Géraldine Dutroncy, Klavier

Nach ihren Studien am Konservatorium Orléans, wo sie mit acht Jahren ihr erstes Klavierkonzert spielte, wurde Géraldine Dutroncy im Alter von 16 Jahren am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse in Paris aufgenommen. Im gleichen Jahr legte sie das französische Abitur (baccalauréat scientifique) mit Auszeichnung ab. Am Pariser Konservatorium erhielt sie drei erste Preise: Kammermusikpreis (Klasse Alain Meunier), erster Preis Klavier solo (Klasse Gérard Fremy), erster Preis Klavierbegleitung (Klasse Jean Koerner). Ihr Hochschuldiplom absolvierte sie in jeder dieser Disziplinen mit der Auszeichnung „sehr gut".

2003 erreichte Géraldine Dutroncy den fünften Preis beim Internationalen Schubert Wettbewerb Dortmund. Sie tritt als Solostin und in kammermusikalischer Besetzung wie dem Trio Pantoum auf und ist Trägerin einer Vielzahl internationaler Preise (zweiter Preis in Illzach, dritter Preis in Trapani, erster Preis Boehringer-Ingelheim und zweiter Preis beim Brahms-Wettbewerb im österreichischen Pörtschach). Sie gibt Konzerte auf den größten Bühnen Frankreichs und Europas sowie in Übersee: Klavierfestival La Roque Anthéron, bei den Festivals Montpellier, Nîmes und Aix-en-Provence, Festival Olivier Messiaen in Pays de la Meije, Rencontres Musicales de Haute-Provence, Festival Why Note, Festival des Midis-minimes in Brüssel, bei den Festivals in Haverhill und Cambridge in Großbritannien, Festival Atempo in Caracas u.a.m.

Mit Schwerpunkt im Bereich der zeitgenössischen Musik arbeitet Géraldine Dutroncy mit einer Vielzahl von Komponisten zusammen: Tristan Murail (New York), Pierre Strauch und Pierre Boulez. Sie wirkte mit bei Hanspeter Kyburz' „Danse Aveugle" sowie der Uraufführung von „Double Points: ΟΥΤΙΣ" im Jahr 2005 beim Festival d'Automne am Pariser Centre Pompidou. Aus der Begegnung mit Betsy Jolas 2007 ging eine Konzertreihe hervor, die deren Klavierschaffen gewidmet ist: „Mit "B for Sonata" [...] bietet Géraldine Dutroncy eine Viertelstunde wahrer Poesie, indem sie alle Register des Klaviers und des Ausdrucks ausschöpft ohne das geringste Zugeständnis an eine allfällige Leichtigkeit" (Simon Corley, Concertonet, Dezember 2008). In einer Aufführung des Klavierkonzertes von Marc Monnet unter der Leitung von Pierre-André Valade mit dem Ensemble Court-Circuit bot sie an der Seite von Dimitri Vassilakis im April 2009 beim Printemps des Arts in Monte Carlo eine Maßstäbe setzende Interpretation. Ein Aufnahme dieses Konzertes und der „Intermèdes pour piano" erschien im Herbst 2009 bei Zig Zag Territoires.
Parallel zu ihren Tätigkeiten als Solistin arbeitet Géraldine Dutroncy mit einer Vielzahl von Orchestern zusammen: Orchestre de Paris, Orchestre Philharmonique de Radio-France, Orchestre National de France, Orchestre de Picardie, Orchestre National de Montpellier, Orchestre National d’Ile-de-France, Kammerchor Accentus, sowie mit Ensembles zeitgenössischer Musik: Ensemble Fa, Ensemble TM+, Ensemble XXI, l’Itinéraire, Ensemble Plural à Madrid, Ensemble Court-Circuit und vor allem mit dem Ensemble Intercontemporain, mit welchem sie eine Reihe von Konzertreisen absolvierte. So beispielsweise nach Großbritannien, wo sie unter Leitung von Pierre Boulez in der Londoner Royal Albert Hall sowie in Edinburgh im September 2004 „Les Noces" von Igor Strawinsky spielte.