhuber/ Manfred Spitaler/ Klangforum Wien/ Neue Vocalsolisten Stuttgart/ Beat Furrer

Beat Furrer — FAMA

01 Szene I (8 Vokalstimmen, Erzählerin Und Ensemble) 7:33
02 Szene II (Ensemble) 5:27
03 Szene III (Erzählerin Und Ensemble) 13:16
04 Szene IV (8 Vokalstimmen Und Ensemble) 5:19
05 Szene V (Erzählerin Und Ensemble) 14:08
06 Szene VI (Erzählerin Und Kontrabassflöte) 9:44
07 Szene VII (Vokal- Und Instrumental-Mobiles) 5:15
08 Szene VIII (Ensemble Und Erzählerin/WH Von Sz. II) 5:51


„... ein jeder Laut dringt hin zum Hohl seiner Ohren“: Wenn man den Kontext ausblendet, in dem diese Formulierung in Ovids grandioser Schilderung des Hauses der Fama zu Beginn des 12. Buchs seiner Metamorphosen steht, kann man sich unschwer einen Menschen vorstellen, der eine so selbstverständliche Erfahrung macht, daß sie zunächst kaum der Rede wert zu sein scheint. Doch jeder, der durch die zum „Hohl seiner Ohren“ dringenden Laute hörend die Welt begreift – sei es in der geräuschvollen urbanen Umwelt oder in meist nur angeblich ruhiger ländlicher Umgebung –, macht dabei auch solche Erfahrungen, die wir gewöhnlich zum größten Teil ausblenden. Bei jeder Wahrnehmung selektieren wir, ordnen ein, klassifizieren, oder wir hören uns beim klassischen Konzertbesuch Unschärfen zurecht und überhören dabei jene feinen Zwischentöne, aus denen sich in den vergangenen Jahrzehnten ein faszinierender Kosmos neuer Klänge entwickelt hat. Liest man währenddessen Ovid etwas genauer, fällt eine wundersame Eigenschaft des beschriebenen Orts ins Auge: Er unterscheidet nicht, woher etwas tönt, fragt nicht, was es sei, nimmt alles, was zu ihm dringt, auf und läßt es – zu leiser Resonanz verwandelt – in sich weiterklingen. Was Fama, die Göttin des Gerüchts, dann mit dieser Informationsfülle anstellt, steht freilich auf einem anderen Blatt, und wir werden noch darauf zurückkommen müssen. Das offene Ohr, das vorurteilsfrei registriert, was auf es zukommt, sollte aber jedeR HörerIn nicht nur von Musik hin und wieder bewußt aktivieren. Und noch etwas anderes ist in Ovids Bild enthalten: Die Beschreibung von Famas Haus als Klang-Raum erinnert zum einen ausdrücklich daran, daß ohne einen Raum Klang undenkbar wäre. Zum anderen hält es sowohl die Distanz des Erklingenden zum Ort der Wahrnehmung als auch die Überbrückung dieser Distanz durch die Weite des Raums hindurch fest. Darüber hinaus läßt jene Schilderung etwas anklingen, was das Hörbare von anderen Sinneswahrnehmungen grundsätzlich unterscheidet: Durch den Raum getragene Klänge können sich im Gegensatz zum Sichtbaren frei entfalten, Hindernisse mühelos überwinden und sich miteinander vermischen, ohne ihre charakteristischen Eigenschaften zu verlieren. Es war Ovids unerhörte Vorstellung eines Orts, an dem alle Geschehnisse und Klänge der Welt zusammenkommen und Resonanz finden, die Beat Furrer schon immer fasziniert hat. (Daniel Ender)


Johannes Chum, Sprecher 1/ Hannes Hellmann, Sprecher 2/ Monika Bair-Ivenz, Mezzosopran/ Solisten des Südfunk-Chors Stuttgart/ Klangforum Wien/ Dirigent: Beat Furrer

Beat Furrer — Narcissus

Oper in 6 Szenen nach Ovids „Metamorphosen“


Klangforum Wien/ Dirigent: Beat Furrer

Beat Furrer — Narcissus-Fragment/ Time out/ A un moment de terre perdu/ Streichquartett #1

01 NARCISSUS-FRAGMENT [17:53]
02 TIME OUT, [14:17]
03 A UN MOMENT DE TERRE PERDU [15:22]
04 STREICHQUARTETT #1 [23:11]
04.1 WEIT ENTFERNT, RUHIG
04.2 ETWAS UNRUHIG, SICH NAEHERND
04.3 MIT HOECHSTER INTENSITAET
04.4 FLIESSEND
04.5 ENTFERNT
04.6 GESPANNT


Marino Formenti/ Florian Müller/ Elizabeth Laurence/ Gunter Schneider/ Lukas Schiske/ Eva Furrer/ Klangforum Wien/ Dirigenten: Peter Eötvös, Sylvain Cambreling

Beat Furrer — Nuun/ Presto con fuoco/ still/ Poemas

01 Nuun für Klavier und Ensemble (1995/96) 16:49
02 Presto con fuoco für Piano und Flöte (1997) 7:19
03 still für Ensemble (1998) 11:49
04 Poemas für Mezzosopran, Gitarre, Klavier und Marimba (1984) 29:02


Als "Blick über eine in Bewegung befindliche Materie ‚Klang'" versteht der österreichische Komponist mit schweizer Herkunft seine Kunst: Beat Furrer entwickelt nicht Klänge, sondern er beobachtet sie, seine Musik entfaltet sich nicht dynamisch in der Zeit, sondern versucht sie aufzuheben: "Kein Anfang", schreibt Furrer, "alles von Anfang an anwesend"." So filtert "nuun" aus einer zu Anfang fast undurchdringbar dichten Klangfläche einzelne Schichten heraus, so wie man in einem monochromen Gemälde bei näherem Hinsehen plötzlich Strukturen zu entdecken vermag. Und die Klangdramaturgie von "still" vergleicht Furrer mit einer elektrischen Kreissäge, die, in Gang gesetzt, höchste Kraft und Energie fast unhörbar entfaltet - bis sie auf einen Widerstand trifft.


Klangforum Wien/ Dominique My/ Johannes Kalitzke/ RSO-Wien/ Arturo Tamayo

Clemens Gadenstätter — Schnitt/ Versprachlichung

01 „schniTt”
Klangforum Wien
Dirigentin: Dominique My

02
„Versprachlichung”
Klangforum Wien
Dirigent: Johannes Kalitzke

03
Musik für Orchesterensembles
RSO Wien
Dirigent: Arturo Tamayo


Florian Müller/ Klangforum Wien/ Dirigent: Mark Foster

Clemens Gadenstätter — Comic sense

Staffel I Comic sense
Grand Scherzo Concertant

01 Scherzo 15:19
02 Trio 4:52
03 Da Capo 6:24
04 Überleitung 0:20

Staffel II Comic sense
Entracte en miniature

05 Scherzi und Trios 14:27
06 Da Capo 5:32
07 Überleitung 0:33

Staffel III Comic sense
Dance mimétique

08 Scherzi und Trios 7:14
09 Da Capo I 2:21
10 Da Capo II 2:09


Heiteres oder Humorvolles erscheint heute gleichermaßen modisch wie verdächtig. Durch die Dauerberieselungen im Fernsehen und anderswo gerät einem leicht der Glaube abhanden, dass aus dieser Richtung Substantielles zu erwarten ist, auch im Bereich der Musik, wo dies zumindest zu Mozarts oder Haydns Zeiten offenbar noch der Fall war. Ob die Kunst, die nach Adornos doppeldeutiger Feststellung sogar an der Finsternis teilhaben kann, auch auf die Comedy-Mode reagieren soll? COMIC SENSE von Clemens Gadenstätter ist eine ebenso schlüssige wie originelle Antwort auf diese oder ähnliche Fragen. Das 2002/03 entstandene Werk bietet den seltenen Fall einer Musik von heute, die heiter, spielerisch, frisch und phasenweise sogar freundlich ist, ohne sich banal anzubiedern, ohne in harmlose Geläufigkeit oder gar in stereotypen Witz zu verfallen. Sie macht neugierig, wirkt überraschend, mitunter staunenerregend. Und sie entfaltet eine Sogwirkung, die nicht bloß auf erprobte Affekte setzt, sondern eine höchst vitale Art der permanenten Suche repräsentiert.


Streichtrio des Klangforum Wien/ Ensemble Neue Musik Wien/ Dirigent: Clemens Gadenstätter

Clemens Gadenstätter — Streichtrio II (Friktion)

01 Variationen und alte Themen (1996), Quartett for trombone, guitar, cello and double bass [33:17]
02 Streichtrio II (Friktion) (1995/97) [22:15]

Streichtrio des Klangforum Wien (01)
Ensemble Neue Musik Wien/ Clemens Gadenstätter (02)


Krassimir Sterev/ Hsin-Huei Huang/Klangforum Wien/ Sylvain Cambreling/ Emilio Pomárico/ Johannes Kalitzke

Bernhard Gander — Bunny Games/ Fluc‘n‘Flex/ Ö/ Peter Parker/ Fête.Gare

01 Bunny Games (2006) for ensemble 23:04
02 fluc ‘n‘ flex (2007) for accordion 10:54
03 ö (2005) for quintet 8:24
04 Peter Parker (2004) for piano 10:09
05 fête.gare for ensemble (2002) 10:44


es ist heiss, acht uhr abends, ich bin müde und durstig. für heute habe ich genug gearbeitet. ich studiere das fernsehprogramm und das dj-line-up der nachtszene und entscheide mich den abend in einer bar ausklingen zu lassen. ich werf mich in schale, verlasse meine wohnung und geh in richtung der lokalmeile. schon von weitem höre ich die tiefen bässe von techno-musik. meine schritte werden schneller, ich erreich das lokal und öffne die tür. dicke rauchschwaden knallen mir ins gesicht. es ist düster, die grellen lichter flackern im rhythmus der musik. ich hol mir ein bier und lass mich von den starken beats der musik betäuben und auf das parkett ziehen. einige stunden und drinks später verlasse ich beschwingt den ort. noch aus weiter entfernung höre ich die musik weiterpulsieren und... (aus fluc`n`flex)


Erin Gee/ ORF Vienna Radio Symphony Orchestra/ PHACE/ Klangforum Wien/ Johannes Kalitzke/ Simeon Pironkoff/ Martyn Brabbins

Erin Gee — Mouthpieces

01 Mouthpiece IX part I 06:56
02 Mouthpiece IX part II 09:43
03 Mouthpiece: Segment of the 3rd Letter 08:06
04 Mouthpiece VII 05:44
05 Mouthpiece X 16:59
06 Mouthpiece I 02:08


In dieser Welt tun sich Welten auf

Locker und scheinbar ohne Anstrengung lässt die amerikanische Komponistin ihren ganzen Vokal-Trakt musizieren. Wie sie zusätzlich noch andere Instrumente in ihre detailreiche Klangwelt integriert, ist hörenswert und ein spezielles Talent. Die musizierenden Elemente umkreisen einander, imitieren sich, lösen sich ab. Das intime und vertraute Geräusch-Potential des Mundraumes wird facettenreich und virtuos inszeniert. Dabei hebt die elektrische Verstärkung durch ein Mikrofon die filigranen Klänge in den Dynamikbereich ihrer musikalischen Partner. Wir erleben eine äußerst lebendige und zeitgemäße Kombination von Körperklängen und Instrumenten. Erin Gee schafft es mit diesen Zutaten, emotional tiefgehende Musik zu machen. Ihre Geräuschwelt ist verspielt und bleibt dabei exakt. Die Mouthpieces verschieben Relationen und setzen Grenzen neu: klein/groß, nah/ fern, drinnen/draußen ... – sie reizen unsere Vorstellungskraft. Das kann gute Musik.


