Gerald Preinfalk, Saxophon

Gerald Preinfalk stammt aus Zulissen bei Freistadt in Oberösterreich. Seine musikalische Laufbahn begann mit neun Jahren und wurde 1990 mit dem Studium an der Universität für Musik in Wien bei Otto Vhrovnik und Wolfgang Puschnig zur Berufung.

Jazz und französisch klassisches Saxophon waren die Zweige, welche ihn 1993 zum Auslandsstipendium an das Berklee College of Music zur Jazzikone George Garzone in Boston (USA), und 1998 nach Paris – für klassisches Saxophon – zu Serge Bertocchi führten. Zurück in Wien bilden diese beiden Genres seither – mal mehr, mal weniger ausgewogen – seinen Tätigkeitsbereich.

Seit dem Jahr 2000 ist Preinfalk Mitglied des Klangforum Wien. Gastspiele führten ihn zu Orchestern wie den Wiener Philharmonikern, dem Radio Symphonieorchester Wien, der Staatsphilharmonie Rheinland Pfalz, und verschiedenen Ensembles Neuer Musik im Raum Wien (u.a. die reihe Ensemble XX. Jahrhundert, Ensemble Kontrapunkte). Beim Staatsorchester Stuttgart ist er als Solist aufgetreten. Im Jazzgenre spielte er bei Bigbands wie Nouvelle Cuisine und dem Vienna Art Orchestra, sowie in Ensembles mit Django Bates, Peter Madsen, Don Byron, George Garzone, Christian Muthspiel, Terry Bozzio, Alex Machacek, Savina Yannatou, Lucia Pulido, Georg Breinschmid, Harri Stojka u.a. 2001 wurde Gerald Preinfalk mit dem "Hans Koller-Preis" in der Gattung "Newcomer des Jahres" für Jazz ausgezeichnet. Bernhard Lang schrieb für den Holzbläser ein Solokonzert mit den Wiener Symphonikern, Roland Freisitzer und Norbert Sterk komponierten für ihn Ensemblewerke.

Neben Arrangements jüdischer Lieder mit Texten von 1952 unter Stalin ermordeten Dichtern („Moscow 52“, „BUKOVINA III“), bewies sich Gerald Preinfalk auch als Komponist für Theatermusik: Am Wiener Volkstheater schrieb er die Musik zu „Peer Gynt“, „Hiob“ und „Du bleibst bei mir“ – jeweils in der Regie von Michael Sturminger; Lesungen mit SchauspielerInnen wie Nicole Heesters, Martin Schwab und Petra Morzé runden seinen Tätigkeitsbereich auf improvisatorischer Seite ab. Im kommerzielleren Bereich arbeitete er auch mit nationalen Größen wie Willi Resetarits und Maria Bill. Eigene Musik-Projekte Preinfalks waren: „Paier/Preinfalk Project“ (2000), „More than Tango“ und „Saion“ (2004), „Tangogo“ (2005) sowie „Giuffre Zone“ (2006).

Seit 2007 besteht ein besonderes Projekt im Duo mit dem brasilianischen Gitarristen Alegre Correa, welches im Lauf der Jahre immer wieder in verschiedenen Besetzungen erweitert wird. Seit 2011 ist Gerald Preinfalk Univ.-Prof. für klassisches Saxophon an der Kunstuniversität Graz.

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