Beat Furrer — intorno al bianco
(c) Didi Sattmann

In das Extreme gedehnte Zeit – gleichsam nach einem Absprung –, langsam sich verschiebende harmonische Konstellationen. Verschiedene Bewegungsmodelle, Vibrato, Umspielungen, regelmäßige und unregelmäßige Pulsationen entstehen immer wieder aus den Schwebungen (Interferenzen) der langsam und stetig glissandierenden Klänge. Die Klarinette, ganz in den Klang der Streicher integriert, befreit sich erst allmählich, in einem stetigen Accelerando, und wird dem Klang des Streichquartettes gegenüber gestellt: Die Kontinuität der prozesshaften Transformation wird gebrochen. In der zeitlichen Verdichtung und Dissoziation der Klänge entsteht eine Folge von sprachhaften Gesten, ineinander geschnitten. Die Klänge werden in ihre Einzelteile zerlegt. (Beat Furrer, 2016)


Festival Firenze Suona Contemporanea, Konzertvideo
Beat Furrer — intorno al bianco (Ausschnitt)
Erwin Wurm/ Andrea Cavallari — Fallen Falls (Ausschnitt)
14. September 2016

Top