Catherine Dubosc/ Klangforum Wien/ Sylvain Cambreling

Gérard Grisey — Quatre chants pour franchir le seuil

 

01 Prélude I. La mort de l'ange 12:40
02 Interlude II. La mort de la civilisation 7:05
03 Interlude III. La mort de la voix 4:38
04 Faux Interlude IV. La mort de l'humanité 12:50
05 Berceuse 4:19


... Wie wenige andere Komponisten war Gérard Grisey ein Meister der Arbeit in diesen verschiedenen ”Höhenlagen”, einer, der virtuos zwischen Mikro- und Makrozeit hin- und herzoomte, oder, in Griseys schönem Bild, zwischen der Zeit der Menschen, der gedehnten Zeit der Wale und der extrem komprimierten Zeit der Insekten. Und jene Ver-fügung über Zeit, über die Hör-Perspektive gibt - Grisey wusste es wohl - der Musik eine Macht, die ebenso an Metaphysisches rührt wie die Texte der ”Quatre chants” dies tun. „Mit Zeit befruchten, ist die Musik mit jener Gewalt des Heiligen ausgestattet, von der Georges Bataille spricht, stumme und sprachlose Gewalten, welche der Klang und sein Werden - viellecht und nur für einen Augenblick - beschwören und austreiben können.” (Peter Niklas Wilson)


Georg Schulz/ Dimitrios Polisoidis/ Gunde Jäch-Micko/ Annette Bik/ Dimitrios Polisoidis/ Andreas Lindenbaum/ Klangforum Wien/ Sylvain Cambreling

Georg Friedrich Haas — ... Einklang freier Wesen …/ „…” (für Akkordeon, Bratsche und Kammerorchester)/ Nacht-Schatten/ 1. Streichquartett

01 Einklang freier Wesen für 10 Instrumente
02 „...” für Akkordeon, Bratsche und Kammerorchester
03 Nacht-Schatten
04 1. Streichquartett


Dimitrios Polisoidis/ Georg Schulz/ Lukas Schiske/ Sylvain Cambreling

Georg Friedrich Haas — Wer, wenn ich schriee, hörte mich .../ ... Einklang freier Wesen …/ Nacht- Schatten/ ”…“ (für Akkordeon, Bratsche und Kammerorchester)

01 Wer, wenn ich schriee, hörte mich . . . (1999) for percussion and ensemble 24:29
02 „. . . Einklang freier Wesen . . .” (1994/1996) for 10 instruments 13:40
03 Nacht-Schatten (1988) for ensemble 14:21
04 „. . . ” (1994) double concerto for accordion, viola and chamber ensemble 14:03


Mit filigranen Klangstrukturen leuchtet Haas' Musik in die dunklen Zonen einer Gesellschaft, die das Andere, Fremde zunehmend ausgrenzt, um aus solcher Kritik zugleich auch ein Gegenbild zu entwerfen, das etwa in „... Einklang freier Wesen ...” direkt Bezug nimmt auf die Utopie Hölderlins.... (Reinhard Kager)


Klangforum Wien/ Sylvain Cambreling

Georg Friedrich Haas — in vain

01 in vain (2000) for 24 instruments 63:13


Wenn wenige Minuten nach Beginn von in vain das Licht allmählich verschwindet, kommen die raschen, ineinander verwobenen Abwärtslinien des Anfangs zum Erliegen; es bleiben leise, liegende Töne übrig, die einander in Vierteltonschritten ausweichen. Wie schon im Violinkonzert, stehen zwei harmonische Ausgangsmaterialien einander gegenüber: einerseits Ausschnitte reiner Obertonreihen, andererseits aus Tritonusintervallen, Quarten und Quinten gebildete Akkorde in der temperierten Klavierstimmung. Der Unterschied zwischen diesen beiden Tonsystemen verschwimmt nach dem Ende der zweiten Dunkelphase mit der erneuten Beschleunigung des Tempos in der zunehmenden Dichte des Klangs. Die hörende Erfahrung des Gesamtklangs ist für Haas entscheidend: „Ich vertraue Klanganalysen ebenso wenig, wie ich Reihentabellen vertraue”, sagt er mit Blick auf die detaillierten Computeranalysen realer Klänge. Eine Vorliebe für Zahlen hat Georg Friedrich Haas durchaus; die implizite Zahlensymbolik reicht bei in vain bis in die Beziehung der Besetzungsgröße (24 Instrumente im Dunkeln, plus Dirigent im Hellen) zum mikrotonalen Intervall 24:25 hinein. (Bernhard Günther)


Klangforum Wien/ Vera Fischer

Roman Haubenstock-Ramati

01 String Trio No. 1 (“Ricercari”) (1948/1978) 04:52
02 Konstellationen (1971) (selection) version for ensemble 10:55
03 Multiple 4 (1965) version for oboe and horn 08:15
04 Konstellationen (1971) (selection) version for ensemble 04:39
05 Pluriel (1991) for string quartet 10:12
06 Morendo – double/echo (1991/2002) for tape and bassflute 09:50
07 Konstellationen (1971) 17:09

TT 65:54


Was bei der ersten Begegnung mit Roman Haubenstock-Ramatis Musik auffällt, ist ihre besondere Klanglichkeit, von Karlheinz Essl in einem Nachruf auf den Komponisten prägnant als „extrem gefährdete, zerbrechliche Klangwelt“ (Karlheinz Essl, In memoriam Roman Haubenstock-Ramati, 1994) charakterisiert. In der Tat gehört die Aufmerksamkeit, mit der sich Haubenstock-Ramati dem Klang und seiner Gestaltung zugewandt hat, zu den grundlegenden Aspekten seiner Arbeit und verrät in ihrer Konsequenz einen untrüglichen „Sinn für formstiftende Funktionen der Klänge“ (Knessl,Töne des Abschieds, in MusikTexte, 1994). Dahinter verbirgt sich die weitreichende Auseinandersetzung mit einer grundlegenden Problematik: dass sich nämlich die Formbildung seit Preisgabe der Tonalität und dem damit einhergehenden Verzicht auf melodische Organisationsprinzipien alternative Strategien zu Nutze machen muss, um den strukturellen Zusammenhalt des Komponierten zu gewährleisten. Von dieser Warte aus zählt Haubenstock-Ramatis Schaffen mit seiner engen Verknüpfung von klanglicher Erscheinungsweise und Schriftbild zu den substanziellsten Leistungen aus der Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts. (Stefan Drees)

Mit besonderem Dank an das Adam Mickiewicz Institute für seine Unterstützung.


Ernesto Molinari/ Klangforum Wien/ Neue Vocalsolisten Stuttgart/ Emilio Pomárico

Michael Jarrell — Music for a While

01 Music for a while (1995)
02 Formes-Fragments IIb (1999)
03 ...car le pensé et l'être sont une même chose (2002)
04 Essaim-Cribles (1986-88)


Klangforum Wien/ Johannes Kalitzke

Johannes Kalitzke — Die Besessenen

Johannes Kalitzke (*1959)
Die Besessenen
Oper in vier Akten (2008–2009)
Libretto von Christoph Klimke nach dem gleichnamigen Roman von Witold Gombrowicz
Work commissioned and produced by Theater an der Wien
Live recording of the world premiere, 19 February 2010

01 First Act 22:47
02 Second Act 17:20
03 Third Act 21:02
04 Fourth Act 14:01
total time: 75:11

Maya (soprano) Hendrickje van Kerckhove
Madame Ocholowska (mezzo-soprano) Noa Frenkel
Cholawicki (baritone) Leigh Melrose
Leszczuk (tenor) Benjamin Hulett
Prince Holszanski (male alto) Jochen Kowalski
Skolinski (bass) Manfred Hemm
Maliniak (baritone) Rupert Bergmann
Stage director Kasper Holten
Set design Steffen Aarfing
Costume design Marie í Dali
Lighting design Jesper Kongshaug

Klangforum Wien
Vera Fischer / Wolfgang Zuser, flutes
Markus Deuter, oboe
Bernhard Zachhuber / Olivier Vivarès, clarinets
Lorelei Dowling, bassoon
Gerald Preinfalk / Lars Mlekusch, saxophone
Christoph Walder, horn
Anders Nyqvist, trumpet
Andreas Eberle, trombone
József Bazsinka jun., tuba
Annette Bik / Gunde Jäch-Micko / Sophie Schafleitner / Fani Vovoni, violin
Dimitrios Polisoidis / Andrew Jezek, viola
Benedikt Leitner / Andreas Lindenbaum / Nikolay Gimaletdinov, violoncello
Dario Calderone / Maximilian Ölz, double bass
Christopher Brandt, electric guitar
Virginie Tarrête, harp
Krassimir Sterev, accordion
Lukas Schiske / Björn Wilker, percussion
Florian Müller, piano
Alfonso Alberti, keyboards
Peter Böhm & Florian Bogner, sound design
Johannes Kalitzke, conductor


Klanforum Wien/ Friedrich Cerha/ Beat Furrer/ Hans Zender

Klangforum Wien — Live at Konzerthaus Wien

DISC A — TOTAL TIME [58:28]

01I PRESAGI, GIACINTO SCELSI, [13:19]
02 FÛRIN NO KYO, HANS ZENDER, [17:59]
.......JULIE MOFFAT / SOPRANO AND DONNA WAGNER MOLINARI / CLARINET
03 CRWTH, WOLFRAM SCHURIG, [7:00]
.......DIMITRIOS POLISOIDIS/VIOLA
04 GRODEK, ANDREAS LINDENBAUM, [9:03]
.......JULIE MOFFAT/MEZZOSOPRANO, CONDUCTED BY ANDREAS LINDENBAUM
05 AFTER THE RAIN, DONNA WAGNER MOLINARI, [1:36]
.......JULIE MOFFAT / SOPRANO
06 STEREODESASTER, ULI FUSSENEGGER, MICHAEL GROSS, [9:28]
.......PETER BOEHM/LIVE ELECTRONICS AND SERENE


DISC B - TOTAL TIME [64:44]

01'…ZWEI GEFUEHLE...',MUSIK FÜR LEONARDO, HELMUT LACHENMANN [22:08]
.......BENEDIKT LEITNER AND ROBERT SEDLAK / SPEAKERS
02 LIED DER WALDTAUBE, ARNOLD SCHOENBERG [13:55]
.......FOR CHAMBER ORCHESTRA, BARBARA HOELZL / MEZZOSOPRANO
03 ENSEMBLE, BEAT FURRER [13:20]
04 IMAKOSOWA – BRICH AUF!, MAYAKO KUBO [15:17]
.......MICHIKO HIRAYAMA / SOPRANO,


INTERPRETER /
CONDUCTOR
KLANGFORUM WIEN /
FRIEDRICH CERHA (B2) :
BEAT FURRER (B3, B4) :
HANS ZENDER (A1, A2, B1)


Ursula Fiedler/ Tony Coe/ Franz Koglmann/ Uli Fussenegger/ Peter Herbert/ Klangforum Wien/ Emilio Pomárico

Franz Koglmann — Don‘t play, just be

Don't Play, Just Be
01 Nuit Blanche 6:07
02 Don't, Play Just Be 6:07
03 Rivette 6:39
04 Blue Look 2:17
05 Späte Liebe 3:56
06 Stilleben 4:22
07 Mutter 4:11
08 Radio Banal 4:35
09 Entre Chien Et Loup 8:03

Art Direction, Flugelhorn, Liner Notes – Franz Koglmann
Bass – Peter Herbert, Uli Fussenegger
Bass Clarinet – Donna Wagner Molinari
Bassoon – Lorelei Dowling
Cello – Andreas Lindenbaum
Clarinet – Donna Wagner Molinari, Heinz-Peter Linshalm, Judith Lehner, Tony Coe
Conductor – Emilio Pomárico
Cover – Gerald Domenig
Drums, Percussion – Lukas Schiske
Engineer – Reinhard Buchta
Ensemble – Klangforum Wien
French Horn – Christoph Walder
Guitar – James Emery
Liner Notes [Translation] – Susanne Watzek
Oboe – Markus Deuter
Piano – Florian Müller
Tenor Saxophone – Tony Coe
Trombone – Andreas Eberle
Trumpet – Sasa Dravgovic*
Violin – Andrew Jezek, Annette Bik, Sophie Schafleitner

Recorded on 22.-23. September 2001 at ORF Radio Studios, Vienna, Austria


Klangforum Wien/ Emilio Pomáric

Gerd Kühr — Revue instrumentale et èlectronique

RE-RELEASE 2012

GERD KUEHR — Revue instrumentale et électronique

IEM-Graz
Klangforum Wien / Emilio Pomárico

Includes booklet with text by Wolfgang Hofer
0012622KAI - 2007/2012 - SACD


tracklisting:

Revue instrumentale et électronique
01 I Intro 2:59
02 II Trans 6:26
03 III Cuts 5:18
04 IV Inter 4:32
05 V Time Out 1:50
06 VI Finale (Virtual Dance) 10:39

