Caritas Wien
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Solidarität mit Flüchtlingen

Was Europa zurzeit erlebt, ist keine Flüchtlingskrise, sondern eine Solidaritätskrise. Mit diesen Worten hat Michael Landau, Präsident der Caritas Österreich und Direktoriumsmitglied des Klangforum Wien, in der Pressestunde am Sonntag, 13. September 2015, eine sehr einfache Feststellung getroffen, die wohl auch als ein Aufruf zu gemeinschaftlichem Handeln verstanden werden muss.

Die MusikerInnen des Klangforum Wien haben beschlossen, als erstes Zeichen ihrer kollektiven Solidarität das Eröffnungskonzert ihres "Generationen"-Zyklus durch Verzicht auf ihre Konzertgagen als Benefizkonzert zu spielen.

Nach einer intensiven Diskussion der Möglichkeiten für eine möglichst effiziente Hilfe, die über die jedem Einzelnen überlassene individuelle und materielle Unterstützung Bedürftiger hinausgeht und vom Ensemble als Kollektiv geleistet werden kann, hat sich das Klangforum für eine künstlerische Arbeit für die Flüchtlinge und mit den Flüchtlingen entschieden, die in Form von Konzerten, Workshops und gemeinsamen musikalischen Projekten umgehend in Angriff genommen wird.

Dieser Beschluss wurde in Hinblick auf die nicht zu vergessende psychische, geistige und spirituelle Notlage von Menschen gefasst, welche häufig über lange Zeiträume ohne angemessene Beschäftigung in nahe an Gefangenschaft grenzenden Situationen konfiniert werden.

In der Überzeugung, dass die FreundInnen des Ensembles und die BesucherInnen unserer Konzerte selbst wissen, was in der gegenwärtigen Situation zu tun ist, verzichtet das Ensemble auf die Lancierung von Spendenaufrufen, die Durchführung von Kollekten und ähnliche Maßnahmen und konzentriert seine solidarischen Aktivitäten in Zusammenarbeit mit Flüchtlingen auf seine Kernkompetenz. Über die Aktivitäten des Ensembles in diesem Bereich werden wir zum Zweck der Ermutigung zu solodarischem Handeln laufend berichten.

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