
Donatienne Michel-Dansac, Sopran
Donatienne Michel-Dansac begann als Siebenjährige ihre musikalische Ausbildung in den Fächern Klavier und Geige. Vier Jahre später wurde sie in die Gesangsschule der Oper in Nantes aufgenommen und wirkte während der folgenden acht Spielzeiten in zahlreichen Produktionen mit, in mehreren davon bereits als Solistin. Später wechselte sie ans Konservatorium in Paris, das sie 1990 abschloss. Seit Beginn ihrer Laufbahn nimmt die zeitgenössische Musik einen zentralen Stellenwert für Donatienne Michel-Dansac ein.
So arbeitete sie bereits 1988 erstmals mit Pierre Boulez und dem Ensemble Intercontemporain zusammen. Weitere Engagements führten sie zum Ensemble Ictus, zum Ensemble Itinéraire, zum Ensemble SIC, zur London Sinfonietta, zum Orchestre National de France und zum Tapiola Orchester Helsinki sowie zu Wien Modern und anderen renommierten Festivals für Neue Musik. Darüber hinaus verbindet die Sängerin seit 1993 eine enge Kooperation mit dem Ircam in Paris, die ihren Niederschlag in einer Reihe von Uraufführungen fand, an denen sie beteiligt war, darunter Kompositionen von Georges Aperghis, Luca Francesconi, Philippe Leroux, Philippe Manoury und Fausto Romitelli.
Auf der Musiktheaterbühne war Donatienne Michel-Dansac u.a. in Georges Aperghis' Avis de Tempête und in der Video-Oper An Index of Metals von Fausto Romitelli zu erleben. Neben ihrem Engagement für die Musik unserer Zeit widmet sich die Künstlerin auch dem barocken Repertoire, vor allem in Zusammenarbeit mit William Christie und Les Arts Florissants.
