ⓒ Siggi Hofer für das Klangforum Wien, 2012

Schließlich wollen wir, wenn wir Musik unserer Zeit hören, etwas über uns selbst und unsere Lebensumstände erfahren. Wahrheiten, die auf keine andere Weise erfahrbar oder mitteilbar sind. Gibt es in Skandinavien andere zu finden, als in der City of London?


19.02.2013

19. Februar 2013, 19.30 Uhr

Wien, Konzerthaus, Mozart-Saal

europa, GLOBAL

Skandinavien

Ole Henrik Moe – Eraser's Edge
Malin Bång – irimi
Simon Steen-Andersen – On And Off And To And Fro EA
Evan Gardner – Erstarrung EA

Gunde Jäch-Micko, Violine
Joonas Ahonen, Klavier
Dirigent: Peter Rundel




Wien

Malin Bång – irimi

irimi konzentriert sich auf die Interaktion unterschiedlicher Kombinationen von Holz und Metall; in den seltensten Fällen befassen wir uns ja mit den vielfältigen Klangmöglichkeiten der hölzernen und metallenen Oberflächen selbst. So wie in der Perkussion unterschiedliche Valeurs durch Techniken wie Bürsten, Schlagen, Reiben und Biegen entstehen, können auch die instrumentalen Materialien durch einen ähnlichen Ansatz weiterentwickelt werden.
 
Die Präzision und der organische Fluss körperlicher Bewegung in der japanischen Kampfkunst beeinflussen sowohl die Beweglichkeit der Gesten durch das Ensemble als auch die Methoden, mit deren Hilfe der Instrumentalklang erzeugt wird. Aktive Stille und konzentrierte Energie in Kombination mit explosiven Ausbrüchen kontrollierter Bewegung gestalten Serien kontrastierender Dialoge, deren Fokus auf dem Ausloten hölzerner und metallischer Klangfarben liegt.
 
Wie auch in etlichen anderen meiner jüngeren Werke organisiere ich das musikalische Material gemäß der Intensität der Friktion. Um einen Klang zu erzeugen, bedarf es einer Reibung. Manche Klänge sind beinahe friktionslos, wie beispielsweise ein zarter Lufthauch oder das leichte Streichen über ein glattes Material, während andere großen Druck und eine starke Reibung verlangen, wie Kratz-Töne und massives Schaben/Schrammen über raue Oberflächen. (Malin Bång)