TT: 31:46

Every phrase begins anew and seethes otherwise and otherwise. Meanwhile something irritates and right beside it something buckles back to the beginning. And always along the musical pathways, which here branch out in secret, is surrealism present, in which journeys through hollow running time open to the future. Since the naive consciousness remains suspended in myth, while the sentimental turns toward the modern. To this extent this music is also a Revue sentimentale.
(Wolfgang Hofer)

Jeder Satz setzt neu ein und kocht anders und anderes. Zwischendurch irritiert etwas und gleich nebenan biegt sich etwas von neuem um. Und immer ist in den musikalischen Straßen, die sich hier insgeheim verzweigen, ein Sur-Realismus zugegen, worin sich Reisen durch hohlgehende Zeiten zur Zukunft eröffnen. Denn das naive Bewusstsein bleibt schwebend im Mythos, während das Sentimentalische sich zur Moderne hin wendet. Insofern ist diese Musik auch eine Revue sentimentale. (Wolfgang Hofer)


SWR-Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg/ Südfunk-Chor Stuttgart/ Klangforum Wien/ Hans Zender/ Rupert Huber/ Peter Rundel

Hanspeter Kyburz — Malstrom/ The Voynich Cipher Manuscript/ Parts

HANS-PETER KYBURZ — Malmstrom

Anna Maria Pammer soprano / Monika Bair-Ivenz alto
Wolfgang Isenhardt tenor / Ernst-Wolfgang Lauer bass
Klangforum Wien / SWR Vokalensemble Stuttgart
Rupert Huber / Peter Rundel

Includes booklet with texts by Hans-Peter Jahn and Hanspeter Kyburz
0012152KAI - 2000


tracklisting:

01 Malstrom (1998) 16:33
for orchestra in four parts
02 The Voynich Cipher Manuscript (1995) 20:13
for mixed choir and ensemble
03 Parts (1994/95) 22:44
for chamber ensemble

TT: 59:15

„All of his music harbors this pulling force, which in the uproar of turbulences catapults the listener - if not always wide-awake - out of itself. Rarely does calculated music have such a devastating effect. And still, from a tilted perspective, such can induce merriest pleasure...” (Hans-Peter Jahn)

„All seiner Musik wohnt jener Sog inne, der den Zuhörer - wenn dieser nicht immer hellwach ist - im Tumult der Turbulenzen aus sich herausschleudert. Selten hat kalkulierte Musik eine solch verheerende Wirkung. Und doch kann aus gekippter Perspektive solcherart Zustand heiterste Freude entfachen...” (Hans-Peter Jahn)


Klangforum Wien/ Südfunk-Chor Stuttgart/ Marcus Weiss/ Peter Rundel/ Rupert Huber

Hanspeter Kyburz — Parts/ Konzert für Ensemble/ The Voynich Cipher Manuscript/ Cells

Klangforum Wien/ Südfunk-Chor Stuttgart/ Marcus Weiss, Saxophon/ Dirigenten: Peter Rundel, Rupert Huber/ MGB CTS-M 52


Wilhelm Bruck Theodor Ross/ Schola Heidelberg/ WDR Sinfonieorchester Köln/ Klangforum Wien/ Johannes Kalitzke

Helmut Lachenmann — Salut für Claudwell/ Les consolations/ Concertini

HELMUT LACHENMANN — Salut for Caudwell

Wilhelm Bruck guitar / Theodor Ross guitar
SCHOLA HEIDELBERG / Walter Nußbaum
WDR Sinfonieorchester Köln / Johannes Kalitzke
Klangforum Wien

Includes booklet with text by Helmut Lachenmann
0012652KAI - 2009 - 2CD


tracklisting:

CD1
01 Salut für Caudwell (1977) 25:14
for two guitars
02-06 Les Consolations (1967-68/1977-78)
for 16 voices and orchestra
02 I. Präludium 5:55
03 II. Consolation I 8:48
04 III. Interludium 4:51
05 IV. Consolation II 6:10
06 V. Postludium 6:34

TT: 57:41

CD2
01 Concertini (2005) 37:06
for ensemble

TT: 37:06

What I want...
is always the same: a music which in order to be grasped, does not require a privileged intellectual training, but can rely uniquely upon its compositional clarity and logic; a music which is at the same time the expression and the aesthetic form of a curiosity able to reflect everything – including the illusion of progressiveness. Art as a foretaste of freedom in an age without freedom.
(Interview with Ursula Stürzbecher, 1971)

Was ich will...
ist immer dasselbe: eine Musik, die mitzuvollziehen nicht eine Frage privilegierter intellektueller Vorbildung ist, sondern einzig eine Frage kompositionstechnischer Klarheit und Konsequenz; eine Musik zugleich als Ausdruck und ästhetisches Objekt einer Neugier, die bereit ist, alles zu reflektieren, aber auch in der Lage, jeden progressiven Schein zu entlarven: Kunst als vorweggenommene Freiheit in einer Zeit der Unfreiheit.
(Interview mit Ursula Stürzbecher, 1971)


Helmut Lachenmann/ Schola Heidelberg/ ensemble aisthesis/ Klangforum Wien/ Hans Zender/ Walter Nußbaum

Helmut Lachenmann — Mouvement (– vor der Erstarrung)/ „… Zwei Gefühle …“, Musik mit Leonardo/ Consolation I+II

Lachenmann chose a text by Leonardo da Vinci: „...but when I had remained silent for a fairly long time, all at once two feelings awoke in me. Fear and desire. Fear of the cave's looming darkness, but the desire to see with my own eyes what marvels may lie within...” and there are many marvels to discover on this exceptional recording.

Lachenmann wählte einen Text von Leonardo da Vinci: „...als ich aber geraume Zeit verharrt hatte, erwachten plötzlich in mir zwei Gefühle. Furcht und Verlangen. Furcht vor der drohenden Dunkelheit der Höhle, Verlangen aber mit eigenen Augen zu sehen, was darin an Wunderbarem sein möchte...” und es ist viel Wunderbares zu entdecken auf dieser außergewöhnlichen Einspielung.


Gaby Pas-Van Riet/ Michael Svoboda/ Andreas Lindenbaum/ Neue Vocalsolisten Stuttgart/ WDR Sinfonieorchester Köln/ Klangforum Wien/ Jonathan Nott/ Hans Zender

Helmut Lachenmann — Nun/ Notturno (Musik für Julia)

HELMUT LACHENMANN — NUN

Gaby Pas-Van Riet flute / Michael Svoboda trombone
Andreas Lindenbaum violoncello
Neue Vocalisten Stuttgart
WDR Sinfonieorchester Köln / Jonathan Nott
Klangforum Wien / Hans Zender

Includes booklet with texts by Helmut Lachenmann, Christoph Metzger and Michael Struck-Schloen
0012142KAI - 2001


tracklisting:

01 Nun (1997-99) 38:53
for flute, trombone, orchestra, voices
02 Notturno (Musik für Julia) (1966-68) 19:00
for orchestra and violoncello

TT: 58:13

Nun:
Ruin-like music - which acquires its own kind of beauty from the debris and fragments of the past.

Nun:
Ruinenhafte Musik - die aus den Trümmern und Bruchstücken der Vergangenheit ihre eigene Art von Schönheit gewinnt.


Renate Wicke/ Anna Maria/ Pammer/ David Cordier/ Martin Wölfel/ Alfred Werner/ Ekkehard Abele/ les jeunes solistes/ Klangforum Wien/ Johannes Kalitzke

Bernhard Lang — Das Theater der Wiederholungen

BERNHARD LANG — Das Theater der Wiederholungen

Renate Wicke mezzosoprano / Anna Maria Pammer soprano
David Cordier counter / Martin Wölfel counter
Alfred Werner bass / Ekkehard Abele bass
Ensemble les jeunes solistes under the direction of
Daniel Navia and Rachid Safir
Klangforum Wien / Johannes Kalitzke

Includes booklet with texts by Wolfgang Hofer, Wolfgang Reiter
and Bernhard Lang
0012532KAI - 2006 - 2SACD


tracklisting:

CD 1
I. Erzählung
01 Passage 1 6:43
02 L‘éloge de la raison cynique 1 5:41
03 Supplices 1 5:36
04 Vision du Christ 5:13
05 Supplices 2 4:40
06 L‘éloge de la raison cynique 2 4:20
07 Passage 2: Exitus (Les meurtres) 3:45
II. Erzählung (Teil 1)
08 Passage 1: Shootout 6:33
09 Love of Weapons 1: The Old Weapon Dealer 5:39
10 The baron says these things 4:56
11 Happiness is a by-product of function 4:42

TT: 57:54

CD 2
II. Erzählung (Teil 2)
01 HUMWAWA 4:43
02 Love of Weapons 2: The Perfect Killer 3:06
03 Passage 2: Shootout 2: Showdown 2:20
III. Erzählung
04 Passage 1: Einfahrt 7:02
05 Kaduk 5:16
06 Die Schwarze Wand 1 5:35
07 Von Menschen und Engeln 5:53
08 Die Schwarze Wand 2 4:29
09 Dr. Capesius 3:46
10 Passage 2: Ausfahrt 5:38

TT: 47:51

Das Theater der Wiederholungen [The Theatre of Repetitions], Bernhard Lang‘s magnum opus, is divided into three large sections, three narratives set in the 18th, 19th and 20th centuries respectively. The theatre of repetitions is a reference to Gilles Deleuze and the specific compositional principle developed by Bernhard Lang, already hinting at the work‘s programmatic content („a possible story of cruelty”). (Wolfgang Reiter)

Das Theater der Wiederholungen, Bernhard Langs Opus Magnum, ist in drei große Abschnitte, drei Erzählungen gegliedert, die jeweils im 18., 19. und 20. Jahrhundert angesiedelt sind. Das Theater der Wiederholungen verweist in seinem Titel auf Gilles Deleuze und auf das von Bernhard Lang entwickelte spezifische Kompositionsprinzip, bereits die inhaltliche Programmatik („eine mögliche Geschichte der Grausamkeit”) andeutend. (Wolfgang Reiter)


Salome Kammer/ Todd/ Risgar Koshnaw/ Klangforum Wien/ Sylvain Cambreling

Bernhard Lang — Differenz/Wiederholung 2

BERNHARD LANG — Differenz / Wiederholung 2

Salome Kammer vocals / Risgar Koshnaw vocals
Todd vocals Rap
Robert Lepenik e-guitar / Dimitrios Polisoidis e-violin
Wolfgang Musil sound-projection
Klangforum Wien / Sylvain Cambreling

Includes booklet with texts by Bernhard Lang, Jan Jagodzinski and Christian Loidl
0012112KAI - 2000


tracklisting:

Differenz / Wiederholung 2
01 Dead Repetitions 8:31
02 Habit 7:20
03 The Ovens 7:05
04 Image/Idea (harmonia differentia minima) 6:50
05 Prisoners 5:41
06 Need 6:35
07 Repetition/Difference 5:05
08 The Ovens Reconstruction 7:00

TT: 54:09

„Perhaps DW2 is not so much repetition, but recurrence, a recurring repetition with something new - a difference that creates a difference because it looks back at us with the power of the information society and beckons us to answer its repeating intensities.”
(Jan Jagodzinski)

„DW2 ist vielleicht nicht so sehr eine Wiederholung als eine Wiederkehr, eine wiederkehrende Wiederholung mit etwas Neuem - eine Differenz, die eine Differenz erzeugt, weil sie auf uns zurückblickt mit der Kraft der Informationsgesellschaft und uns auffordert, auf seine wiederholten Intensitäten zu antworten.”
(Jan Jagodzinski)


Bernhard Lang — I Hate Mozart

Doppel-CD + 1 DVD/ Solisten: Florian Boesch, Mathias Zachariassen, David Pittman-Jennings, Andrea Lauren Brown, Dagmar Schellenberger,

Salome Kammer, Rupert Bergmann/ Turntable-Solisten: Dieter Kovacic, Wolfgang Fuchs/ Dirigent: Johannes Kalitzke/ col legno/ WWE 2CD+DVD 20277

 

01 Act 1 - Ouvertüre / Albtraum 1 05:39
02 Fi Fa Fu 01:50
03 Vorsingen 03:11
04 Ach ich 04:12
05 Singing in the Bath 03:08
06 Dallasuapace 03:12
07 Musikalische Probe 02:28
08 Dalla sua pace 02:29
09 Albtraum 2 03:53
10 BO Surprise 07:38
11 Impossible 02:47
12 Hotelsuite 02:00
13 High Noon 03:42
14 Hinter dem Vorhang 02:58
15 Finale 1 03:05
16 Finale 1: Soave 11:44
17 Applaus 00:30
18 Act 2 - Applaus 00:23
19 Albtraum 3 Den Morgen zu verkünden 04:21
20 And then you will be gone 06:54
21 Ich hab mich lieb 05:30
22 Jugendsünden 06:08
23 Orchesterhauptprobe 06:31
24 Nach dem Albtraum 4/5 02:09
25 The chairman 05:46
26 More delicate than gratification is desire 09:12
27 Komm lieber Mai 02:07
28 Finale 2 07:17
29 Finale 2: Süßer als die Erfüllung/ Fi Fa Fu 04:10
30 Applaus 01:40

 

Total Time 02:06:34

 

„Why do I have to sing Mozart all the time?”, the tenor in Bernhard Lang’s opera „I hate Mozart” cries out in despair. Well, why always listen to Mozart operas and not an opera of the early 21st century for a change? With their provocatively named contribution to the Viennese Mozart Year 2006, composer Bernhard Lang and librettist Michael Sturminger succeeded in creating a parody of the opera business that loses none of its sharp wit in the CD recording. The „backstage insights” supplied on DVD reveal the abysses of singerdom and the respective worlds of conductors, managers and agents. Lang shamelessly avails himself of the latest DJ and sampling techniques, employing loops of popular melodies and familiar communication patterns to chase the stressed-out artists through their personal neuroses. The result is music of exceptional brilliance, superbly presented by the original ensemble.


