
Michael Pelzel
Michael Pelzel wurde 1978 in Rapperswil in der Schweiz geboren.
Nach Abschluss der Mittelschule, die er in Wattwil besuchte, begann er seine professionelle Ausbildung an den Musikhochschulen von Luzern, Basel, Stuttgart, Berlin und Karlsruhe. Dort studierte er die Fächer Klavier bei Ivan Klánsky, Orgel bei Martin Sander, Ludger Lohmann und Guy Bovet und Komposition bei Dieter Ammann, Detlev Müller-Siemens, Georg-Friedrich Haas, Hanspeter Kyburz und Wolfgang Rihm, sowie Musiktheorie bei Roland Moser und Balz Trümpy.
Derzeit arbeitet Michael Pelzel als freischaffender Komponist und Musiker und hat überdies eine Position als Organist der evangelischen Kirche von Stäfa am Zürcher See inne. Außerdem unterrichtet er fallweise Musiktheorie und Kompositionsworkshops an den Universitäten von Stellenbosch, Potchefstroom und Pretoria (Südafrika).
Während seiner Studienzeit besuchte Michael Pelzel zahlreiche Meisterklassen für Komposition und arbeitete mit renommierten Komponisten wie Tristan Murail, Beat Furrer, Klaus Huber, Brian Ferneyhough, György Kurtàg und Helmut Lachenmann. Er nahm ausserdem an den Ferienkursen in Darmstadt (2004-2010) und Metz („Acanthes“) sowie in Royaumont bei Paris teil.
In seiner Funktion als Organist erhielt er eine Einladung an die Swiss Church, London; ausserdem spielte er an den Orgeln der Kathedralen von San Francisco, Los Angeles, Sidney und Cape Town sowie beim Orgelfestival in Magadino.
Als Komponist bot sich ihm die Möglichkeit zur Zusammenarbeit mit einer Reihe von zeitgenössischen Ensembles wie dem Collegium Novum Zürich, dem Aequatuor-Ensemble Zürich, dem ensemble VORTEX (Genf), dem ensemble zora (Aarau), dem ENSEMBLE PHOENIX/Basel, dem ensemble alea III (Boston), dem ensemble recherche (Freiburg im Breisgau), dem ensemble mosaik (Berlin) und dem Klangforum Wien.
Seine Werke werden bei zahlreichen Festivals aufgeführt, unter anderem bei der Ensemblia (Mönchengladbach), den Mouvements (Saarbrücken), bei Musica Viva (München), den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik, den Donauschinger Musiktagen, der IGNM Basel und Bern, bei Wien Modern, den Klangspuren (Schwaz), sowie den Festivals Archipel (Genf), Tremplin (Paris), dem Luzern Festival, im Tel Aviv Museum (Tel Aviv) und bei Art on Main, (Johannesburg); hinzu kommen häufige Ausstrahlungen über Radio und im TV.
Michael Pelzel erhielt zahlreiche Preise, darunter: Werkjahr des Kultur-
departements des Kantons Sankt Gallen (2006), Studienpreis der Kiefer-Hablitzel Stiftung in Bern (2007), Preis des Jurgenson Wettbewerbes Moskau (2007) sowie des Edison Denisov Wettbewerbs, Tomsk (2007), Preis des Musikwettbewerbs „Music Today“, Seoul (2009), Kulturpreis der Stadt Rapperswil-Jona (2009), ein Stipendium der pro-helvetia-Kulturstiftung, Schweiz, für künstlerische Projekte im Rahmen eines dreimonatigen Aufenthaltes in Südafrika (2010), sowie der Föderpreis des Marguerite Staehelin Wettbewerbes, der ihm einen zweiwöchigen Aufenthalt in der Casa Pantrovà in Carona (Tessin) ermöglichte (2010).
Von 2009 bis 2011 war er Teilnehmer am Projekt „Oper des 21. Jahrhunderts“ der von der Kulturstiftung der Deutschen Bank initiierten „Akademie Musiktheater heute“ in Frankfurt am Main.
