Bernhard Lang

Bernhard Lang

geb. 24.2.1957 in Linz;
Schulbesuch und Musikstudium am Brucknerkonservatorium, Linz.
Ab 1975 Studium in Graz;
Philosophie und Germanistik, Jazztheorie, Klavier, Harmonielehre und Komposition;
1977-1981 Arbeit mit div. Jazzgruppen als Komponist, Arrangeur und Pianist;
Auseinandersetzung mit Elektronischer Musik und Computertechnologie, am IEM Graz;
Entwicklung der Software CADMUS in C++ (Entwicklungsumgebung für Computergestützte Komposition;
ab 2003 a.o.Prof. für Komposition an der Kunstuniversität Graz Juli; 
2004 bis März 2005 Stipendiat des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia in Bamberg;
Teilnahme am Steirischen Herbst 1984, 1988, 1991, 1995, 1999 und 2003 („Das Theater der Wiederholungen“, Musiktheater, UA Graz 4. Okt. 2003 und Paris Opera de la Bastille 2006), Moskau Alternativa Festival, Moskau Modern, „resistance fluctuations“ Los Angeles 1998, Tage Absoluter Musik Allentsteig I und II, Klangarten , Herbstfestival 98 Lissabon, Wien Modern, Münchner Opernfestspiele, Darmstädter Ferienkurse, Donaueschinger Musiktage, Salzburger Festspiele, Disturbances (Musiktheaterworkshop Kopenhagen 2003), Wittener Tage für Neue Kammermusik u.v.a.;
Remix Projekt „Black Friday“ mit Christian Fennesz, Christoph Kurzmann, Dieter Kovacic; Remix Projekt „SWR new jazz meeting“ mit Steve Lacy, Phil Jeck u.a.; Entwicklung des Loop-Generators „Looping Tom“ (PD-Programm) in Zusammenarbeit mit dem IEM Graz. Entwicklung des VLG (visual loop generators) mit Winfried Ritsch am IEM Graz;
Hörspielmusik: „Der Himmel ist Bodenlos“ (Wien 2001); Theatermusik : „Der Blutige Ernst“ (Burgtheater Wien 2001);
2006 zentraler Komponist bei Wien Modern;
Seit 2003 intensive Beschäftigung mit Tanz, Zusammenarbeit mit Xavier Le Roy, Willi Dorner, Christine Gaigg; 
Tanztheater: Christine Gaigg:TRIKE 2004-2006; 
Filmmusik: Norbert Pfaffenbichler „Notes on Film 2“ 2006;
„Haffners Paradies" 'MOSAIK MÉCANIQUE' Musik/Installation zu Norbert Paffenbichlers gleichnamigem Film.

Monadologie VII: …for Arnold…
zählt zu einer neuen Werkserie, anknüpfend an die Differenz/Wiederholungs-Arbeiten. Die ersten sieben Stücke entstanden zwischen 2007 und 2009.
Diese Stücke lassen sich durch folgende, weitgehend durchgängig angewandte Prinzipien charakterisieren:
1. das so genannte „Monadologische Prinzip“ : die harmonischen Texturen basieren auf kleinen zellulären Partikeln, welche mittels Zellulärer Automaten organisiert werden.
2. das Prinzip der  zeitlichen Granulierung durch differente Loops: aus den autogenerativen Harmonischen Strukturen werden zeitliche Zellen ausgelesen, in Analogie zu den kinematografischen Techniken von Raphael Montañez Ortiz und Martin Arnold.
3. Das Prinzip der Metakomposition: Die musikalischen Monadologien nehmen ab Monadologie II kleine Motivpartikel aus existierenden Partituren zum Ausgangspunkt der Entwicklungen. Auch hier stellt der Metafilm Arnolds und Ortiz den Bezugpunkt her.
 
Im Fall der Monadologie VII: …for Arnold ist Arnold Schönbergs Kammersinfonie Op.38 die zitierte Referenz, aus den vier Hauptthemenkomplexen werden die „Stammzellen“ für die zellulären Wachstumsprozesse entnommen, die vier Teile des Stücks spiegeln rudimentär die ursprüngliche formale Anlage von op.38. wieder.
Im Stück selbst kommt es immer wieder zu „katastrophischen“ Episoden, der Entwicklungsfluss gerät in verhängnisvolle Schleifen, „hängende“ Schallplatten, defekte CD-Player könnten assoziiert werden. (Bernhard Lang)
 
Die Sätze:
1 Thema 1 (8’)
2 Thema 2 (5’)
3 Thema 3 (4’)
4 Thema 4 (3’)
Coda
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