Sabine Lutzenberger/ Klangforum Wien/ Sylvain Cambreling

Bernhard Lang — Sterne des Hungers/ Monadologie VII

BERNHARD LANG — Die Sterne des Hungers

Sabine Lutzenberger mezzosoprano
Klangforum Wien / Sylvain Cambreling

Includes booklet with text by Sabine Sanio
0013092KAI - 2010


tracklisting:

Die Sterne des Hungers (2007)
nach Texten von Christine Lavant
01 Praeludium „...mon commencement.” 8:04
02 Lösch aus 13:53
03 Erleuchtung! 8:39
04 Interludium: „Ma Fin est...” 2:16
05 Die Trübsinnsstaude 5:28
06 Im Rückgrat aufwärts... 7:50
07 „...et mon commencement ma...” 1:43
Monadologie VII ... for Arnold (2009)
08 Thema I 9:05
09 Thema II 6:03
10 Thema III 4:40
11 Thema IV 5:09
12 Coda 3:06

TT: 72:49

The Stars of Hunger, was composed in 2007. It is based on three poems by the Austrian poet Christine Lavant: „Im rueckgrat aufwaerts glimmt ein licht,” „So also geht erleuchtung vor,” „Zeig an mir die kräuter welche bestärken” and „Lösch aus mein gesicht und führe mich blind.” Rather than set the poems themselves to music, Lang used the text generation program Abulafia to produce from them a cut-up in the tradition of William S. Burroughs. The composition contains only fragments of the poems, but both the invocational gestures and the characteristic language of these lyrical works -„Ginsterlicht,” „Schlüsselblick,” „mondversippt,” „der Schlaf steht duftend und gesalbt”- remain recognizable. Lang augments the four movements devoted to the Lavant poems by an instrumental introduction and two variations on Guillaume de Machaut’s rondo Ma fin est mon commencement. The identification of beginning and an end, as indicated in the text’s title line, shows that repetition was an issue even as long ago as Machaut’s day. But while this line is enough to conjure up an era during which the belief in life after death was still unquestioned (Machaut died in 1377), Lavant’s poems articulate this belief solely via their rebellion against the suffering of living creatures.

Monadologie VII shows us a familiar and yet strange landscape, a musical topography bereft of a dramaturgy; again and again, the musical events grind to a halt, get stuck. In these brief moments of empty repetition, it is as if one could abandon every plan and every objective without the slightest loss. It is such moments that give rise to dimensions within which the difference between present and past transforms itself into a musical experience. (Sabine Sanio)

Die Sterne des Hungers beziehen sich auf Texte von Christine Lavant, und zwar auf die Gedichte „Im rueckgrat aufwaerts glimmt ein licht”, „So also geht erleuchtung vor”, „Zeig an mir die kräuter welche bestärken”, „Lösch aus mein gesicht und führe mich blind”. Dazwischen wurde Machaut‘s Rondeau „Ma Fin est mon commencement” interpoliert, das nach 20 Takten im Original exakt rückwärts läuft. Die Lavant-Texte wurden, um das Original unangetastet zu lassen, mittels des Textgenerators „Abulafia” unterschiedlich zersplittert und erscheint nur in Bruchstücken. Harmonisch erforscht das Stück weiter die neuen Frequenzmodulationsspektren, die erstmals in DW14 Verwendung fanden und in den Folgestücken zur harmonischen Grundlage wurden. Auch die in DW9 zitierten Zellulären Automaten finden hier als algorithmische Komplexe Eingang in die Instrumentaltextur.

Für Monadologie VII hat Lang aus dem Stück von Schönberg vier „Hauptthemenkomplexe” (Lang) isoliert. In den vier Sätze seiner siebten Monadologie liefern diese Komplexe das Material für die zellulären Prozesse. Schönbergs zweite Kammersymphonie ist zur Metakomposition geradezu prädestiniert – Schönberg selbst hatte es 1906, kurz nach der Vollendung seiner ersten Kammersymphonie begonnen, aber erst 1939 abgeschlossen. Auffälligstes Merkmal der Zweiten Kammersymphonie ist ihr retrospektiver Gestus, sie eröffnet dem Hörer ungewöhnliche Einblicke in die Vergangenheit der tonalen Musik. In der von Schönberg 1939 erstellten Version ist die strenge, abstrakte Technik, die er sich bei der Arbeit an der Dodekaphonie angeeignet hatte, ebenso virulent wie Schönbergs hartnäckiger Impuls, Erinnerungsarbeit am Vergessenen zu leisten. Gewissermaßen im Rückblick profitiert daher die extrem erweiterte Tonalität des frühen Entwurfs von den konstruktiven Erfahrungen der Zwölftontechnik. Dem Hörer hingegen eröffnet in dieser Musik, die unablässig zwischen Vertrautheit und Verfremdung changiert, weitgehend unbekanntes musikalisches Terrain. (Sabine Sanio)


Klangforum Wien

Klaus Lang — Die Überwinterung der Mollusken/ Der Weg des Prinzen I (Die sieben Boten)/ Die drei Spiegel der schönen Karin/ Cetvs Candidvs/ Der Herr der Insel

KLAUS LANG — DIE UEBERWINTERUNG DER MOLLUSKEN

01 DER WEG DER PRINZEN I (DIE SIEBEN BOTEN),1996 18:50
02 DIE DREI SPIEGEL DER SCHOENEN KARIN, 1998 13:20
03 CETVS CANDIDVS, 1996 21:43
04 DER HERR DER INSEL, 1999 7:53


Klangforum Wien/ Johannes Kalitzke

Klaus Lang — drei goldene tiger./ der fette hirte und das weisse/ kaninchen./ the book of serenity./ die goldenen tiere.

KLAUS LANG — the book of serenity

Klangforum Wien

Includes booklet with texts by Raoul Mörchen and Händl Klaus
00128622KAI - 2008


tracklisting:

01 drei goldene tiger. 17:31
02 der fette hirte und das weiße kaninchen. 11:26
03 the book of serenity. 23:42
04 die goldenen tiere. 13:42

TT: 65:59

The music of Klaus Lang is a wonderful example of the fruitful coexistence of objectivity and mysticism, of concept and image, of planning and hoping, of thought and experience. The things about which one can speak and write in Lang’s work are the countable things and the forms they take; structures and systems. Within his music we find an approach similar to medieval times, when composing enjoyed the reputation of being a science.
(Raoul Mörchen)

Klaus Lang ist ein wunderbares Beispiel für die fruchtbare Koexistenz von Sachlichkeit und Mystik, von Begriff und Bild, von Planung und Hoffnung, von Erdenken und Erleben. Wovon man sprechen wie schreiben kann, das sind auch bei Lang die zählbaren Dinge und ihre Form, das sind Strukturen und Systeme. Im Innern seiner Musik geht es zu wie im Mittelalter, als das Komponieren noch den Ruf genoss, eine Wissenschaft zu sein.
(Raoul Mörchen)


Klangforum Wien/ Johannes Kalitzke

Jorge E. López — Das Auge des Schweigens/ Blue Cliffs

GEORGE LOPEZ

01-03 DAS AUGE DES SCHWEIGENS 27:21
04-07 BLUE CLIFFS 35:40


Wolfgang Mitterer/ Klangforum Wien/ Peter Rundel

Wolfgang Mitterer — coloured noise

WOLFGANG MITTERER — coloured noise
brachialsymphonie für 23 musiker und electronics

Wolfgang Mitterer organ
Klangforum Wien / Peter Rundel

Includes booklet with texts by Wolfgang Mitterer and Walter Weidringer
0012592KAI - 2006


tracklisting:

coloured noise
01 langsam 19:46
02 scherzo 1 10:36
03 scherzo 2 8:38
04 scherzo 3 7:57
05 attacca 21:20

TT: 68:16

The foundation of the work is a constant layer of multi-channel electronics, which Mitterer has put together from his collection, snippets of older works, like KA and the Pavian, or networds 1-5, or from solo recordings from collaborative projects with Wolfgang Reisinger, Reinhardt Winkler, the Callboys and others. One thing unites them all: they all were created as free improvisations, not on the computer, not generated, not notated, intact results of the direct union of person and instrument. (Walter Weidringer)

Grundlage des Werks ist eine durchlaufende Schicht aus Mehrkanal-Electronics, die Mitterer aus seinem Fundus zusammengestellt hat – Fetzen aus verschiedenen älteren Werken wie KA und der Pavian, den networds 1–5, aus Soloaufnahmen, aus gemeinsamen Projekten mit Wolfgang Reisinger, Reinhardt Winkler, den „Callboys“ und anderen. Eines verbindet sie alle: Sie sind als freie Improvisationen entstanden, nicht am Computer, nicht generiert, nicht notiert, intakte Resultate der unmittelbaren Verbindung Mensch/Instrument. (Walter Weidringer)


Eva Furrer/ Bernhard Zachhuber/ Sophie Schafleitner/ Marino Formenti/ Klangforum Wien/ Johannes Kalitzke

Misato Mochizuki — La chambre claire/ Si bleu, sie calme/ Chimera/ All that is including me/ Intermezzi 1

MISATO MOCHIZUKI — Si bleu, si calme

Marino Formenti piano / Eva Furrer flute
Sophie Schafleitner violin / Bernhard Zachhuber clarinet
Klangforum Wien / Johannes Kalitzke

Includes booklet with text by Misato Mochizuki
0012402KAI - 2003


tracklisting:

01 Si bleu, si calme for ensemble (1997) 12:21
02 All that is including me (1996) 10:46
for bass flute, clarinet and violin
03 Chimera for ensemble (2000) 9:37
04 Intermezzi for flute and piano (1998) 8:24
05 La chambre claire for ensemble (1998) 12:41

TT: 53:49

Si bleu, si calme: The natural cycles of water and air are the underlying ideas of „Si bleu, si calme”: condensation and evaporation, winds and currents. „Bleu” (blue) stands for the elements air and water, and „Calme” (calm) refers to space and silence. In musical terms, the complex „Bleu” tends toward development and growing complexity, while „Calme” works on the simplification of intervals and rhythmical figures.

Si bleu, si calme: Die grundlegenden Ideen von Si bleu, si calme sind die natürlichen Kreisläufen von Wasser und Luft: Kondensierung und Verdunstung, Winde und Strömungen. „Bleu” (Blau)steht hier für die Elemente Luft und Wasser und „Calme” (Ruhe) bezieht sich auf den Raum und die Stille. Musikalisch gesehen tendiert die Einheit „Bleu” zu Entwicklung und wachsender Komplexität, während „Calme” die Vereinfachung der Intervalle und der rhythmischen Figuren verarbeitet.


