Alban Berg

Alban Berg

Alban Maria Johannes Berg wurde am 9.2.1885 in Wien geboren, ebenda starb er am 24.12.1935. Als Sohn eines 1867 aus Nürnberg eingewanderten Kaufmanns, begann Berg 1900 mit autodidaktischen Kompositionsversuchen (drei Lieder), denen in den nächsten Jahren 87 Lieder und Duette folgten.
Im Oktober 1904 wurde er mit Schönberg bekannt, der ihn auf Grund der autodidaktischen Kompositionsproben als Schüler annahm. In den vom Schülerkreise Schönbergs veranstalteten Konzerten hatte er 1907 und 1908 seine ersten öffentlichen Aufführungen. 1910 schloss Berg die Lehrzeit bei Schönberg ab, mit dem er bis zu seinem Tode eng befreundet blieb. 1911 heiratete er Helene Nahowski und lebte nun, von kurzen Reisen zu Aufführungen seiner Werke abgesehen, im Winter in Wien, seinen Lebensunterhalt mit Kompositionsunterricht verdienend, im Sommer in den österreichischen Alpen.
Im Mai 1914 sah Berg in Wien G. Büchners Dramenfragment Wozzeck, konnte aber seinen Entschluss, es als Oper zu gestalten, erst nach dem 1. Weltkrieg, in dem er Militärdienst leistete, ausführen und im Herbst 1921 vollenden. 1923 regte H. Scherchen die Zusammenfassung einiger Stücke der Oper zu einem im Konzertsaal aufführbaren Zyklus an, dirigierte am 11.6.1924 diesen Zyklus (drei Fragmente aus dem 1. u. 3. Akt) auf dem Musikfest des Allgemeinen Deutschen Musikvereins in Frankfurt am Main und errang damit einen sensationellen Erfolg, der Berg mit einem Schlage berühmt machte. Von 1925 an bediente sich Berg der Zwölftontechnik. Berg, dessen Wozzeck, als erste beim Publikum erfolgreiche atonale Oper einen Markenstein in der Operngeschichte des 20. Jh. darstellt, verwendete auch in seinen atonalen und dodekaphonen Werken die neuen Kompositionstechniken aus dem Geist der Tradition heraus. Die ausgeprägte Klangsinnlichkeit seiner Musik, die die strenge Konstruktivität in den Hintergrund rückt, hat zu Bergs Popularität beigetragen.
 
 
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