Christoph Walder, Horn

Christoph Walder stammt aus Südtirol und entschied sich erst im Laufe seines Psychologiestudiums in Innsbruck für die Musikerlaufbahn. Sein Studium im Konzertfach Horn führte ihn vom Mozarteum Innsbruck und Salzburg in der Klasse von Prof. Hansjörg Angerer an die Wiener Musikhochschule zu den Professoren Roland Berger und Willibald Janezic.

Seine Konzerttätigkeit in unterschiedlichsten musikalischen Genres von verschiedenen Kammermusikensembles bis zu Bigbands entwickelte sich zunehmend in Richtung der historischen Aufführungspraxis. Die Mitgliedschaft als Naturhornist in mehreren Orchestern für Alte Musik führte ihn in viele große Konzert- und Opernhäuser in Europa und Japan.

Ein fruchtbarer Gegenpol dazu wurde die Beschäftigung mit den Spieltechniken der zeitgenössischen Musik, welche seit etwa 20 Jahren sein Hauptbetätigungsfeld darstellt. Die Zusammenarbeit mit vielen namhaften Komponisten führte zur Uraufführung von zahlreichen Werken, in denen dem Horn oder der Wagnertuba eine solistische Rolle zukommt, wie etwa Gonzales – The Eartheater von Jorge Lopez, sonic eclipse von Matthias Pintscher oder Perturbazione in arrivo nel settore trombe für Horn und Orchester von Salvatore Sciarrino.

Im Rahmen der Plattform Jazzwerkstatt Wien mitbegründete Walder das Experimentaltrio „nee.“ mit dem Ziel, stilistische Grenzen zu sprengen und das Instrumentarium in digital und analogelektronischer Richtung zu erweitern.

Christoph Walder unterrichtet an der Kunstuniversität Graz und an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien.

Er ist seit 1993 Mitglied des Klangforum Wien.

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