Klangforum Wien/ Donatienne Michel-Dansac/ Etienne Siebens

Gösta Neuwirth — L’oubli bouilli – Vanish

GÖSTA NEUWIRTH — L’oubli bouilli

Donatienne Michel-Dansac voice
Klangforum Wien / Etienne Siebens

Includes booklet with text by Lothar Knessl
0012972KAI - 2009


tracklisting:

01-04 Streichquartett 1976 17:04
05-11 Sieben Stücke für Streichquartett (2008)
05 d’accord 1:15
06 pensif 1:22
07 le fils de la fadeur 1:15
08 à trois 1:31
09 objet en ombre 1:06
10 un rêve solutréen 0:55
11 l’oubli bouilli 1:28
12 L’oubli bouilli (2008) 30:29

TT: 56:25

Gösta’s disinterest in homogenous, unified forms results in swift transitions between sonic states. Non-repetition. „I define sound in terms of structure, not in terms of expressivity.” In this, the sound—and thus probably also its sensuosity, in a gradual, carefully way—is compositionally lent weight in L‘oubli... „via the use of the harp and the keyboard instruments accordion and piano, as well as by exploiting string colours.” Such apparitions of colour change rapidly, fluctuate.
(Lothar Knessl)

Göstas Desinteresse an homogenen, einheitlichen Formen führt zum raschen Wechsel klanglicher Zustände. Die Nichtwiederholung. „Klang definiere ich unter dem Aspekt der Struktur, nicht unter jenem des Ausdrucks”. Indes gewinnt der Klang – und damit behutsam wohl auch dessen Sinnlichkeit – in L’oubli… „an kompositorischem Gewicht durch den Einsatz der Harfe, der Tasteninstrumente Akkordeon und Klavier, das Ausnützen der Streicher-Farben. Derlei Farberscheinungen verändern sich schnell, fluktuieren”.
(Lothar Knessl)


Ernesto Molinari/ Andrew Watts/ Klangforum Wien/ Peter Eötvös/ Konstantia Gourzi

Olga Neuwirth — Lonicera Caprifolium/ !? dialogues suffsants !?/ Spleen/ Five daily miniatures/ Vexierbilder

OLGA NEUWIRTH — Lonicera Caprifolium
!?dialogues suffisants?!, Spleen, Five Daily Miniatures, Vexierbilder
(1995)
Orchester: Klangforum Wien
Leitung: Peter Eötvös
Konstantia Gourzi
Label: Accord 205232


Vincent Crowly/ Constance Hauman/ Jodi Melnick/ Grayson Millwood/ David Moss/ Georg Nigl/ Lukas Rössner/ Rodolfo Seas-Araya/ AndrewWatts/ Gavin Weber/ Kai Wessel/ Klangforum Wien/ Johannes Kalitzke

Olga Neuwirth — Lost Highway

OLGA NEUWIRTH — Lost Highway

Vincent Crowly, Constance Hauman, David Moss, Georg Nigl,
Andrew Watts, Jodi Melnick, Grayson Milwood, Lucas Rössner,
Rodolfo Seas-Araya, Gavin Webber, Kai Wessel
Elfriede Jelinek
Klangforum Wien / Johannes Kalitzke

Includes booklet with texts by Stefan Drees, Robert Höldrich,
David Lynch, Olga Neuwirth and Slavoj Zizek
0012542KAI - 2006 - 2SACD


tracklisting:

CD 1
01-09 Intro and Scene 1 - 6

TT: 49:58

CD 2
01-17 Scene 6 -12

TT: 43:12

Lost Highway is a composition that decidedly lives from the transformation of physical spaces, diverse inner and outer spaces, into sound spaces. In performance, this is achieved through various, three-dimensional sound projections, which surround the audience with playing, live-electronics, and virtual acoustics, resulting in different experiential relationships from within and without, close by, and from a distance. The illustrations of these sound spaces and notes naturally are only an attempt to approach the experience in the theater. Fortunately, the possibilities of surround-techniques have come to our aid, which envelop the listener with alternating, overlaying sound-strata. Thus, the present production was intended to be mixed for 5.1 surround. (Olga Neuwirth)

Lost Highway ist eine Komposition, die entscheidend von der Umsetzung psychischer Räume und diverser Innen- und Aussenräume in Klangräume lebt. Dies wird bei einer Aufführung unter anderem durch verschiedenartige dreidimensionale Klangprojektionen erreicht, die das Publikum mit Zuspielungen, Live-Elektronik und virtueller Akustik umfangen und damit verschiedene Beziehungsebenen zwischen Innen und Außen, zwischen Nähe und Distanz hervorruft. Die Abbildung dieser Klangräume auf Tonträger stellt naturgemäß nur eine Annäherung dessen dar, was im Theater erlebbar war. Glücklicherweise kommen uns hier die Möglichkeiten der Surround-Technik zu Hilfe, die den Hörer einhüllt in die wechselseitige Überlagerung der Klangschichten. Die vorliegende Produktion wurde daher bewusst für 5.1-Surround gemischt. (Olga Neuwirth)


Ernesto Molinari/ Burkhard Stangl/ Rico Gubler/ Klangforum Wien / Sylvain Cambreling

Olga Neuwirth — Vampyrotheone

OLGA NEUWIRTH — Vampyrotheone

Ernesto Molinari clarinet / Burkhard Stangl guitar
Rico Gubler saxophone
Klangforum Wien / Sylvain Cambreling

Includes booklet with texts by Elfriede Jelinek and Stefan Drees
0012242KAI - 2001


tracklisting:

01 Instrumetal-Insel I (1997-99/00) 15:13
for ensemble and live electronics
02 Vampyrotheone (1995) 13:41
for three soloists and three ensemble groups
03 Instrumetal-Insel II (1997-99/00) 9:15
for ensemble and live electronics
04 Hooloomooloo (1996/97) 15:20
for ensemble in three groups and tape
05 Instrumetal-Insel III 1997-99/00) 10:18
for ensemble and live electronics

Instrumental-Inseln from „Bählamms Fest” (0012342KAI)


TT: 63:47

The ironical in music and the unhoely. Both are a challenge for Olga Neuwirth, but even for a challenge you must first see who and what the opponent is. What does one fear? Then the fear comes by itself and then that what all this fear is about (it may also be something that occurred once before and may possibly occur again), And the music makes it all happen at the same time, and makes an opera chronology (and what a chronology!) ....
(Elfriede Jelinek)

Das Ironische in der Musik und das Unheimliche. Beides ist Olga Neuwirth eine Herausforderung, aber auch für eine Herausforderung muss man erst einmal sehen, wer oder was der Gegner ist. Wovor hat man Angst? Dann kommt die Angst selbst und dann, worum es geht bei all der Furcht (es kann auch etwas sein, das schon einmal geschehen ist und die Möglichkeit der Wiederholung in sich trägt). Und die Musik schafft es, dass alles gleichzeitig abläuft, dass eine Opern-Chronologie (und was für eine!) ...
(Elfriede Jelinek)


Klangforum Wien/ Johannes Kalitzke

Olga Neuwirth — Bählamms Fest

OLGA NEUWIRTH — Bählamms Fest

Musiktheater in 13 Bildern nach Leonora Carrington
Librettofassung von Elfriede Jelinek in der Übersetzung
von Heribert Becker (1997-99)

Klangforum Wien / Johannes Kalitzke

Includes booklet with text by Olga Neuwirth and Thomas Jonigk
0012342KAI - 2003 - 2CD


tracklisting:

CD 1
01-05 Bild 1 - 5

TT: 49:03

CD 2
01-07 Bild 6 - 13

TT: 44:05

It is a sadistic family story in scurrile-surreal snap shots. The home of an odd family stands in a completely remote, heathlike landscape. This somewhat dilapidated bourgeois house in its seclusion is refuge and madhouse at the same time; here, in the bizarre impressions of family life, the focus turns on people and nature: an outer world, drowning in violence, coldness and terror, and the small, inner world of a bourgeois family, regulated right to the last corner, but abruptly toppled into chaos, when couples and generations come to be at logger-heads about their unappeased longings and desires.

Es handelt sich um eine sadistische Familiengeschichte in skurril-surrealen Momentaufnahmen. Das Haus einer eigenartigen Familie steht in einer vollkommen fernen, heideartigen Landschaft. Dieses etwas heruntergekommene bürgerliche Haus in der Abgeschiedenheit ist Schutzraum und Tollhaus zugleich, hier rücken in bizarren Impressionen von Familienleben Menschen und Natur ins Zentrum: eine äußere Welt, die in Gewalt, Kälte und Terror erstickt und eine kleine, innere Welt einer bürgerlichen Familie, die genormt ist bis in den letzten Winkel, aber plötzlich ins Chaos kippt, wenn Paare und Generationen sich über ihren ungestillten Sehnsüchten und Wünschen brutal in die Haare geraten.


Klangforum Wien/ Sylvain Cambreling

Jacques Offenbach — La Vie Parisienne

Offenbach: La Vie Parisienne

Version Christoph Marthaler/Sylvain Cambreling
Klangforum Wien
Sylvain Cambreling

CD Universe Part number 1189554
Label Col Legno
Orig Year 4/1/1999
Catalog number 20100


Release Date Jan 01, 2006
Recording Time 2:23


Urban Malmberg/ Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin/ Klangforum Wien/ Matthias Pintscher/ Sylvain Cambreling

Matthias Pintscher — Fünf Orchesterstücke/ Musik aus Thomas Chatterton/ Choc

MATTHIAS PINTSCHER — Fünf Orchesterstücke

Urban Malmberg bariton
Klangforum Wien / Sylvain Cambreling

Includes booklet with texts by Thomas Schäfer and Josef Winkler
0012052KAI - 1999


tracklisting:

01 Fünf Orchesterstücke 24:53
02 Musik aus Thomas Chatterton for bariton and orchestra 22:38
03 Choc. Antiphonen for big ensemble 19:30

TT: 67:19

Matthias Pintscher, who shot to international fame at an early age, regards his success simply as a reason for paying ever more precise and critical attention while listening to the musical figures he creates. „La musique, virement des gouffres et choc des glacons aux astres” („Music, turning towards the vortex and the impact of icebergs in the stars”) - these lines by Arthur Rimbaud, which are printed at the top of the orchestral piece Choc. Antiphonen für grosses Ensemble, provide a key to Pintscher's work. The nocturnal side of reason is the subject of the suite derived from a piece of music theatre entitled Thomas Chatterton, while the Fünf Orchester-stücke show how Pintscher compacts his sound images into a vocabulary for pursuing what Arnold Schönberg referred to as „the instinctual life of sounds”.

Der früh zu internationalem Ruhm gelangte Matthias Pintscher versteht seine Erfolge nur als Anlass zu immer genauerem, kritischerem Aus- und Nachhören der von ihm gesetzten musikalischen Gestalten. „La musique, virement des gouffres et choc des glaçons aux astres” (Die Musik, den Abgründen zugewandt, und Zusammenprall der Eiszeichen im Gestirn) – diese am Beginn des Orchesterstückes „Choc. Antiphonen für großes Ensemble” stehenden Zeilen Arthur Rimbauds sind ein Schlüssel zu Pintschers Werk. Die nächtliche Seite der Vernunft wird zum Thema in der Suite aus dem Musiktheater „Thomas Chatterton”, „Fünf Orchesterstücke” führen vor, wie bei Pintscher sich Klangvorstellungen.


