
Johannes Maria Staud
7. Aug 1974 geboren in Innsbruck. Juni 1993 Matura am Akademischen Gymnasium Innsbruck. Oktober 1993 bis Juli 1994 Ableistung des Zivildienstes. Seit Oktober 1994 Kompositionsstudium an der Wiener Musikhochschule bei lvan Eröd (Harmonielehre, Kontrapunkt). Juni 1996 Erste Diplomprüfung mit einstimmiger Auszeichnung. Seit Okt 1996 Komposition bei Michael Jarrell. 1998/99 zusätzlich Elektroakustische Komposition bei Dieter Kaufmann.
Seit Okt 1999 Komposition bei Hanspeter Kyburz an der “Hanns Eisler-Hochschule für Musik” in Berlin (Erasmus-Stipendium); Kompositionsmeisterkurse bei Brian Ferneyhough und Alois Pinos; Philosophie- und Musikwissenschaftsstudium an der Universität Wien (nicht abgeschlossen); Mitglied und Mitbegründer der Komponistengruppe Gegenklang in Wien – regelmäßige Veranstaltung von Konzerten. 1997 Dritter Preis beim Kompositonswettbewerb stasis et vita in Kassel für “Oxymoron” für Bläserquintett – UA im Rahmen der Documenta X. 1999/2000 Stipendium der Alban-Berg-Stiftung; Aufführungen in Wien (u. a. im Rahmen des Festivals Wien Modern in der Alten Schmiede), Innsbruck, Prag, Szombathely (Ungarn), Kassel, Schwaz (Klangspuren), Erl (Tiroler Festspiele) und Reichenau (Semmering ) u. a. durch Ernesto Molinari, Hugo Wolf-Quartett, Solisten des Tiroler Symphonieorchesters, Academia-Bläserquintett Prag, Bläserquintett des Staatstheaters Kassel, Ensemble “on line”.
2000 Arbeitsstipendium der Sektion Kunst im Bundeskanzleramt. 13. April 2000 UA des Stückes “Vielleicht zunächst wirklich nur” (Auftragskomposition der Stadt Frankfurt im Rahmen des Millenium-Programms “Frankfurt 2000” , des Wiener Konzerthauses und des Ensemble Modern) im Wiener Konzerthaus (Festival Hörgänge) durch dos Ensemble Modern (weitere Aufführungen in Berlin, Frankfurt, Köln). Mai 2000 Erster Preis beim Hanns-Eisler-Kompositionswettbewerb in Berlin für “Vielleicht zunächst wirklich nur”.
20. Sept 2000 UA von “... gleichsam als ob ...” für Orchester bei den Schwazer Klangspuren durch das RSO Wien unter Dennis Russell Davies.
2001 Arbeitsstipendium für Musik der Stadt Wien. 10. Feb 2001 UA von “lncipit in Paris” (Ensemble Modern). Nov 2001 UA von “A map is not the territorry” für Kammerensemble (Klangforum Wien) in Basel. 11. Okt 2002 UA eines Stückes für Klavier und Orchester in Wien (RSO Wien).
Mai 2003 UA eines Werkes für Kammerensemble (Wittener Tage für neue Kammermusik). Mai 2004 UA von "Berenice" nach Edgar Allen Poe bei der Münchner Biennale.
Seit Okt 1999 Komposition bei Hanspeter Kyburz an der “Hanns Eisler-Hochschule für Musik” in Berlin (Erasmus-Stipendium); Kompositionsmeisterkurse bei Brian Ferneyhough und Alois Pinos; Philosophie- und Musikwissenschaftsstudium an der Universität Wien (nicht abgeschlossen); Mitglied und Mitbegründer der Komponistengruppe Gegenklang in Wien – regelmäßige Veranstaltung von Konzerten. 1997 Dritter Preis beim Kompositonswettbewerb stasis et vita in Kassel für “Oxymoron” für Bläserquintett – UA im Rahmen der Documenta X. 1999/2000 Stipendium der Alban-Berg-Stiftung; Aufführungen in Wien (u. a. im Rahmen des Festivals Wien Modern in der Alten Schmiede), Innsbruck, Prag, Szombathely (Ungarn), Kassel, Schwaz (Klangspuren), Erl (Tiroler Festspiele) und Reichenau (Semmering ) u. a. durch Ernesto Molinari, Hugo Wolf-Quartett, Solisten des Tiroler Symphonieorchesters, Academia-Bläserquintett Prag, Bläserquintett des Staatstheaters Kassel, Ensemble “on line”.
2000 Arbeitsstipendium der Sektion Kunst im Bundeskanzleramt. 13. April 2000 UA des Stückes “Vielleicht zunächst wirklich nur” (Auftragskomposition der Stadt Frankfurt im Rahmen des Millenium-Programms “Frankfurt 2000” , des Wiener Konzerthauses und des Ensemble Modern) im Wiener Konzerthaus (Festival Hörgänge) durch dos Ensemble Modern (weitere Aufführungen in Berlin, Frankfurt, Köln). Mai 2000 Erster Preis beim Hanns-Eisler-Kompositionswettbewerb in Berlin für “Vielleicht zunächst wirklich nur”.
20. Sept 2000 UA von “... gleichsam als ob ...” für Orchester bei den Schwazer Klangspuren durch das RSO Wien unter Dennis Russell Davies.
2001 Arbeitsstipendium für Musik der Stadt Wien. 10. Feb 2001 UA von “lncipit in Paris” (Ensemble Modern). Nov 2001 UA von “A map is not the territorry” für Kammerensemble (Klangforum Wien) in Basel. 11. Okt 2002 UA eines Stückes für Klavier und Orchester in Wien (RSO Wien).
Mai 2003 UA eines Werkes für Kammerensemble (Wittener Tage für neue Kammermusik). Mai 2004 UA von "Berenice" nach Edgar Allen Poe bei der Münchner Biennale.
One Movement and Five Miniatures
für Cembalo, Live-Electronics and Ensemble – UA der revidierten Neufassung. Die Herausforderung, das "Alte Musik"-Instrument Cembalo in Beziehung mit dem “Neue Musik"-Instrument Computer zu setzen, war der Ausgangspunkt für dieses Werk. Im Laufe der Arbeit wurde klar, daß es dabei nicht um gegenseitiges Abgrenzen, sondern um symbiotisches Verschmelzen beider Sphären in eine neue, unabhängige Klangwelt ging. Das in drei Gruppen halbkreisförmig vor dem verstärkten Cembalo gruppierte und von vier Lautsprechern eingerahmte zwölfköpfige Ensemble hat dabei einen wesentlichen Anteil und kann, je nach musikalischer Situation, Hintergrundfolie, Impulsgeber oder Dialogpartner sein.
Die spezifischen Qualitäten und Charakteristika des Cembalos ("two skeletons copulating on a tin roof") bestimmen nachhaltig die elektronischen und instrumentalen Interaktionen, wie wiederum die Möglichkeiten der Live-Elektronik und des räumlich verteilten Ensembles Einfluß auf die Art haben, wie das Cembalo behandelt wird. Die Elektronik wird nur durch das live gespielte Cembalo gespeist und ausgelöst und verzichtet völlig auf voraufgenommenes Material.
Die sechs Großabschnitte, deren jeweilige Anfänge durch schnittartige Veränderungen der Hörlandschaften stets erkennbar bleiben, gehen attacca ineinander über. Trotz der Vielfalt der musikalischen Situationen wurde auf satzübergreifende Entwicklungslinien und eine abschnittsübergreifende dramaturgische Gestaltung Wert gelegt. (Johannes Maria Staud)
