Natalia Zagorinskaya

Natalia Zagorinskaya

Sie gilt als erlesene Interpretin der Musik des 20. Jahrhunderts. Besonderes Ansehen erlangte sie erstmals durch die Wiedergabe der Gesangszyklen von Edison Denisov sowie seiner „Les Pleurs", von Igor Strawinskys „Les Noces", Alban Bergs „Lulu-Suite", Niccolo Castiglionis „Terzina", Luigi Dallapiccolas „Tre Poemi" und „Commiato", Elliott Carters „A Mirror on which to dwell",  Jean Barraques „Chant apres chant",  Pierre Boulez' „Improvisation sur Mallarme I/II", Luigi Nonos „Intolleranza Suite" und „Sul ponte di Hiroshima" sowie Gyorgy Kurtags „Botschaften des verstorbenen Fräulein Troussova", „Szenen aus einem Roman", „Requiem a kedvesért" und „Quatre caprices" u. a. mit dem Ensemble Contrechamps, dem Ensemble Intercontemporain, dem Nieuw Ensemble Amsterdam, dem BBC Symphony Orchestra und dem Schönberg Ensemble.

Sie ist Widmungsträgerin von Kurtàgs „Songs to Poems by Anna Akhmatova" op.41, an deren Uraufführung sie 2009 in der New Yorker Carnegie Hall mitwirkte, gefolgt von weiteren Darbietungen in Europa und Kanada. 2010 fand ihr Österreich-Debüt mit Kurtàgs „Trussova" - Zyklus in Salzburg statt; 2011 sang sie sowohl den „Akhmatova"- als auch den „Troussova" - Zyklus in einem Konzert anlässlich des 85. Geburtstags des Komponisten in Budapest.

Geboren in Moskau, begann sie im Alter von 7 Jahren eine Klavierausbildung an der Musikschule des Moskauer Konservatoriums, gefolgt von einer Gesangausbildung am Tschaikowskij-Konservatorium, die sie in der Klasse von Vera Kudriavtseva abschloss. Seitdem ist sie Ensemblemitglied der Moskauer Helikon Oper, mit der sie Gastspielreisen in die USA, nach Großbritannien, Deutschland, in die Schweiz, nach Dänemark, Frankreich, Spanien und in den Libanon (Al Bustan Festival) unternahm.
In den vergangenen Jahren stand sie als Emila Marty in Janáceks „Die Sache Makropoulos", als  Blanche in Poulencs „Les Dialogues des Carmelites", in der Titelrolle von  Dvoraks „Rusalka", als Fata Morgana in Prokofjevs „Die Liebe zu den drei Orangen", als Stephana in Giordanos „Siberia", als Zarin Alexandra in der Russische Erstaufführung von Jay Reises Oper „Rasputin" sowie als Mariana in Wagners „Das Liebesverbot" auf der Bühne.

Konzertgastspiele führten Sie auch in die Los-Angeles Radio Hall, die Radio France Hall, Victoria Hall in Genf, das Muziekgebouw in Amsterdam, die Haarlem Philharmonie, zum Edinburgh Festival, zum Aldeburgh Festival, zum Helsinki Christmas Festival und mehrfach zum Festival La Batie in Genf. Sie sang mit den Düsseldorfer Symphonikern, dem BBC Scottish Symphony Orchestra, dem Radio-Symphonie-Orchestra Saarbrücken und mit dem Gulbenkian Orchestra in Lissabon. Zu ihrem Konzertrepertoire zählen auch Klassiker wie Bachs h-Moll-Messe, Schostakowitschs Symphonie No. 14, Zemlinskys „Lyrische Symphonie" und  Schrekers "Vom ewigen Leben".

Zukünftige Verpflichtungen führen sie erneut nach Wien (Kurtags „Troussova" und Dallapiccolas „Commiato" mit dem Klangforum im Wiener Konzerthaus), nach Amsterdam („Akhmatova" und „Troussova"), nach Paris („Troussova"),  nach Warschau („Akhmatova" und „Quatre caprices"), nach Porto und nach Saarbrücken (Avnis „Se questo è un uomo")
(November 2011)