Ernesto Molinari/ Klangforum Wien/ Stefan Asbury

Enno Poppe — Holz/ Knochen/ Öl

Holz/ Knochen/ Öl (2006)

Komponist: Enno Poppe
Interpret: Ernesto Molinari
Booklettextautor: Björn Gottstein
Dirigent: Stefan Asbury
Orchester/Ensemble: Klangforum Wien

Ernesto Molinari: clarinet / Klangforum Wien / Stefan Asbury: conductor


„Holz – Knochen – Öl”: Ersteinspielung des gesamten Zyklus durch das Klangforum Wien
Enno Poppe widmet sich dem Klang mit der kritischen Gelassenheit eines wissenschaftlichen Beobachters. Unter seiner Hand brütet, wächst und wuchert der Stoff wie eine lebendige Kultur. In seinem Zyklus „Holz –
Knochen – Öl” werden die Naturmaterialien, auf die er im Titel anspielt, zu „Chiffren des Organischen” (Poppe). Indem er Modelle organischen Wachstums auf das Klangmaterial appliziert und die motivischen Zellen allmählich verästelt, entstehen Werke als komplex-bewegte Lebewesen, die ihrem natürlichen Vorbild auch ihrer Regelmäßigkeiten und Asymmetrien nach gleichen.
„Holz – Knochen – Öl” ist ein poetischer und dramatischer Zyklus, der sich nicht nur als Studie der Materialbeschaffenheiten hören lässt – von der biegsamen Stabilität der fasrigen Stimmverläufe in „Holz” über das harte „Martellatissimo” und trockene „Secco” in „Knochen” bis zum zähen, aber energischen Strom ineinander fließender Linien in „Öl”. Poppe erzählt auch die Geschichte des Werdens und des Verfalls. Holz wird als lebendiges, wachsendes Material greifbar. Knochen verheißen Wachstum, dann Stabilität, Härte und – als Vanitas-Symbol – den Tod. Öl wiederum gemahnt als Rückstand vergangenen Lebens seinerseits an Vergänglichkeit und einen Jahrmillionen dauernden Zerfall, während es gleichzeitig als Energiequelle neues Leben stiftet.
„Holz – Knochen – Öl” ist aber auch eine Arbeit über den Traditionsbestand der Moderne. Über die Möglichkeit, heute noch ein Solokonzert zu schreiben. Über die Frage, ob sich das von der Avantgarde vernachlässigte Konzept der Melodie aktualisieren lässt. Und über harmonische Verfahren, die auf mathematischen Operationen und Frequenzwerten beruhen und trotzdem als naturhaft, organisch und musikalisch sinnvoll wahrgenommen werden.

Koproduktion mit Deutschlandradio Kultur und dem Westdeutschen Rundfunk.

01 Holz für Klarinette und Ensemble (11:20)
02-04 Knochen für Ensemble (24:15)
05-06 Öl für Ensemble (38:07)
(73:42)


Stefan Prins/ Nadar Ensemble/ Agartha/ Zwerm Electric Guitar Quartet/ Pieter Matthynssens/ Champ d'action/ Collectief Reflexible/ Klangforum Wien/ Enno Poppe/ Nikel Ensemble/ Matthias Koole

Stefan Prins — Fremdkörper

TRACK LISTING 2CD 10 TRACKS

CD1
01 FREMDKÖRPER #1 /2008 11.36
for ensemble and live-electronics
02 EROSIE [MEMORY SPACE] #1 /2005 14.31
for viola and bajan-accordion
03 INFILTRATIONEN /2009 25.28
for electric guitar quartet and live-electronics
04 ENSUITE /2008, rev.2010/2012 11.08
for cello solo
05 VENTRILOQUIUM /2006, rev.2009 13.04
for percussion. electric guitar. cello. 2 improvisers and live-electronics

CD2
06 FREMDKÖRPER #3 [MIT MICHAEL JACKSON] /2010 10.56
for amplified ensemble and sampler (Klangforum Wien)
07 ETUDE INTERIEURE /2004 13.31
for inside piano and marbles
08 FREMDKÖRPER #2 /2010 10:16
for soprano saxophone. percussion. electric guitar. piano and live-electronics
09 NOT I /2007 21:31
for electric guitar and live-electronics
10 THIS IS IT! [Electronic Study for Fremdkörper #3] /2010-11 3:46
for fixed medium


Marino Formenti/ Klangforum Wien/ Sylvain Cambreling

Wolfgang Rihm — Gejagte Form/ Verborgene Formen/ Chiffre I/ Silence to be beaten (Chiffre II)

WOLFGANG RIHM — Gejagte Form

Klangforum Wien / Sylvain Cambreling

Includes booklet with text by Wolfgang Rihm
0012072KAI - 2000


tracklisting:

01 Gejagte Form (1995/96) 13:100
02 Verborgene Formen (1995/97) 12:25
03 Chiffre I for piano and seven instruments (1982) 8:51
04 Silence to be beaten (Chiffre II) (1983) 12:50

TT: 47:47

„Art, working with art and making art, is in itself an invitation to boundless freedom. There can be no submission here”, writes Wolfgang Rihm. „Uncertainty predominates, the only potential for an agile mind.” Four pieces of one of the most significant and provocative post-war composers whose titles speak for themselves: „Gejagte Form” or hunted form, „Verborgene Formen” or concealed forms, „Chiffre I” or cipher, and „Silence to be beaten (Chiffre II)”. Four pieces of music that attempt to realise what Wolfgang Rihm considers „art's purpose”: „Not to be a place of refuge but a reservoir of energy in regressive times.”

„Kunst, die Beschäftigung mit Kunst und das Machen von Kunst, ist von sich aus eine Aufforderung zu grenzenloser Freiheit. Da kann es kein Fügen geben,” schreibt Wolfgang Rihm. „Es herrscht Ungewißheit, das einzige Bewegungspotential des Geistes.” Vier Stücke eines der bedeutendsten und provokantesten Komponisten der Nachkriegszeit, deren Titel für sich sprechen: „Gejagte Form”, „Verborgene Formen”, „Chiffre I” und „Silence to be beaten (Chiffre II)”. Viermal Musik, die das zu verwirklichen sucht, was Wolfgang Rihm als „die Aufgabe von Kunst” ansieht: „In regressiver Zeit nicht eben Zufluchtsort, sondern Energiespeicher zu sein.”


Klangforum Wien/ Emilio Pomàrico/ Sylvain Cambreling

Wolfgang Rihm — Kontinent Rihm „... die Droge Atem.”

Wolfgang Rihm
Kontinent Rihm

01 Cantus Firmus – Musik in memoriam Luigi Nono (1. Versuch) (1990) für 14 Instrumentalisten 03:35
02 Lachrimæ veræ – aus Lachrimæ, or Seven tears 03:59
03 Ricercare – Musik in memoriam Luigi Nono (2. Versuch) (1990) für 14 Spieler 08:22
04 Sechs Stücke für Orchester op. 6 (Version für Kammerorchester 1920) 12:02
05 Chiffre II – Silence to be beaten (1983) für 14 Spieler 12:49
06 Kreuzspiel (1951) für Oboe, Bassklarinette, Klavier und drei Schlagzeuger 11:00
07 Séraphin-Sphäre (1993–96 / 2006) für Ensemble 25:10

Gesamtspielzeit 01:16:57


Wolfgang Rihm bezeichnet seine Werke selbst als die besten Kommentare zu seinem Schaffen. Die Salzburger Festspiele haben 2010 diesen Ansatz aufgegriffen und so entstand ein „Kontinent Rihm”, der die Vielfalt an Ausdruckswelten und Klangfarben des Stockhausen-Schülers in einen größeren Zusammenhang stellt: Eine über 400 Jahre alte Komposition von John Dowland erklingt neben Werken von Anton Webern und Karlheinz Stockhausen, verbunden durch Stücke von Wolfgang Rihm.

Wie lernt man von einem Meister? Wohl stets in einer Doppel-Bewegung: Wir nehmen etwas auf, gleichzeitig üben wir schöpferisch Kritik. So geschieht ja auch das Lernen an historischer Musik. Der Ein- und Umschmelzvorgang in etwas Eigenes vollzieht sich über diese Stufen. (Wolfgang Rihm)

Als besonderes Highlight liegt Ihnen mit dieser Aufnahme „Séraphin-Sphäre” als Erstveröffentlichung vor!

Klangforum Wien
Emilio Pomárico (track 01–06), Sylvain Cambreling (track 07), Dirigenten


Annette Bik/ Andreas Lindenbaum/ Uli Fussenegger/ Streichquartett des Klangforum Wien/ Klangforum Wien/ Hans Zender

Giacinto Scelsi — Streichquartett Nr. 4/ Elohim/ Duo/ Anagamin/ Maknongan/ natura Renovatur

GIACINTO SCELSI — Natura Renovatur

Klangforum Wien / Hans Zender

Includes booklet with text by Berno Odo Polzer
0012162KAI - 2001


tracklisting:

01 Streichquartett Nr. 4 (1964) 14:00
02 Elohim (1965/67) 4:39
03-04 Duo for violin and cello (1965) 14:55
05 Anagamin (1965) 8:20
06 Maknongan (1976) 4:05
07 Natura renovatur (1967) 12:59

TT: 58:59

With Natura renovatur, Anâgâmin and Elohim, pieces have been published dating back to the 60s that were hitherto difficult to approach and that show the out-sider's fascinating attempt to realize the „real spherical dimension of sound” using the means of an ensemble made up purely of strings. Persuasively interpreted by Klangforum Wien under Hans Zender.
(Berno Odo Plozer)

Mit Natura renovatur, Anâgâmin und Elohim sind bisher schwer zugängliche Stücke aus den 60er Jahren veröffentlicht, die den Außenseiter der Neuen Musik bei seinem faszinierenden Versuch zeigen, die „reale sphärische Dimension des Klangs” mit den Mitteln reiner Streicherensembles umzusetzen. Überzeugend interpretiert vom Klangforum Wien unter Hans Zender. (Berno Odo Polzer)


Roland Hermann/ Pierre-Stéphane Meugé/ Annette Bik/ Klangforum Wien/ Hans Zender/ Beat Furrer

Giacinto Scelsi — Yamaon/ Anahit/ I presagi/ Tre pezzi für Sopransaxophon/ Okanagon

GIACINTO SCELSI — Yamaon

Roland Hermann bariton / Annette Bik violin
Pierre-Stephane Meugé saxophon
Klangforum Wien / Hans Zender

Includes booklet with text by Hans Zender
0012032KAI - 1999


tracklisting:

01-03 Yamaon (1954-58) 12:02
for six voices
04 Anahit (1965) 13:44
for violin solo and 18 instruments
05-07 I presagi (1958) 13:30
for ten instruments
08-10 Tre pezzi (1956) 9:26
for saxophon
11 Okanagon (1968) 8:33
for harp, tam-tam und double bass

TT: 57:19

Giacinto Scelsi refused to write down his works because, to his way of thinking, influenced as it was by far-eastern mysticism and philosophy, only the spontaneous primeval impulse seemed important and not some laborious elaboration. For decades Scelsi was ridiculed as a dilettante and his quiet, meditative compositions, which are often deliberately „mono-tonous” yet exert a magical fasci-nation, began to receive steadily increasing international acclaim only after his death. They have no parallel in the history of music and for the conductor Hans Zender they are archaic emanations of a „consciousness of unity”, an „oceanic” sensation of overwhelming power and sensually vibrant inner tension. (Hans Zender)

Giacinto Scelsi lehnt es ab, Werke niederzuschreiben, weil seinem von fernöstlicher Mystik und Philosophie geprägtem Denken nur der spontane Urimpuls, nicht die mühevolle Ausarbeitung wichtig erscheint. Jahrzehntelang als exzentrischer Dilettant verlacht, gewinnen die ruhigen, oft meditativ wirkenden, oft bewusst „eintönigen” und doch magisch faszinierenden Kompositionen Scelsis erst nach seinem Tod internationalen, ständig wachsenden Ruhm. Sie haben nicht ihresgleichen in der Musikgeschichte; der Dirigent Hans Zender empfindet sie als archaische Ausstrahlungen eines „Einheitsbewußtseins”, eines „ozeanischen” Empfindens von überwältigender Macht und sinnlich vibrierender Innenspannung. (Hans Zender)


Jenny Renate Wicke/ Walter Raffeiner/ Klangforum Wien

Arnold Schönberg/ Friedrich Cerha/ Johann Schrammel/ u.a.

