Christoph Marthaler, Regisseur

Christoph Marthaler, Regisseur

1951 in Zürich geboren, hat nach Musik- und Theaterstudien in Zürich und Paris als Komponist und Theatermusiker an diversen grossen deutschsprachigen Bühnen gearbeitet und eigene Musiktheaterproduktionen entwickelt. 
 
Ab 1988 sind unter der Intendanz von Frank Baumbauer am Theater Basel seine Betrachtungen des Schweizertums im Badischen Bahnhof entstanden. Mit der Inszenierung „Murx den Europäer! Murx ihn! Murx ihn! Murx ihn! Murx ihn ab!“, einem Requiem auf die DDR an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin 1993, ist seine neuartige Theatersprache auf den deutschen Bühnen bekannt geworden.
 
Die nächsten 7 Jahre folgen Inszenierungen am Hamburger Schauspielhaus und der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin, die regelmässig zum Berliner Theatertreffen eingeladen wurden, zweimal die Auszeichnung „Regisseur des Jahres“ sowie der Konrad-Wolf-Preis, der Fritz-Kortner-Preis, der bayrische Theaterpreis und der Europapreis. Seine Inszenierungen werden weltweit auf Festivals eingeladen und zum Teil seit über zehn Jahren immer wieder aufgeführt.
 
Seit der Spielzeit 2000/01 ist Christoph Marthaler Intendant des Schauspielhauses Zürich, das seitdem zweimal in Folge zum „Theater des Jahres“ gewählt wurde. In der letzten Saison inszenierte er unter anderem „Die Schöne Müllerin“ von Franz Schubert, die am Theatertreffen Berlin und an der RuhrTriennale eingeladen und für den Nestroy-Preis nominiert war.
 
Im Oktober 2002 brachte er „In den Alpen“ von Elfriede Jelinek in Koproduktion mit den Münchner Kammerspielen auf die Bühne, im Februar 2003 „Groundings – Eine Hoffnungsvariante“ für das Schauspielhaus Zürich. Diese Inszenierung wurde zum Berliner Theatertreffen 2003 eingeladen. Im April 2003 wurde sein Projekt „Lieber nicht – Eine Ausdünnung“ (nach Melvilles „Bartleby, der Schreiber“) an der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz uraufgeführt.
 
Im Juli 2003 wurde „Invocation“ (Moderato Cantabile) im Rahmen der Zürcher Festspiele uraufgeführt; eine Oper nach Texten von Marguerite Duras, Musik von Beat Furrer.
 
Im September 2003 erarbeitete Christoph Marthaler mit Meg Stuart und Stefan Pucher das Projekt „Das goldene Zeitalter“, welches in der Schiffbauhalle uraufgeführt wurde. Im Dezember 2003 hatte „Dantons Tod“ (von Georg Büchner) Premiere am Pfauen, diese Produktion wurde zum Berliner Theatertreffen 2004 eingeladen. Am 3. März 2004 wurde sein Liederabend „O.T. Eine Ersatzpassion“ uraufgeführt. Am 10. Mai 2004 werden Christoph Marthaler und Anna Viebrock mit dem Theaterpreis Berlin 2004 der Stiftung Preussische Seehandlung ausgezeichnet.
 
In der Spielzeit 2004/2005 hatten die Produktionen „Seemannslieder“ in Gent und „Schutz vor der Zukunft“ bei den Wiener Festwochen ihre Uraufführungen. Bei den Bayreuther Festspielen inszenierte er im Juli 2005 „Tristan und Isolde“