3 August 2017
20.30 Uhr
Salzburg, Kollegienkirche Salzburger Festspiele Zeit mit Grisey

 

Zeit mit Grisey ermöglicht dem Publikum, nicht nur erfüllte Stunden mit seiner Musik zu verbringen, sondern vielleicht auch, die Zeit an sich anders zu erfahren. Wie von selbst öffnen sich überraschende klingende Räume – zum Finale etwa im abendfüllenden, prächtigen Zyklus Les Espaces acoustiques, der sich vom Solostück für Viola bis zum großen Orchesterwerk mit konzertierenden Hörnern ausweitet. Zuvor aber verknüpfen die Programme Griseys Schaffen mit Werken von Freunden, Zeitgenossen und verwandten Geistern. Manchen von ihnen war nicht viel Zeit vergönnt: Der 34-jährige Kanadier Claude Vivier wurde 1983 in Paris ermordet; Grisey starb dort 1998 im Alter von nur 52 Jahren. In seinem bewegenden letzten Werk, den Quatre Chants pour franchir le seuil, hatte er sich mit dem Überschreiten der Schwelle des Todes auseinandergesetzt. Die Uraufführung erlebte er nicht mehr. (Walter Weidringer)

 

Gérard Grisey — Mouvement aus Accords perdus
Giancinto Scelsi — Natura Renovatur
Gérard Grisey — Jour, contre-jour
    — Chute
aus Accords perdus
Tristan Murail — L’Esprit des dunes
Gérard Grisey — Le Temps et l’écume

Christoph Walder, Horn
Reinhard Zmölnig, Horn
Peter Böhm, Florian Bogner, Klangregie
Dirigent: Peter Rundel



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