Schönberg & die Schrammelbrüder

Jenny Renate Wicke, voice
Walter Raffeiner, voice
Klangforum Wien

Recordings: May 18, 2006 (live)
December 15, 2006 (Pierrot lunaire)

01 Marsch - Schönberg 04:22
02 I und der Mond - Ferdinand Leicht 05:03
03 Mondestrunken- Schönberg 01:43
04 Colombine- Schönberg 01:47
05 Der Schwalbe Gruß - Johann Schrammel 02:38
06 Tanzszene - Schönberg 06:29
07 Tanz h- Moll - Alois Strohmayer 04:32
08 Eine blasse Wäscherin- Schönberg 01:27
09 Valse de Chopin- Schönberg 01:26
10 Morgengruß - Johann Schrammel 04:07
11 Parodie - Schönberg 01:11
12 Wenn der Pulz der Frau Schulz - Friedrich Cerha 00:52
13 Der Schwalbe Gruß- Johann Schrammel 04:51
14 Lied ohne Worte- Schönberg 02:14
15 Stelzmüller-Tänze - Vinzenz Stelzmüller 04:19
16 Der Wein - Friedrich Cerha 01:42
17 Raub - Schönberg 01:13
18 Rote Messe- Schönberg 01:47
19 Galgenlied - Schönberg 00:22
20 Wann i amal stirb - Carl Rieder 02:06
21 Finale - Schönberg 04:58
22 Haiku - Firedrich Cerha 00:30
23 O alter Duft - Schönberg 01:31
24 Das letzte Glöcklein - Johann Schrammel 02:57

Gesamtspielzeit 01:04:07

 

Wiener Melange

Ohne Wien, diesen Völker- und Musik-Schmelztiegel der Donaumonarchie, wäre Arnold Schönberg, so wie wir ihn kennen, nicht denkbar: Das beweisen mit dieser ebenso intelligenten wie vergnüglichen CD in allen Stilen bewanderte Interpreten wie das Klangforum Wien sowie die unverwechselbaren Stimmen von Renate Wicke und Walter Raffeiner. Im klugen Wechsel zwischen bodenständigem Schrammel-Repertoire, Schönbergs Serenade, Auszügen aus dem „Pierrot lunaire“ bis hin zur Gegenwart in Gestalt von charmant-bissigen Chansons von Friedrich Cerha, werden da verblüffende Bezüge hörbar, Querverbindungen geknüpft und ein Konsens gestiftet, der nach süßer Heurigen-Traurigkeit klingt …


Annette Bik/ Ernesto Molinari/ Klangforum Wien/ Sylvain Cambreling/ Emilio Pomárico/ Beat Furrer

Wolfram Schurig — Ultima Thule/ Augenmaß/ Hoquetus/ Gespinst

WOLFRAM SCHURIG — Ultima Thule

Annette Bik violin / Ernesto Molinari bass-clarinet
Klangforum Wien / Sylvain Cambreling
Emilio Pomárico conductor / Beat Furrer

Includes booklet with text by Daniel Ender
0012492KAI - 2005


tracklisting:

01 Ultima Thule for five ensemble groups (2003-04) 20:09
02 Augenmaß for chamber orchestra (2000) 14:47
03 Hoquetus for violin and chamber orchestra (1997-98) 19:21
04 Gespinst for six instruments (1990) 10:38

TT: 65:18

Breaking through the boundaries of the familiar, questioning conventional patterns of perception and moving ahead to the openness and uncertainty of uncharted creative territory – from the very start, this impulse has been an ever-present characteristic, albeit in many different guises, of the compositions of Wolfram Schurig. One could see an external sign of this act of imaginative self-transgression in the paradoxical thought-figures captured succinctly by many of his titles: per due – inferno is the name of a piece for solo (!) guitar that marks the official beginning of his Euvre in 1986, while hot powdery snow circumscribes the conflicting creative energies that flowed into a work for string quartet written in 1994/95. (Daniel Ender)

Die Grenzen des Vertrauten zu durchbrechen, eingespielte Wahrnehmungsmuster in Frage zu stellen, ins Offene und Unbestimmte schöpferischen Neulands vorzudringen – diese Stoßrichtung bildet eine vielge-staltige Konstante, die die Kompositionen Wolfram Schurigs von Beginn an auszeichnet. Als äußeres Zeichen jenes Vorgangs einer Selbstüberschreitung der Phantasie können die paradoxen Denkfiguren gelten, die viele seiner Titel auf den Punkt bringen: per due – inferno heißt jenes Werk für einen (!) Gitarristen, das die offizielle Werkliste im Jahr 1986 eröffnet, hot powdery snow umschreibt die widerstreitenden schöpferischen Energien, die in ein Werk für Streichquartett von 1994/95 eingeflossen sind. (Daniel Ender)


Stricker/ Katzameier/ Wessel/ Jaunin/ Klangforum Wien/ Beat Furrer

Salvatore Sciarrino — Luci mie traditrici

SALVATORE SCIARRINO — Luci mie traditrici
opera in due atti

Anette Stricker soprano / Otto Katzameier bass bariton
Kai Wessel counter tenor / Simon Jaunin bariton
Klangforum Wien / Beat Furrer

Includes booklet with text by Hans-Peter Jahn
0012222KAI - 2001


tracklisting:

Luci mie traditrici
ATTO I
01 Prologo 1:52
02 Scena I + Buio 3:16
03 Scena II 6:41
04 Intermezzo I 1:42
05 Scena III 9:14
06 Scena IV + Buio 4:14
07 Scena V 5:44

ATTO II
08 Preludio 2:22
09 Scena VI 11:16
10 Intermezzo II 1:55
11 Scena VII 4:54
12 Intermezzo III 5:38
13 Scena VIII 9:45

TT: 68:41

Both peculiar archaism and highest sensitivity characterize this quiet while extremely tense sound landscapes of the Sicilian composer Salvatore Sciarrino.
(Hans-Peter Jahn)

Eigentümliche Archaik und zugleich höchste Sensibilität prägen die leisen, zugleich äußerst spannungsgeladenen Klanglandschaften des sizilianischen Komponisten Salvatore Sciarrino. (Hans-Peter Jahn)


Vokalensemble NOVA/ Klangfourm Wien/ Evan Christ

Salvatore Sciarrino — Macbeth „Blut, Blut, Blut”

01 ATTO I Scena I 05:21
02 ATTO I Scena II 10:02
03 ATTO I Scena III 06:09
04 ATTO I Scena IV 10:00
05 ATTO II Scena I 09:46
06 ATTO II Scena II 10:48
07 ATTO III Scena I 22:10
08 ATTO III Scena II 17:43
09 La perfidia (intermezzo) 01:00
10 ATTO III Scena III 04:56
11 Congedo 08:16

Gesamtspielzeit 01:46:11


Das Eindringen in klangliche Mikroorganismen, ruhelose Zurückhaltung, flüchtiges Wischen, Flüstern, Flirren ... – das alles entwickelt eine Intensität, wie sie nur der große italienische Meister zu erzeugen vermag. Salvatore Sciarrinos Oper Macbeth wurde im fünften und gleichzeitig dem Abschlussjahr der Salzburger Kontinent-Reihe präsentiert. Wir können sie Ihnen mit dieser Aufnahme erstmals für das private Hörerlebnis zur Verfügung stellen.

Mit einemText von Ilija Trojanow und einem Interview mit Salvatore Sciarrino, geführt von Otto Katzameier.

Otto Katzameier, Macbeth
Anna Radziejewska, Lady Macbeth
Richard Zook, Banquo/Geist /Diener
Sonia Turchetta, Krieger/Banquos Sohn/Mörder/Bote
Thomas Mehnert, Duncan/Höfling/Macduff

Vokalensemble NOVA
Klangforum Wien
Evan Christ, Dirigent


Otto Katzameier/ Klangforum Wien/ Sylvain Cambreling

Salvatore Sciarrino — Quaderno di Strada

SALVATORE SCIARRINO — Quaderno di Strada

Otto Katzameier bass baritone
Klangforum Wien / Sylvain Cambreling

Includes booklet with text by Salvatore Sciarrino and Lothar Knessl
0012482KAI - 2005


tracklisting:

Quaderno di strada
01 se non ora, quando? 2:26
02 . . . lo smarrimento 2:42
03 . . . smarrita la misura 3:18
04 Disse un poeta 2:08
05 se spera che i sasi 1:47
06 Dove andarono la sera i muratori 2:15
07 Anno 410 5:16
08 La rosa che si disfa 5:05
09 Piove 1:33
10 Donato Creti scrisse 3:43
13 Du cose al mondo (Proverbio) 2:55

TT: 42:27

Light and air in a state of constant, subtly detailed movement: this is also the nature of Sciarrino‘s music, as if it had soaked up all those delicate colours and adopted the mobility of air, captured its nocturnal buzzing-sounds with a net veil and transformed them into fluctuating sonorities, roaring and murmuring. One could almost think that the flickering odours of Mediterranean landscapes had entered the fleeting images of such music. Vague suggestions emerging from an old cultural realm, transposed into the present, lingering briefly and then disappearing once more. An interplay of sound and silence, free-floating fragments no longer within the domain of the unambiguous: one listens to them spellbound. (Lothar Knessl)

Licht und Luft in ständig filigraner Bewegung: so ist auch Sciarrinos Musik, als hätte sie all die zarten Farben in sich aufgesogen, die Beweglichkeit von Luft sich zu eigen gemacht, deren nächtlich sirrende Geräusche mit einem Netzschleier eingefangen, umgewandelt in fluktuierendes Klingen, Rauschen und Raunen. Fast möchte man meinen, dass auch noch die flimmernden Gerüche mediterraner Landschaft eingeströmt seien in die flüchtigen Bilder solcher Musik. Ahnungen, aus altem Kulturraum auftauchend, dem Heute anverwandelt, kurz verweilend, wieder verschwindend. Ein Wechselspiel von Klang und Stille, frei schwebende Fragmente, losgelöst vom Rahmen des Eindeutigen: Ihnen lauscht man verzaubert. (Lothar Knessl)


Ernesto Molinari/ Marino Formenti/ Klangforum Wien/ Sylvain Cambreling

Johannes Maria Staud — A map is not a territory/ Bewegungen/ Black moon

JOHANNES MARIA STAUD — Berenice. Lied vom Verschwinden.

Marino Formenti piano / Petra Hoffmann soprano
Ernesto Molinari bass-clarinet / Thomas Larcher piano
Klangforum Wien / Sylvain Cambreling
Radio Symphonieorchester Wien / Bertrand de Billy

Includes booklet with text by Johannes Maria Staud and Carsten Fastner
0012392KAI - 2003


tracklisting:

01-03 A map is not the territory for ensemble (2001) 17:03
04 Bewegungen for piano (1996) 9:10
05 Polygon. Music for piano (2002) 12:07
06 Black Moon for bass clarinet (1998) 11:21
07 Berenice. Lied vom Verschwinden. (2003) 12:02
for soprano, ensemble and tape

TT: 61:51

Sophisticated formal strategies, a strict organisation of material, in a nutshell: with the greatest nonchalance, Staud draws on a secured intellectual foundation and on long-proscribed emotionality for his music. In his determination to express himself, the composer does not shy from highly expressive moments, excited cascades of sound, dynamic and strongly staggering commotions, or apparently self-reflective lyrical passages - and continuously subjects these to precise structural controls. A highly emotional approach, which at the same time is precisely calculated. For Staud, one of the key parameters in this calculation is the tonal quality of his music.
(Carsten Fastner)

Ausgetüftelte formale Strategien, eine strenge Materialorganisation, kurz: ein gesichertes intellektuelles Fundament nimmt Staud für seine Musik mit der größten Selbstverständlichkeit ebenso in Anspruch wie die lange Zeit so verpönte Emotionalität. In seinem Ausdruckswillen verzichtet der Komponist nicht auf hochexpressive Momente, auf erregte Klangkaskaden, dynamisch heftig schwankende Tumulte oder selbstreflexiv anmutende lyrische Passagen - und unter-zieht diese doch stets einer präzisen strukturellen Kontrolle. Ein hoch emotionaler Ansatz, der zugleich genau kalkuliert ist. Eine der wichtigsten Größen in dieser Kalkulation ist für Staud die klangliche Qualität seiner Musik. (Carsten Fastner)


Klangforum Wien/ Enno Poppe/ ORF Radio-Symphonieorchester Wien/ European Workshop for Contemporary Music/ courage-Dresdner Ensemble für zeitgenössische Musik

Joanna Wozny — as in a mirror, darkly/ Return/ kahles Astwerk/ Loses/ Vom Verschwinden einer Landschaft II

JOANNA WOZNY — as in a mirror, darkly

Klangforum Wien / Enno Poppe
ORF Radio-Symphonieorchester Wien / Martyn Brabbins
European Workshop for Contemporary Music / Rüdiger Böhn
courage-Dresdner Ensemble für zeitgenössische Musik / Titus Engel
Sascha Armbruster saxophone
Claudia Herr soprano
Sophie Schaffleitner violin
Dimitrios Polisoidis viola
Andreas Lindenbaum violoncello
Janna Polyzoides piano

Includes booklet with texts by Joanna Wozny and Daniel Ender
0013192KAI - 2011


tracklisting:

01 as in a mirror, darkly (2011) 14:35
02 Return (2006) 10:49
03 kahles Astwerk (2007/2008) 8:24
04 Loses (2006) 18:27
05 Vom Verschwinden einer Landschaft II (2010/2011) 10:26

