Abendfüllendes in das Konzertleben des frühen 21. Jahrhunderts zurückzubringen ist ein lohnendes Unterfangen. Die üblich gewordene Fragmentierung zeitgenössischer Musikprogramme in die beinahe schon kanonisierte Form der zwölf-, fünfzehn- oder (Vorsicht, Überlänge!!) zwanzigminütigen Werke vier verschiedener KomponistInnen hat ohne Zweifel ihren Sinn und ihre Meriten. Schade ist nur, dass das nicht nur im formal-äußerlichen, sondern vor allem auch im materiell-inhaltlichen Sinn Abendfüllende dieser verfestigten Norm gegenüber in den Hintergrund getreten ist.

Für die kommenden Spielzeiten hat das Klangforum Wien eine Reihe von Projekten konzipiert bzw. wieder in sein Repertoire genommen, die eine konzentrierte Auseinandersetzung mit dem großen Werk einer einzelnen Komponistenpersönlichkeit oder eine lange und geruhige Begegnung mit der Musik unserer Zeit erlauben.

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