Tristan Brookes
Tristan Brookes wurde 1986 in Oxford geboren. 2007 beendete er sein Studium der Komposition, Analyse und Musikwissenschaft am King’s College London. 2007-2008 studierte er bei Jonathan Cole am Royal College of Music.
Zu seinen jüngsten Projekten und Aufführungen zählt das Stück „Threads“ für verstärkte Geige und 7 Lautsprecher, aufgeführt von Robert Ames am Bishopsgate Institute in London im Juni 2009; „SERRA:PESSOA“ für großes Ensemble, als Teil des „Young Composers‘ Project“ des London Philharmonic Orchestra, dessen Uraufführung am 14. Mai 2010 in der Queen Elizabeth Hall stattfand; und „Ur“ für Ensemble und live eingeblendete Geräusche, das vom London Contemporary Orchestra als Teil seines „Faster than Sound“ Projekts am 15. Mai 2010 in Snape Maltings uraufgeführt wurde. Zu seinen zukünftigen Projekten zählt ein neues Auftragswerk des Impuls Kompositionswettbewerbs, das 2011 in Graz vom Klangforum Wien uraufgeführt wird.
Zu seinen jüngsten Projekten und Aufführungen zählt das Stück „Threads“ für verstärkte Geige und 7 Lautsprecher, aufgeführt von Robert Ames am Bishopsgate Institute in London im Juni 2009; „SERRA:PESSOA“ für großes Ensemble, als Teil des „Young Composers‘ Project“ des London Philharmonic Orchestra, dessen Uraufführung am 14. Mai 2010 in der Queen Elizabeth Hall stattfand; und „Ur“ für Ensemble und live eingeblendete Geräusche, das vom London Contemporary Orchestra als Teil seines „Faster than Sound“ Projekts am 15. Mai 2010 in Snape Maltings uraufgeführt wurde. Zu seinen zukünftigen Projekten zählt ein neues Auftragswerk des Impuls Kompositionswettbewerbs, das 2011 in Graz vom Klangforum Wien uraufgeführt wird.
Ann (work in progress)
Ann ist nach der Romanautorin Ann Quin benannt. Je mehr ich Quins Arbeiten lese, desto deutlicher wird mir eine Art von Verbindung zwischen ihrem Schreiben und dem, was ich in meiner Musik zu erreichen hoffe; das geht so weit, dass ich manchmal überzeugt bin, dass zwischen uns eine mysteriöse, unmögliche und zutiefst persönliche Beziehung besteht.
Im Kern ist diese Beziehung verschleiert, in Worten nicht wiederzugeben. Vielleicht lässt sie sich am ehesten mit Hilfe von ein paar strukturellen Betrachtungen andeuten:
• Formen, die Erfahrung (Realität?) widerspiegeln
• Beschreibung/Suggestion/Reflexion von Farbe, Bewegung, Ton
• die anrührende Präsenz von einander überlagernden Stimmen
• ein grauer Schleier, der sich einen Augenblick lang lüftet und eine verschüttete, irisierende Farbe erkennen lässt; eine Farbe, die – sieht man genauer hin - immer schon in dem Grau enthalten war
Ich möchte den Eindruck von etwas Strömendem erwecken; etwas, das ständig im Fluss bleibt und dennoch seinen zugrunde liegenden Rhythmus beibehält, ein Gefühl von unheimlicher Wiederholung, etwas irgendwie Zyklisches und nicht Lineares.
Stunden werden zu Händen. Eindrücke färben ab. Breiten sich aus. Erinnerungen. Engel, in einem Spiegel gefangen. Der Raum zwischen Wolken. Die Zeichen der Gezeiten. Niemals weggewischt.
(DREI)
Das Stück ist ein “work in progress”; wenn es auch in mancher Hinsicht konstant bleiben muss, so ist es im Detail möglichen Veränderungen gegenüber offen...
(Tristan Brookes)
Ann ist nach der Romanautorin Ann Quin benannt. Je mehr ich Quins Arbeiten lese, desto deutlicher wird mir eine Art von Verbindung zwischen ihrem Schreiben und dem, was ich in meiner Musik zu erreichen hoffe; das geht so weit, dass ich manchmal überzeugt bin, dass zwischen uns eine mysteriöse, unmögliche und zutiefst persönliche Beziehung besteht.
Im Kern ist diese Beziehung verschleiert, in Worten nicht wiederzugeben. Vielleicht lässt sie sich am ehesten mit Hilfe von ein paar strukturellen Betrachtungen andeuten:
• Formen, die Erfahrung (Realität?) widerspiegeln
• Beschreibung/Suggestion/Reflexion von Farbe, Bewegung, Ton
• die anrührende Präsenz von einander überlagernden Stimmen
• ein grauer Schleier, der sich einen Augenblick lang lüftet und eine verschüttete, irisierende Farbe erkennen lässt; eine Farbe, die – sieht man genauer hin - immer schon in dem Grau enthalten war
Ich möchte den Eindruck von etwas Strömendem erwecken; etwas, das ständig im Fluss bleibt und dennoch seinen zugrunde liegenden Rhythmus beibehält, ein Gefühl von unheimlicher Wiederholung, etwas irgendwie Zyklisches und nicht Lineares.
Stunden werden zu Händen. Eindrücke färben ab. Breiten sich aus. Erinnerungen. Engel, in einem Spiegel gefangen. Der Raum zwischen Wolken. Die Zeichen der Gezeiten. Niemals weggewischt.
(DREI)
Das Stück ist ein “work in progress”; wenn es auch in mancher Hinsicht konstant bleiben muss, so ist es im Detail möglichen Veränderungen gegenüber offen...
(Tristan Brookes)