TT: 64:43

Her general theme, if a common denominator can be found at all, consists in continual transformation. This can begin quite unnoticeably, working quietly against its opposite - which is repetition. And even so, repetition never means simply the return of the same. What was already there seems different the next time it is heard. The compositions on the present CD show this in many different ways. All of these works have to do with transformations which always seem to have already begun and could indeed go on endlessly, were they not constantly accompanied by a dramaturgy of gradual fading away which itself exhibits frequent, slight changes. (Daniel Ender)

Joanna Woznys Generalthema, wenn es sich überhaupt auf einen Nenner bringen lässt, bildet die ständige Verwandlung. Ganz unmerklich kann sie einsetzen und sich ihrem Gegenteil, der Wiederholung, entgegenstemmen. Ohnehin heißt Wiederholung nie bloße Wiederkehr desselben. Was schon einmal da war, wirkt beim nächsten Mal anders. Die Kompositionen auf dieser CD zeigen dies auf vielfache Weise. Sie alle drehen sich um Transformationen, die immer schon begonnen zu haben scheinen und endlos weitergehen könnten, würde sich nicht zugleich eine immer wieder etwas andere Dramaturgie des allmählichen Verklingens erfüllen. (Daniel Ender)


Klangforum Wien/ Stefan Neubauer/ Gertrude Rossbacher Ensemble Kontrapunkte/ Peter Keuschnig Tonkünstler-Orchester Niederösterreich/ Chorus Sine Nomine/ Andrés Orozco-Estrada

Gerald Resch — Collection Serti/ Figuren/ Ein Garten. Pfade, die sich verzweigen/ Cantus firmus

GERALD RESCH — Collection Serti

Klangforum Wien
Stefan Neubauer clarinet
Gertrude Rossbacher viola
Ensemble Kontrapunkte
Peter Keuschnig conductor
Tonkünstler-Orchester Niederösterreich
Chorus sine nomine
Andrés Orozco-Estrada conductor

Includes booklet with texts by Ferdinand Schmatz and Wolfgang Fuhrmann
0013282KAI - 2012

tracklisting:

01 Collection Serti for ensemble 13:30
02 Figuren for clarinet 6:34
03 Ein Garten. Pfade, die sich verzweigen for viola and seven instruments 13:37
04-06 Cantus Firmus for orchestra and mixed choir 22:45

TT: 56:28

Gerald Resch, born in 1975 in Linz, Austria, developed his economical approach to composition during his studies with Beat Furrer in Graz. Expanding upon this, Resch states, „Encounters, junctures, abstract patterns etc. are all able to inspire the beginning of a composition. I like superimpositions, unforeseen changes of perspective and hidden symmetry. I also like to invent logical but surprising developments of simple material.” This release demonstrates his preoccupation with „plastic forms” in Cantus Firmus, „the perception of nature” in Ein Garten and the omnipresence of a „burdensome, loaded tradition.” (Wolfgang Fuhrmann)

At the center of this release is the work for viola and seven instruments, Ein Garten. Pfade, die sich verzweigen. The German word verzweigen translates to ramification and this process is more than apparent upon listening to the piece. However, despite its daringness, Resch’s music is always centered and accessible: as Wolfgang Fuhrmann puts it, one has „the impression that the musical movement circles again and again around certain tonal centers or constellations of intervals – not necessarily in the sense of diatonic tonality, but rather, in the sense of a disposition in the piece’s ambit of pitch and sound, which ensures orientation.” (Wolfgang Fuhrmann)

Gerald Resch (*1975 in Linz), studierte u.a. bei Beat Furrer in Graz. Zu seiner Musik: „Begegnungen, Verzweigungen, abstrakte Muster etc. können den Beginn eines Musikstücks inspirieren. Ich mag Überlagerungen, unvorhersehbare Perspektivenwechsel und heimliche Symmetrien. Außerdem mag ich es, aus einfachem Material Weiterentwicklungen zu erfinden, die logisch sind und trotzdem überraschen.” Diese CD liegt seine Beschäftigung mit „plastischen Formen” in Cantus Firmus, „die Wahrnehmung der Natur” in Ein Garten und die Omnipräsenz der „lastenden Tradition“ dar. (Wolfgang Fuhrmann)

Im Zentrum dieser CD steht ein Stück für Bratsche und sieben Instrumente, Ein Garten. Pfade, die sich verzweigen. Augenscheinlich wird hier dem Hörenden eine Prozess von anwachsenden Verzweigungen offenbart. Trotz ihrer Kühnheit ist Reschs Musik doch immer zentriert und zugänglich – man hat den „Eindruck, dass die musikalische Bewegung immer wieder um bestimmte tonale Zentren oder Intervallkonstellationen kreist – nicht notwendigerweise im Sinne der harmonischen Tonalität, aber doch einer Ordnung im Tonraum, die für Orientierung sorgt.” (Wolfgang Fuhrmann)


Salome Kammer/ Klangforum Wien/ Hans Zender

Hans Zender — Mnemosyne – Höderlin lesen IV/ Cabaret Voltaire

HANS ZENDER — Cabaret Voltaire

Salome Kammer voice
Klangforum Wien / Hans Zender

Includes booklet with text by John T. Hamilton
0012522KAI - 2006


tracklisting:

Cabaret Voltaire (2001/02) 21:01
for voice and eight instruments - after texts by Hugo Ball
01 Wolken 3:08
02 Katzen und Pfauen 2:59
03 Totenklage 5:08
04 Gadji beri bimba 2:01
05 Karawane 2:37
06 Seepferdchen und Flugfische 5.08
07-09 Mnemosyne - Hölderlin lesen IV (2000) 33:20
for voice, string quartet and tape

TT: 54:21

Friedrich Hölderlin (1770–1843) and Hugo Ball (1886–1927), two poetic signposts at either end of the nineteenth century, would seem to be worlds apart. On first view, the withdrawn Romantic, whose obsession with the Greeks led somehow – mysteriously, fatally – to silent confinement in the madman’s tower, bears little similarity to the provocative entertainer and impresario, dressed in his „magic bishop” outfit, intoning nonsense verses with a liturgical seriousness that transformed the public performance into a high mass of absurdity. Ball’s desire for radical originality („I don’t want words that other people have invented”) clashes with Hölderlin’s pious acts of translation, which obediently rendered the verses of Pindar and Sophocles word for word. The painstaking precision that Hölderlin applied in the construction of his great odes and hymns finds nearly its perfect opposite in Ball’s glossolalia, where non-semantic syllables were apparently uttered forth from some pre-conscious source.
The compositional proximity of Hans Zender’s Mnemosyne (2000) and Cabaret Voltaire (2001), however, invites us to consider the possible similarities – or better, the disimilar similarities – of the Philhellenist and the Dadaist.
(John T. Hamilton)

Friedrich Hölderlin (1770–1843) und Hugo Ball (1886–1927), die der Dichtung zu Anfang und zu Ende des 19. Jahrhunderts den Weg wiesen, scheinen Welten voneinander entfernt. Auf den ersten Blick hat der in sich gekehrte Romantiker, der von den Griechen besessen war und dessen Besessenheit ihn irgendwie – auf unerklärliche, verhängnisvolle Weise – in die stille Gefangenschaft des Irrenturms führte, wenig Ähnlichkeit mit dem provokativen Unterhalter und Impresario: in seiner Verkleidung als „magischer Bischof” intonierte dieser Unsinnsverse mit einer liturgischen Ernsthaftigkeit, die den öffentlichen Auftritt zum Hochamt des Absurden werden ließen. Balls Hunger nach radikaler Originalität („ich will keine Worte, die andere erfunden haben“) kollidiert mit Hölderlins frommen Übersetzungswerken die die Verse von Pindar und Sophokles Wort für Wort gehorsam übertragen. Die peinliche Genauigkeit, die Hölderlin in der Konstruktion seiner großartigen Oden und Hymnen anwendet, findet ihr beinahe vollkommenes Gegenteil in Balls Glossolalie, der Äußerung nicht-semantischer Silben, die scheinbar aus einer vorbewussten Quelle stammen.
Die kompositorische Nähe zwischen Hans Zenders Mnemosyne (2000) und Cabaret Voltaire (2001) lädt uns jedoch ein, über mögliche Ähnlichkeiten – oder besser, unähnliche Ähnlichkeiten – zwischen dem Philhellenen und dem Dadaisten nachzudenken. (John T. Hamilton)


Julie Moffat/ Eva Furrer/ Katrina Emtage/ Andreas Lindenbaum/ Benedikt Leitner/ Roland Schueler/ Johann Leutgeb/ Annette Bik/ Florian Müller/ Donna Wagner Molinari/ Klangforum Wien/ Hans Zender

Hans Zender — Music to hear/ Litanei/ Muji no kyo/ Furin no kyo

HANS ZENDER — Music to hear

Klangforum Wien / Hans Zender

Includes booklet with texts by Frank Gerhardt and Jörn Peter Hiekel
0012262KAI - 2001


tracklisting:

01 Music to hear (1998) 17:27
for soprano, solo flute, echo flute and ansemble
02 Litanei (1976) 18:08
for three cellos
03 Muji no kyo (1975) 17:12
for voice and ensemble
04 Furin no kyo (1988/89) 21:45
for soprano, clarinet and ensemble

TT: 75:29

Music to hear is characterised by the rhetoric of musical diction: an alternation of tension and relaxation, clearly defined metrics, main themes, the alternation of stressed and unstressed tempi, a comprehensibility of figures, and generally the use of figures at all... (Frank Gerhardt)

Music to hear wird von einer Rhetorik der musikalischen Diktion geprägt: ein Wechsel von Spannung und Entspannung, deutlich erkennbare Metrik, Schwerpunktbildungen, der Wechsel betonter und unbetonter Zeiten, eine Fasslichkeit der Figuren, ja der Verwendung von Figuren überhaupt...
(Frank Gerhardt)


Christoph Prégardien/ Klangforum Wien/ Sylvain Cambreling

Hans Zender — Schuberts Winterreise

HANS ZENDER — Schuberts „Winterreise”
Eine komponierte Interpretation

Christoph Prégardien tenor
Klangforum Wien / Sylvain Cambreling

Includes booklet with texts by Hans Zender and Konrad Paul Liessmann
0012002KAI - 1999 - 2CD


tracklisting:

Schuberts „Winterreise”
CD 1
01 Gute Nacht 10:10
02 Die Wetterfahne 2:16
03 Gefrorne Tränen 2:08
04 Erstarrung 3:53
05 Der Lindenbaum 4:49
06 Wasserflut 4:00
07 Auf dem Flusse 4:33
08 Rückblick 2:12
09 Irrlicht 3:19
10 Rast 3:44
11 Frühlingstraum 3:48
12 Einsamkeit 4:07
13 Die Post 5:25
14 Der greise Kopf 2:50
15 Die Krähe 1:36
16 Letzte Hoffnung 2:30

TT: 61:19

CD 2
01 Im Dorfe 3:24
02 Der stürmische Morgen 1:21
03 Täuschung 2:52
04 Der Wegweiser 4:13
05 Das Wirtshaus 4:47
06 Mut 3:12
07 Die Nebensonnen 4:57
08 Der Leiermann 7:39

TT: 32:30

Was hört, wer Hans Zenders komponierte Interpretation von Franz Schuberts Winterreise hört? Eine Deutung, eine Instrumentation, eine akustische Illustration, eine eigenwillige Annäherung, ein Remake, eine Bearbeitung oder eine Neuschöpfung? Keine dieser Bestimmungen wäre falsch, und doch reicht keine an die Komplexität dieses Werkes heran.
(Konrad Paul Liessmann)


Bas Wiegers/ Klangforum Wien/ Michael Moser/ Asasello Quartett/ Annelie Gahl

Peter Jakober — Substantie

01 Substantie 17:00
02 Puls 2 09:00
03 1. Streichquartett 11:00
04 Nach Aussen 10:00

TT 47:00

Peter Jakobers complex systems of synchronisation and desynchronisation, multifaceted hues of rhythmic design and microtonal progressions create a suspenseful poetically dynamic sound-schisms. Rhythmic superimpositions, shifts, repetitive tones with almost imperceptible pitch changes, glissandi with continuous pitch-bending are among the stylistic elements employed by Perter Jakober. (mica — Musikmagazin, 20 Apr 2017)

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